plätze

The Eppstein Project

etwas anders …

Der ursprüngliche Platz wurde Anfang der 1970er Jahre als „Taunus-Camp“ auf alten Streuobstwiesen angelegt, und viele der Bäume sind immer noch vorhanden, sozusagen zur „unmittelbaren“ Versorgung der Gäste mit Obst.

2021 haben neue Betreiber das Gelände übernommen – mit neuem Konzept. Sie sehen es nicht „nur“ als Campingplatz. Komfortables Camping unter dem Begriff „Lodging“ mit einem Focus auf Nachhaltigkeit steht auf ihrem Plan, „Wine & Dine“ wird angeboten, und es kann passieren, dass samstagsabends eine Band spielt, ein Barista (selbst Camper auf dem Platz) seine Kaffeekreationen feilbietet, ein Sushi-Koch das kulinarische Angebot vervollständigt und ein regionaler Winzer seine Produkte zur Verkostung anbietet.

Das ist nicht wirklich störend, nach eigenen Aussagen achten die Betreiber darauf, dass auch die Lautstärke der Bands „campingverträglich“ ist, und gegen 22:30 Uhr ist ohnehin Ruhe.

Die Südausrichtung des Hanges stellt insbesondere im oberen Bereich des steil ansteigenden, fast 7 ha großen Geländes sonnige Plätze sicher, wer Schatten oder Halbschatten sucht, ist auf den unteren vermutlich besser aufgehoben. Das Gelände ist terrassiert, insbesondere von den oberen Stellplätzen an der „Apfelallee“ hat man einen idyllischen Blick über das Tal, ohne dass das Fahrzeug der Nachbarn diesen stören würde; dies lässt, trotz der eigentlich nicht großen Stellplätze, ein angenehmes Platzgefühl entstehen.

Es gibt zwar auch Stellplätze mit Schotterfläche oder nur Rasen, aber eine große Zahl hat Wasser und Strom direkt am Platz und ist befestigt – nicht nur dort, wo das Fahrzeug steht, sondern auch im Markisen-/Vorzeltbereich (> Foto). Es empfiehlt sich, diese Begrenzung nach vorne hin auch einzuhalten, sonst kommt nämlich der an- oder abreisende Nachbar auf der gleichen Terrasse mit seinem Fahrzeug nicht vorbei.

befestigter Terrassenplatz an der Apfelallee



Das Gelände steigt über circa 100 Meter steil an, die Zufahrten sind kurvig, deshalb kann man den Service nutzen, dass der Wohnwagen mit dem Traktor auf den Platz gezogen wird. Die Terrassen ganz oben sind auch für größere Wohnmobile erreichbar, auf den mittleren kann das schwierig werden. Damit man bei langem Radstand nicht mittig aufsetzt oder bei großem Überhang mit diesem, sollte man sich die Zufahrt vorher ansehen.

Sanitär

Die Betreiber haben nicht nur eine Aufwertung der Anlage versprochen, sie setzen sie auch um. Die Sanitäreinrichtungen wurden beziehungsweise werden erneuert und entsprechen einem modernen Standard; Desinfektion für Toilettensitze ist vorhanden, die Duschen sind ausreichend groß. Im oberen Bauwerk gibt es allerdings nur ein Urinal und zwei Geschirrspülmöglichkeiten. Eigentlich waren die Einrichtungen auch immer sauber (Reinigung einmal täglich), allerdings nicht am Morgen nach einem Event, in diesen Fällen erscheint es angezeigt, einen zusätzlichen Reinigungsturn einzuschieben.  

Originell sind die auf dem Gelände vereinzelt zu findenden „Outdoor-Duschen“: Hier kann man unter freiem Himmel, aber sichtgeschützt, Duschen.

Insgesamt erscheint allerdings das Verhältnis zwischen Anzahl der Toiletten und der der Gäste auf knapp 200 Stellplätzen auch nach Fertigstellung des Sanitärhauses Mitte zumindest bei Vollbelegung des Platzes, insbesondere auch unter Ansehung der ganz oben gelegenen Zeltplätze, als problematisch.

Entgelte für die Nutzung der Einrichtungen entstehen nicht, auch – in der Zeit heutiger Energiekosten erstaunlich – Waschmaschine und Trockner waren kostenlos.

Versorgung

Strom gibt es mit 16A (CEE/Pauschalabrechnung), Mobilfunk funktioniert. WLAN gibt es zwar nur im Bereich der Rezeption und des Sanitärbaus, aber angesichts der Topografie und der Größe des Geländes kann eine Vollversorgung auch nicht erwartet werden.

Der Biergarten öffnet freitags und samstags (April bis Oktober, wetterabhängig). Grundbedarf (natürlich auch Wein) bietet der Hofladen, Brötchen gibt es auf Vorbestellung, und das knapp 3 km entfernten Niedernhausen verfügt über ein Gewerbegebiet mit diversen Einkaufsmöglichkeiten.

Umgebung

Eppstein-Project ist direkt an das Wander- und Radwegenetz angebunden, bis Eppstein ist es da nicht weit. Zu Fuß ist man in 20 Minuten an der S-Bahn, die einen nach Frankfurt bringt.

Fazit

Der Platz verfehlt zwar die vollen fünf Sterne (> Sanitär), ist aber trotzdem ein solcher zum Wiederkommen. Gäste, die eigentlich Ruhe suchen, den Blick genießen wollen, aber ein abendliches Event nicht als Störung, sondern als Bereicherung ihres Aufenthaltes ansehen, werden sich hier wohl fühlen. Das passt sowohl auf der Durchreise via A3 als auch bei einem längeren Aufenthalt zum Wandern und Fahrradfahren. Für Familien mit kleinen Kindern dürfte die Anlage hingegen weniger geeignet sein.


Camping Waldpark Hohenstadt

Ursprünglich hatte ich diesen Platz vor ein paar Jahren als reinen Übernachtungsplatz entdeckt, dafür eignet er sich natürlich auch nach wie vor – günstig nah der A 8 gelegen.

Aber hier kann man auch ein paar Tage bleiben und Ruhe genießen, denn die Autobahn ist eigentlich nie zu hören; es gibt natürlich viele Dauercamper, aber die finden sich im hinter Teil des Platzes, vorne sind die als großzügig zu bezeichnenden Touristenplätze und ganz am Anfang Übernachtungsplätze, für die ein neues kleines Sanitärgebäude (ohne Duschen) errichtet wurde; zum Duschen (mit Duschmünzen) muss man sich also ins Sanitärhauptgebäude begeben.

Rezeption

Freundlicher und unkomplizierter Empfang ohne Schnick-Schnack, wie eben der ganze Platz.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind zweckmäßig, sauber, und vor Allem: ihre Zahl reicht aus; Marmor an den Wänden und vergoldete Wasserhähne erwarte ich beim Camping nicht, aber es ist schön, vor den Duschen nicht Schlange stehen zu müssen.

Gelände

Der Platz wirkt gepflegt, es gibt große Bäume, sodass die Chance auch auf schattige Plätze besteht; Platz ist tags und nachts ruhig.

Versorgung

Brötchenservice (Vorbestellung an der Rezeption); Gastronomie am Platz; für Einkäufe in der Umgebung muss man auch mit dem E-Bike sehr sportlich sein. WLAN ist auf dem ganzen Platz verfügbar (kostenlos), Mobilfunkempfang war unproblematisch.


Alpenferienpark Reisach

Man(n) spricht Niederländisch und Kärtnerisch

Eher durch Zufall stießen wir auf diesen Platz, der sich unweit des Dörfchens Reisach im Gailtal befindet – umgeben von bis zu 2000 Meter hohen Bergen.

Die Betreiber Andries (ein Niederländer, der fast wie ein Einheimischer kärnterisches Dialekt beherrscht) und seine Frau Jenny hatten das Glück, vor einiger Zeit diesen Campingplatz aus den 60er Jahren erwerben und nun nach ihren Vorstellungen Zug um Zug umgestalten zu können. Eine überaus freundliche junge Dame empfängt die Gäste in der schmucken kleinen Rezeption und zeigt den Campern auf dem Platzplan, welche Plätze trotz der eigenen Vorauswahl einer Parzelle auch noch weiter zur Verfügung stehen. Das Einchecken gestaltete sich unkompliziert und kundenfreundlich.

Der terrassenförmig angelegte  CP befindet sich auf etwa 700 Meter Höhe und ist infolge seines Baumbestandes mit größtenteils schattigen Parzellen ausgestattet. Im unteren Bereich findet man die Rezeption mit kleinem Kiosk, das Wohnhaus der Betreiber, ein Gebäude mit Waschmaschine etc. und ein nettes kleines Restaurant mit Terrasse und Balkon, das ebenfalls von den Betreibern bewirtschaftet wird. Dort kann man ab 14 Uhr seinen Durst stillen oder die Lust auf ein Eis befriedigen, ab 17 Uhr gibt es dann Essen a la Carte.

Die Parzellen sind großzügig bemessen – wer absolute Ruhe präferiert, sollte sich Plätze weit oberhalb des Naturschwimmbads (z.B. 36 – 42) aussuchen, weil man dort eher weniger vom Schwimmvergnügen der jungen Camper mitbekommt. Neben diesem durchaus beeindruckenden Schwimmteich mit Liegewiese gibt es einen Beachvolleyball-Platz, eine überdachte Tischtennisplatte und einige Spielgeräte für die Kinder.

Dem Betreiber Andries ist zu empfehlen, die Nutzung des Schwimmteiches von derzeit 8 Uhr bis 18 Uhr auf kürzere Zeiten und einen Break in der Mittagspause zu reglementieren. Ruhesuchende Camper, die ihre Kinder erfolgreich ins selbständige Leben entlassen haben, sollte dadurch ermöglicht werden, ihre wohlverdiente geschreifreie Zeit zu genießen.

Sanitärausstattung

Moderne und offensichtlich vor nicht allzu langer Zeit neu errichtete Duschen, Waschräume, Spülmöglichkeiten und WCs befinden sich im Parterre des Restaurants. Weitere Toiletten findet man oberhalb des Freizeitbereiches, ebenso die Möglichkeit, zu spülen.

Der Personalmangel hat leider auch das Gailtal erreicht – Andries by himself reinigt die Sanitäranlagen einmal pro Tag und dokumentiert dies auf einer aushängenden Checkliste. Seine diesbezügliche Arbeit ist als sehr lobenswert und gut zu beurteilen.

Versorgung

Ein Brötchenservice (man kann sich und seine Wünsche auf einer Bestellliste bis 17 Uhr eintragen) existiert, ebenso können Getränke und ein paar Kleinigkeiten im Rezeptionsraum erworben werden. Das bereits erwähnte Restaurant befriedigt die Kochfaulen.

Eine 16 A-Stromversorgung (CEE) ist für jede Parzelle sichergestellt. Frischwasser gibt es an/vor den beiden Sanitärgebäuden und an einigen Zapfstellen längs der Hauptwege. Kostenloses WLAN ist nur im oder direkt am Restaurant möglich, der Mobilnetzempfang ist mittelprächtig.

Zur Entsorgung der Chemietoiletten findet der Gast (nein, nicht die Gästin – wir sahen in unserem Camperleben immer nur die Herren der Schöpfung mit entsprechenden Behältnissen über den CP wandern) entsprechende Becken an den Sani-Gebäuden.

Eine Möglichkeit, Grauwasser zu entsorgen, sucht man vergebens, aus diesem Grund und wegen des lange geöffneten etwas lauten Schwimmbads gibt es leider Abzüge in der B-Note, sonst würden wir den Platz mit „Hervorragend“ bewerten!

Andries und seine Frau legen übrigens sehr viel Wert auf Mülltrennung – für sämtliche Materialien befinden sich im Eingangsbereich Behältnisse. Ebenso wird überall an den sparsamen Umgang mit Wasser appelliert, wie wir finden, vorbildlich.

Umgebung

Die Umgebung lädt zum Wandern, Bergsteigen, Berghütten (mit Gastro) besuchen, Natur und Aussicht genießen und zum Radfahren längs der Gail ein. Im vier Kilometer entfernten Kirchbach gibt es Supermärkte und weitere Gastronomie; im wesentlich näheren Örtchen Reisach finden „Fleischpflanzerl“ und Vegetarier leckere Hauptgerichte und einen unvergleichlichen Kaiserschmarrn.

Fazit

Ein bisschen „noch dran arbeiten“ (siehe weiter oben) und es werden 5 Sterne …

Camping Gößl am Grundlsee

Masse statt Klasse

Wir suchten uns genau diesen CP (im Salzkammergut, Steiermark, Österreich) aus, weil er allein schon von der Lage her absolut unseren Vorstellungen entsprach: gelegen an einem glasklaren See und umsäumt von einer imposanten Alpenlandschaft. Vorher „gesuchmaschint“ war uns klar, das der eigentliche Platz nicht unbedingt unserer sonstigen Erwartungshaltung entsprechen würde, dennoch waren wir vor Ort erstaunt, auf welch kleinem Gelände derart viele Camper unterzubringen sind, die Besitzer verstehen sich absolut im Stellplatz-TETRIS – Respekt.

Empfang

Astrid, die zur Betreiberfamilie Bischof gehört, empfing uns mit steirischem Charme und sehr lieb in ihrer netten kleinen Rezeptionshütte inmitten des Platzes und ging (wie mit jedem anderen Neuankömmling auch) auf Platzwahl-Tour. Aufgrund der bereits erwähnten Enge wählten wir einen Platz zum Rand hin und konnten uns so etwas abschirmen. Das Einchecken gestaltete sich absolut unkompliziert.

Die Familie Bischof betreibt diesen Platz schon über Jahrzehnte, die Senioren haben in unmittelbarer Nähe eine Pension, Astrid kümmert sich mit Mann und Tochter nebenberuflich um den Platz.

Platz/Gelände

Der CP befindet sich auf einer recht ebenen Wiese mit 2 kleinen Anhöhen in unmittelbarer Nähe des Grundlsees, der über eine kleine Treppe direkt und schnell zu erreichen ist.

Leider verfügt der Platz über keinen Baumbestand, so dass der schattensuchende Camper enttäuscht wird oder auf den Nachmittag warten muss. Auf zwei „oberen Etagen“ befinden sich kleine Stellplätze für Zelte und Kastenwagen; für Gespanne oder größere Wohnmobile ist die Zufahrt zu diesen Etagen sowie die Platzgröße ungeeignet.

Um auf die Überschrift zurückzukommen: Klar, dieser CP hat ob seiner Lage ein Alleinstellungsmerkmal und die Betreiber möchten aus ihrem Invest so viel wie möglich herausholen – dennoch geht der Camping-Trend unserer Meinung nach doch eindeutig Richtung Komfort, Wohlfühlen oder gar Glamping, da scheint ein Massenkonzept nicht mehr ganz in die Zeit zu passen. Großzügig gerechnet verfügten wir mit unserem 7,5 Meter-Womo über einen Stellplatz von etwa 45 Quadratmetern – andere hatten da noch deutlich weniger!

Sanitärausstattung

Das ansprechende Sanitärhaus verfügt über einen Raum mit Waschmaschine und Trockner, einen Spülraum, Dusch- und Waschräumen sowie separate Toiletten und ist als sauber zu bezeichnen. Bei starker Frequenz müsste allerdings häufiger als einmal am Tag gereinigt werden.

Außen am Sanitärgebäude kann man die Chemietoilette leeren und Frischwasser über einen Schlauch tanken. Um das Brauchwasser zu entsorgen, ist auf dem Weg vor dem Sanitärbereich ein Gullideckel wegzuschieben und man sollte möglichst treffsicher über diesen Bereich fahren. Die unmittelbar am Weg wohnenden Camper freut es nicht gerade, wenn direkt vor ihrem Campingtisch mehrfach am Tag entsorgt wird, hier muss unbedingt nachgebessert werden.

Versorgung

Neben der zum See führenden Treppe befinden sich eine Bäckerei und ein Kiosk mit Sonntagsöffnung. Deshalb sind Brötchenservice und Minimarkt auf dem eigentlichen Platz überflüssig. 

Ebenfalls nur wenige Schritte entfernt existiert ein Restaurant mit Biergarten.

Eine 16 A – Stromversorgung (CEE) ist sichergestellt, je nach Platzauswahl reichen 25 Meter Kabel allerdings nicht unbedingt. Kostenloses WLAN in der Nähe des Rezeptionshäuschens ist vorhanden, Mobilfunkversorgung ist in Ordnung.

Umgebung

Die Umgebung entschädigt absolut  für kleinere Unzulänglichkeiten des Platzes. Der See lädt zum Schwimmen, Tauchen oder SUP fahren ein, oder aufs Ausflugsschiff oder das Tretboot, die Berge zum einfachen bis alpinen Wandern, die Ranftlmühle oder der Topplitzsee (Forellenrestaurant, Bootsfahrt) eignen sich ideal für bequemere oder gehandicapte Menschen als Ausflugsziel.

Fazit

Die wundervolle Landschaft kann nur bedingt in die Platzbewertung einfließen. Die Massenbelegung, bei der man quasi Familienmitglied der Nachbarn wird und man jedes noch so unangenehme Körpergeräusch bzw. jegliche Kommunikation der anderen Camper mitbekommt, reduzieren leider die Sterne genauso wie die Tatsache, dass die Entsorgung des Womos suboptimal gelöst ist.

Ferienanlage Erzeberg

Hier findet sich sowohl ein Wohnmobilstellplatz als auch ein Campingplatz, dessen Einrichtungen von den Gästen auf dem Stellplatz mit genutzt werden können. Die Anlage (nicht der Stellplatz) ist eingezäunt, der Eingangsbereich videoüberwacht, nachts ist das Tor geschlossen (Zugang für Fußgänger mit Chipkarte).

Ich hatte den Platz beim ersten Mal nur zur Übernachtung ausgewählt, danach stand er er auf meiner Liste der Plätze, auf denen ich auch mal ein paar Tage bleiben würde, und dies ist inzwischen geschehen.

Gelände

Der Platz liegt „mitten im Nirgendwo“ also völlig ruhig an einer fast nicht befahrenen Straße. Es werden verschiedene Stellplatzkategorien angeboten, für Übernachtungen stehen Plätze unmittelbar hinter dem Tor bereit, mit Gespann kann man hier teilweise angehängt stehen bleiben. Im weiteren Bereich kommen großzügige Areale, teilweise mit komplett befestigter Aufstellfläche für das Fahrzeug und ebenfalls befestigter Terrasse.

Hunde sind erlaubt, Hundedusche ist vorhanden.

Die Fläche befand sich in einem guten Pflegezustand.

Von 13 – 15 und 22 – 8 Uhr sind Ruhezeiten (auch Platzruhe/kein Autoverkehr).

Sanitär/Wellness

Der Campinggast findet sehr gute Sanitäranlagen vor. Die Duschen sind durch ein Drehkreuz (Einwurf 1 EUR) zu erreichen, bieten aber dafür jeweils (m/w) vier ansprechende, gemauerte Duschräume mit Waschbecken und Fön, eine Belegungsanzeige zeigt vor dem Durchgang an, ob und was frei ist. Der Preis ist also durchaus angemessen. Reinigung fand regelmäßig statt, die Anlagen waren sauber und gepflegt.

Das kleine Schwimmbad kann kostenlos genutzt werden, der Wellnessbereich (Saunen, Saunagärtchen) gegen Gebühr.

Versorgung

An der Rezeption gibt es morgens Brötchen (Vorbestellung per QR-Code-Link/WebApp); außerdem ist dort Gasflaschentausch (kein Alu) möglich.

Das Platzrestaurant mit Außengastronomie bietet ein gepflegtes Bier, eine klassische Speisekarte und freundliche Bedienung.

Im knapp einen Kilometer entfernten Ortsteil Balhorn findet man Bäckerei, Gaststätte und einen kleinen Edeka-Markt; 3 km entfernt ist der Ortsteil Sand mit weiteren Supermärkten, Apotheken, Restaurants und anderen Geschäften.

Strom gibt es mit 16A/CEE, Mobilfunk ist gut und das kostenlose WLAN performant.

Umgebung

Fahrradfahren und ausgedehnte Spaziergänge können direkt vom Platz aus losgehen in Feld, Wald und Wiese (u. a. Habichtswaldsteig), die nächste Hauptverkehrsstraße ist ja etwas weiter weg.

Fazit

Zwei Details könnten verbessert werden: Zum Einen sind die zwei Spülmöglichkeiten manchmal etwas beengt und belegt, hier wäre den Betreibern zu empfehlen, während des Sommers noch zwei Außenspülbecken zu schaffen; zum Anderen könnte die nächtliche Platzbeleuchtung weniger hell ausgeführt werden, so sie denn überhaupt notwendig ist.

Die Anlage ist aber desungeachtet ein Platz zum Wiederkommen und Wohlfühlen, wenn man Ruhe und Entspannung sucht; wer Trubel möchte, ist hier falsch.

Campingplatz Naabtal-Pielenhofen

Retro oder antiquiert?

Auf dem Weg nach Österreich bot sich dieser CP geografisch für eine Zwischenübernachtung an – unweit der A3  in der Nähe des Dörfchens Pielenhofen und direkt an der Naab gelegen. Dieser Platz genügte unseren Ansprüchen leider nicht einmal für eine Zwischenübernachtung.

Empfang

Wirklich willkommen geheißen fühlten wir uns beim Einchecken nicht, so wurden wir zum Beispiel aufgefordert, einen Personalausweis als Pfand für die Strom-Endabrechnung zu hinterlegen. Dieses leider manchmal noch übliche Vorgehen bei Hotels und anderen Herbergen ist keineswegs gesetzeskonform, deshalb entsprachen wir dieser Bitte natürlich nicht. Als Alternative wurde dann nach einer Camping-Card gefragt, die wir – selbstverständlich in digitaler Form auf dem Handy – vorzeigen konnten. Unser Smartphone ließ sich jedoch naturgemäß leider nicht in das Karteikastensystem der Betreiberfamilie einordnen, sodass nach einigem Hin und Her gänzlich auf ein Pfand verzichtet wurde. Andere Gäste waren und sind hier wohl unbedarfter – der Karteikasten war voll von Ausweisen.

Gelände

Der CP ist im Großen und Ganzen schön gelegen, für Touristen gibt es im unteren Bereich nette Stellplätze direkt an der Naab, die zahlreichen Dauercamper wohnen im oberen Bereich des Platzes „Hintern an Hintern“. Ein platzeigener Biergarten lockt auch externe Besucher an und ist bei entsprechender Besucherfrequenz laut. Infrastrukturell könnte auf dem gesamten Platz einiges modernisiert werden, um die Anlage dauerhaft zukunftsfähig zu halten. Durchsagen über ein platzeigenes Lautsprechersystem sind unnötig und definitiv nicht zeitgemäß.

Den Verkehrslärm durch die jenseits der Naab gelegene Landstraße empfanden wir tagsüber wie auch des Nachts als sehr, sehr störend.

Sanitärausstattung

Platzbedingt beurteilen wir das untere Sanitärgebäude – das oberer (neuere) erschien uns sehr sauber und ordentlich. Im unteren Bereich stand auf der Herrentoilette aufgrund einer verstopften Toilette den ganzen Nachmittag und Abend Wasser auf dem Boden – ein nachmittäglicher Kontrollgänger hätte dieses kleine Manko entdecken und beseitigen können beziehungsweise müssen.

Versorgung

Im hinteren Eingangsbereich befindet sich eine gute Versorgungsstation für Womos. Die 16 A-Stromversorgung lässt sich sicherlich anders organisieren (siehe auch oben), als dem Gast einen Zettel mitzugeben, auf den er ohne Angabe des Kastens beziehungsweise der Zählernummer den Anfangs- und Endstand einzutragen hat. Je kWh werden € 0,65 berechnet, der „Anschluss“ schlägt mit € 1,00 zu Buche (?). Sicherlich werden hiermit die Kosten für den mitgegebenen Zettel gedeckt.

Umgebung

Pielenhofen ist definitiv einen Spaziergang wert, um im örtlichen Eiscafé zu klönen und zu genießen oder auch im klostereigenen Restaurant mit Biergarten zu schlemmen.

Fazit

Leider nur 1,5 Sterne wegen der antiquierten Büro-Organisation, wegen des starken Lärms, wegen des Toilettenzustandes und der Dauercamper-60er-Atmosphäre.

Camping Park Weiherhof am See

Rummelplatz im Westerwald

Mitten im Westerwald, landschaftlich reizvoll an einem See gelegen, empfiehlt sich der Camping Park Weiherhof selbst als einer der 100 beliebtesten Campingplätze Europas.

Selbst wenn man nicht auf den kargen Wiesenplätzen (ein „Park“ sieht anders aus) ohne nennenswerte Begrünung, sondern wie wir auf dem mit Sträuchern, Hecken und Bäumen bewachsenen Platzteil „Birkengrund“ seine mobile Behausung aufstellt, trifft man auf ein unattraktives, überwiegend enges, an italienische Verhältnisse erinnerndes Gelände, das sich ganztägig als unruhig und trubelig erweist.

Der Hinweis des ansonsten freundlich und professionell auftretenden Mitarbeiters der Rezeption beim CheckIn, ein Campingplatz sei schließlich kein Friedhof, lässt sicher Rückschlüsse auf die Betriebsphilosophie zu. Es versteht sich, dass diese Publikum anzieht, welches vorzugsweise spät abends die Umgebung mit seiner Radiomusik penetriert oder gerne auch nächtens lauthals den Tag diskutiert.

Und wer meint, für einen idyllischen Stellplatz direkt am See, so wie es ein Foto auf der Homepage des Platzes vermuten lässt, könne man auch anderes Ungemach in Kauf nehmen, wird ebenso enttäuscht. Die wenigen attraktiven Plätze am See sind bis auf ein paar Ausnahmen teilweise bis zur zweiten Reihe in der Hand von Dauercampern, was dem Touristencamper auch bei frühzeitiger Reservierung bleibt, ist der Blick auf die Rückseite ebendieser oder gar keine Aussicht, jedenfalls keine auf irgendeinen See, es sei denn, es ist gelungen, einen der raren Seeplätze zu ergattern. Auf der großen Hauptwiese stehen Zelte, Wohnwagen, Camper und Pavillons der angereisten Gruppen wild durcheinander und eng an eng. Einige Platzteile sind parzelliert und offerieren ein wenig mehr individuellen Raum.

Nicht schlecht gemacht ist hingegen die zwischen den beiden Platzteilen gelegene, recht großzügige Liegewiese mit Seezugang.

Wenn man in der Hauptsaison einen familienfreundlichen Platz anfährt, darf man sich möglicherweise nicht über Lärm beschweren, es sei denn, er ist, wie hier, Programm: Am Samstagabend gab es auf dem Platz ein Konzert eines mittelmäßigen Deutsch-Barden, ohne dass diejenigen, die diese Art von musikalischer Darbietung weniger schätzen, die Möglichkeit gehabt hätten, sich derartiger Zwangsbeschallung zu entziehen. Allerdings dauerte die melodiöse Untermalung nicht mehr als eine Stunde und bot daneben den Vorteil, dass das mithin ohrenfällige Terrain ansonsten ruhig war.

Sanitärausstattung

Auf dem Weiherhof-Gelände finden sich mehrere Sanitärgebäude. Nach dem Platzplan stehen für den Platzteil Birkengrund dero zwei zur Verfügung, eines allerdings war abgeschlossen und nur den Dauercampern vorbehalten. Abgesehen davon, dass man natürlich zum anderen Platzteil laufen kann, reichen die zweimal drei Duschen (ausreichend warmes Wasser mit Chipkarte, genügend Platz und immerhin vier Kleiderhaken) gerade aus, die wenigen engen und manchmal ungepflegten Toiletten aber nicht, und vor den beiden Spülplätzen bildeten sich nach den Essenzeiten Schlangen. Gut, dass es dort wenigstens warmes Wasser gibt.

Die Erkenntnis, dass bei Vollbelegung die Kapazitäten zu gering sind, hat dann wohl zur Aufstellung eines mobilen Sanitärcontainers (also so ein Teil, das man auch auf Jahrmärkten vorfindet) mit WC und Urinalen geführt. Wir haben sicher schon viele Plätze besucht, in unterschiedlichen Ländern und auch solche mit niedrigen Standards, aber so eine abstoßende WC-Anlage wie dieser Container ist uns noch nicht begegnet: Einfach nur ekelerregend, schmutzig, stinkend und völlig inakzeptabel.

Zur Entsorgung der Chemietoiletten gibt es mehrere Becken, es fehlt ein längerer Schlauch zum Spülen. Die Grauwasserentsorgung für Wohnmobile ist in Ordnung. Hundeduschen sind auf dem Anwesen verteilt zu finden.

Versorgung

Der recht gut sortierte kleine Shop am Platz bieten Brötchenservice an (Vorbestellung ist möglich) und einige Artikel des Grundbedarfs an.

In Rennerod, etwas mehr als 4 km entfernt, finden sich vielfältige Einkaufsmöglichkeiten.

Mobilfunkversorgung ist minimal, da würde man sich WLAN wünschen, das wird jedoch nur für 30 Minuten alle 24 Stunden kostenfrei angeboten, wer das Platznetz länger nutzen möchte, muss 2 Euro pro Tag entrichten, auch dann auf 1.000 MB begrenzt, oder 12 Euro pro Woche. Klingt wie aus der Zeit gefallen, ist aber so.

Strom (pauschal) gibt es teilweise mit 10A-Schuko-Steckdosen, teilweise mit 16A-CEE.

Die Gastronomie am Platz kann man besuchen, das Hofcafé in Seck auch.

Fazit

Was den unbestritten hohen Freizeitwert in der Umgebung betrifft, bietet die Rezeption ausreichend Informationen und Prospekte. Insgesamt jedoch kann der Camping Park Weiherhof keine auch nur halbwegs gute Bewertung erzielen, er gehört nach den Kriterien dieses Blogs zu den ungeeignetsten Plätzen und dürfte eher für ein Publikum geeignet sein, dass viel Wert auf Ballermann und enge Nachbarschaft, aber eher wenig auf Sanitärausstattung legt. Das ist schade, denn der Campingplatz hätte mit einer Philosophie, die nicht dem in den privaten Fernsehsendern vermittelten Bild vom Camperleben entspricht, sicher genug Potenzial, um mehr als 2,5 Sterne zu erreichen.

jkl/wkl

Naturpark & Camping Suleika

Malerischer Campingplatz – spektakuläre Anfahrt

Beginnen wir diesmal mit der Anfahrt, weil diese für längere Caravans und Wohnmobile mit langem Überhang einige Tücken aufweist.

Unmittelbar von der Bundesstraße aus ist der Platz nicht anfahrbar, dies gibt die Höhe der Bahnunterführung nicht her, deshalb muss man die etwa drei Kilometer lange ausgeschilderte One-Way-Strecke durch die Weinberge nehmen. Die ist landschaftlich spektakulär (Ausblick auf den Rhein – Unesco-Welterbe) und fahrerisch anspruchsvoll.

Auch bei vorsichtiger Fahrweise können die Quer-Rinnen dazu führen, dass ein Wohnwagen hinten mit den Stützen aufsetzt oder ein Wohnmobil mit dem Überhang. Dies gilt dann auch direkt bei der Platzeinfahrt, weil sich dort ebenfalls eine ausgeprägte Delle im Weg befindet. Auch die Auffahrt zu den Terrassen kann nochmal zur „Grundberührung“ führen; dort, wo (für Wohnwagen) movern möglich ist, empfiehlt sich das dann auch, Wohnmobile mit Luftfederung sollten diese vorher gut befüllen. Langsames Fahren ist jedenfalls angezeigt.

Aber die etwas beschwerlichere Anfahrt zahlt sich aus: Der Naturcampingplatz Suleika ist wirklich ein sehr lohnenswertes Ziel. Das terrassierte, zum Rhein hin abfallende Gelände wartet mit großzügigen, Individualität bietenden Stellplätzen wahlweise in der Sonne mit direktem Talblick oder seitlich gelegen mit teilweise Schatten auf. Auf den ersten Blick erschließt sich dem Besucher nicht die tatsächliche Größe des Anwesens, es reicht, oben ausschließlich von Dauercampern belegt, bis hoch in den unmittelbar angrenzenden Wald zum Wanderweg Rheinsteig hin.

Wir bekamen, freundlich von der Inhaberin willkommen geheißen, unserem Wunsch nach etwas Sonnenschutz entsprechend sehr ansprechende Plätze auf einer der seitlichen Terrassen zugewiesen. Dies Wasserzapfstelle war bequem erreichbar, das Standardstromkabel von 25m Länge reichte aber nicht.

Platzseitig ist die Anlage herrlich ruhig, die durchs Rheintal ratternden Güterzüge hört man zwar, sie stören hier oben aber nicht. Sehr angenehm war auch die sympathische Mischung aus Dauercampern und Touristen. 

Sanitär

Der Sanitärbereich ist zweigeteilt mit modernem und neuem WC-Bereich und schon etwas älteren Dusch- und Waschräumen, die nachts geschlossen sind. Duschen und Toiletten waren immer sehr sauber und gepflegt.

Versorgung

Mobilfunk ist mäßig, das ohnehin nur im Rezeptionsbereich verfügbare WLAN funktionierte nicht (vermutlich ein Fehler in der Routerkonfiguration) und das Platzrestaurant war leider geschlossen, da es hierfür keinen Betreiber gibt, was auch als Ursache dafür genannt wurde, dass ein Brötchenservice nicht angeboten wurde.

Nächste Einkaufsmöglichkeit ist ein Supermarkt in Lorch, durch die Weinberge etwa 5,5 km entfernt am Ortsende.

Strom gibt es mit 16A (CEE), längeres Kabel kann erforderlich sein.

Die Entsorgung von Toiletten mit chemischen Zusätzen ist nicht möglich, mit biologischen Zusätzen jedoch kein Problem.

Fazit

Suleika ist ein Campingplatz zum Wohlfühlen, Entspannen und Abhängen. Unmittelbar am Platz läuft der Rheinsteig-Wanderweg vorbei, in der Gegend ist auch Radeln mit elektrischer Unterstützung gut machbar.

Landschaft, Lage und Ruhe würden eine 5-Sterne-Bewertung rechtfertigen, die der Platz wegen der Defizite bei der Versorgung aber verpasst – gleichwohl gehört er zu den Top-Plätzen und ist vergleichbar mit Camping Cévennes Provence.

jkl/wkl

Camping am Königsberg Wolfstein

Familienfreundlicher Campingplatz im Lautertal

Wer wissen möchte, ob der CP Wolfstein die richtige Wahl ist, dem wird die aufmerksame Lektüre der Homepage des Campings empfohlen. Hier liest man dann unter anderem: „In der Hauptsaison ist es auf dem Camping am Königsberg gemütlich voll und es gibt vieles zu erleben, für Groß und Klein. Und die Kinder können viele neue Freunde finden.“ „Gemütlich voll“ heißt in prospektdeutsch natürlich rappelvoll und eng. Genau so ist es.

Doch zunächst zum Empfang:

Wir kamen, wie viele Male zuvor auf zahlreichen anderen Zielen, kurz vor 12 Uhr am Platz an und wurden sogleich von einer weiblichen Person extrem unhöflich und ruppig abgewiesen. CheckIn sei ab 14 Uhr, das sei ja überall so, und wenn wir früher auf den Platz wollten müssten wir 15 Euro zahlen oder es eben lassen, ganz wie wir wünschten. Die Art und Weise und der Tonus dieser belehrenden und inhaltlich auch falschen Ansage, uns bei 30 Grad Außentemperatur abzuzocken, gefiel uns nicht wirklich.

Zwei Stunden später durften wir dann anreisen (wir hatten angezahlt, sonst wären wir weiter gefahren) und trafen auf die uns zugewiesenen sogenannten XL-Plätze, die sich weder durch eine besonders großzügige Stellfläche auszeichneten noch bezüglich ihrer Schattenlage von manchen Standardplätzen unterschieden. Lediglich deren Randlage an der Lauter würde eine besondere Klassifizierung rechtfertigen. Tatsächlich ist jedoch ein XL-Platz auf dem Terrain vorhanden, der sowohl das Attribut XL verdient als auch Schatten bietet.

Positiv überrascht wurden wir von einem komplett ausgestatteten modernen Sanitärgebäude von hohem Standard. 

Nachts ist es ruhig, auf der nahegelegenen Bahnstrecke fährt der letzte Zug um 21 Uhr.

Der Eintritt ins benachbarte kommunale Freibad ist für Campinggäste kostenlos. Im Übrigen bietet die Internetseite des CP alle notwendigen Information in zutreffender Art und Weise. Brötchen gibt es auf Vorbestellung, Strom mit 16A (CEE). Die Mobilfunkversorgung ist schwach, WLAN ist nur für eine Stunde pro Tag kostenfrei und nicht besonders performant. Ohnehin ist das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis ein weiterer Kritikpunkt.

Im kleinen Ort Wolfstein findet man Bäcker und Gastronomie, in 3,5 Kilometer Entfernung einen Discounter.

Fazit

Wir haben uns auf dem Platz nicht wohl gefühlt, und das nicht wegen der garstigen Rezeptionistin. Das Gelände ist wenig attraktiv, unschöne Mietgebäude und Dauercampingplätze sowie als Erweiterungsgelände eine ehemalige Kuhwiese lassen das Anwesen insgesamt wenig einladend wirken.

Wegen der hervorragenden Sanitärausstattung kann der Camping Königsberg dann aber noch noch 3 Sterne erreichen.

BurgStadt CampingPark

Kombinierter Wohnmobil- und Campingplatz mit der Besonderheit, dass er speziell für Erwachsene (auch keine Jugendgruppen) konzipiert ist, die einen ausgesprochen ruhigen Platz ohne Animation suchen. Der Platz ist deshalb nicht nur angenehm ruhig, er liegt auch so (die etwas entfernte Straße hört man tagsüber natürlich). Wer einen ruhigen Aufenthalt möchte, ist hier richtig, auch für Übernachtungen (trotz etwas Abstand zur Autobahn) scheint mir der Platz gut geeignet.

Rezeption

Die komplette Abwicklung läuft über das Hotel, an dessen Rezeption man freundlich und professionell empfangen wird, die Abwicklung ist unkompliziert, obgleich man sich Zeit für alle notwendigen Hinweise nimmt.

Sanitär

Sanitäreinrichtungen sind ausreichend vorhanden; Reinigung fand regelmäßig statt, die Anlagen waren sauber und gepflegt.

Gelände

Der terrassierte Platz liegt am Rande von Kastellaun; anhand des Platzplans kann man sich Plätze mit oder ohne Schatten aussuchen; die großzügig dimensionierten Stellplätze sind nahezu eben. Der Untergrund ist verfestigt, sodass auch bei starkem Regen keine Schlammwüste entsteht, Plastikhäringe sind allerdings weniger geeignet.

Die Fläche befand sich in einem guten Pflegezustand.

An jeder Parzelle befinden sich CEE 16A (Strom nach Verbrauch) sowie Frisch- und Abwasseranschlüsse.

Versorgung

An der Rezeption gibt es morgens Brötchen, die man über einen örtlichen Bäcker per E-Mail am Vortag ordern kann.

Kastellaun hat ein gutes Gastronomieangebot, montags wird es allerdings eng.

Das Platzrestaurant mit Außengastronomie bietet ein gepflegtes Bier und eine ansprechende griechische Speisekarte (es gibt nicht nur Gyros).

Das Restaurant Burgwächter am Markt ist ebenfalls einen Besuch wert und hat vor Allem montags geöffnet, man sollte allerdings reservieren.

Im Hotel kann man auch als Campinggast Frühstück buchen, in unmittelbarer Platznähe (fußläufig erreichbar) und im nicht weit entfernten Gewerbegebiet findet man Getränkemarkt, Drogeriemarkt, Supermarkt und Discounter.

WLAN ist kostenlos und funktioniert gut, genau wie du Mobilfunkanbindung.

Umgebung

Fahrrad- und Wanderwege und einen Kletterwald findet man direkt ab dem Platz oder in kurzer Entfernung, das historische Zentrum von Kastellaun ist auch fußläufig erreichbar.