L’Orangerie de Beauregard

kollektiver Wahn …

Zahlreiche positive, teilweise begeisterte Rezensionen, ein verlockender Internetauftritt, großzügige Abmessungen der Plätze und und und. Da muss man doch mal hin.

Wir waren dort.

Zunächst konnten wir wählen zwischen drei verschiedenen Plätzen, Schatten war Bedingung. Also kam die chaotisch wirkende vollgestellte Wiese Zelt an Zelt und Bulli an Van nicht in Frage. Auf dem ersten Stellplatz hätten wir nicht einmal unsere Markise ausfahren können, zu den nächsten Nachbarn rechts und hinten wären es etwa drei Meter gewesen. Der zweite daneben nicht viel größer, aber so uneben und löchrig, dass das Ausrichten des Wohnwagens unmöglich gewesen wäre. In unmittelbarer Nähe wilde Zeltgelage mit mutmaßlich zig unerzogenen Kinder von ökologisch-alternativen Eltern, denen die Antiautorität selbst in die Wiege gelegt wurde. 

Ein weiteren Platz war weder schattig noch ausreichend groß. Die laut Webseite angeblich mindestens 120 qm messenden Stellplätze haben wir nicht gesehen, wenn es hoch kommt, waren es 60 qm. Vermessen ist es zu behaupten, man könne sein Auto auf dem eigenen Stellplatz parken. Bitte wo?

Bei der Orangerie de Beauregard handelt es sich um ein sehr professionell auftretendes Unternehmen, welches Werbeaussagen so überzeugend platziert, dass die angelockten Gäste diese wohl zu übernehmen geneigt sind. Anders sind die vielen geradezu enthusiastisch klingenden Rezensionen nicht zu erklären. Oder die Besucher kennen es einfach nicht anders und meinen, das wäre super so.

Vor-Ort-Recherche, Campingerfahrung und Vorstellungskraft reichen aus, sich Realität und Qualität eines Aufenthalts auf Beauregard auszumalen. Auf das zweifelhafte Vergnügen, eine Nacht auf diesem Platz zu verbringen, haben wir gerne verzichtet.

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