plätze

Camping à la Ferme Pierre Faïn

Herzliche Gastgeber 

Lavendel, Rebstöcke, Äpfel- und Pfirsichsträucher, so präsentiert sich die Einfahrt zum Hof von Melita und Pierre.

Madam Faïn begrüßt uns freundlich mit ein paar Worten Deutsch. Jetzt in der Vorsaison ist der Platz kaum belegt. Ein kommodes schattiges Plätzchen ist also schnell gefunden, quasi inmitten der Vignobles.

Das Gelände ist zweigeteilt. Mehr zu Straße hin die Wiese mit zahlreichen mittelgroßen Bäumen, leicht abschüssig und eher für Zelte oder kleinere Vans geeignet. Weiter unten befinden sich sieben ca. 100 m² messende Plätze für Caravans  oder Wohnmobile. Für die 6 Ampere Strom braucht es den französischen Stecker.

Frische Maulbeeren vom Baum neben unserem Gefährt hatten wir bisher auch noch nicht. Köstlich.


Von hier aus sind es wenige Schritte bis zum Sanitärbereich. Mit je zwei WC’s und Duschen nicht üppig, aktuell kein Problem, bei höherer Belegung sicher. Alles sauber, Warmwasser auch zum Spülen.

Stille, manchmal ein fernes Rauschen von der D94. Sonst nichts. Die Nachtruhe ist vollkommen ungestört.

Wer, wie wir, das Chemieklo im Fahrzeug nutzt, muss zu dessen Entleerung 2 Kilometer nach Mirabel-aux-Baronnies fahren. Dort unterhält die Gemeinde einen kostenlosen Womo-Stellplatz mit Entsorgungsmöglichkeit. Das ist lästig aber machbar.

Zum Einkaufen, Tanken und Bummeln ist man ruckzuck in Nyons. Auf dem Hof werden eigene Produkte direkt verkauft. Man kann sogar Frühstück ordern oder Essen vorbestellen. Die ungewöhnlich hohe Google Durchschnittsbewertung von 4,9 hat sich dieser Camping Ferme ergo durchaus verdient. Nicht mit der Ausstattung, die ist allenfalls drei Sterne wert. Aber die Lage und das Terrain sind Spitze.

Am dritten Tag unseres Aufenthaltes wurden wir von Madame zum Aperitif eingeladen. Es gab köstliche Häppchen, Rosé, Oliven, Käse, Dessert, vieles aus eigenem Anbau. Ein wunderbarer Abend, bewirtet wie gute Freunde. Schade nur, dass wir vorher schon gegessen hatten, in der irrigen Annahme, es gäbe eben nur einen Aperitif. Im Laufe der Gespräche stellte sich heraus, dass unsere Wirtin, die eigentlich Stosse heißt, früher eine renommierte Köchin in St. Tropez war und dort die Reichen und Schönen bekocht hat.

Die Herzlichkeit unserer Gastgeber wirkt sich selbstverständlich auf die Gesamtbewertung aus, die hier nur differenziert erfolgen kann:

2 Sterne für Ausstattung und Sanitär, fünf für das Terrain und die Lage und auch fünf für die Gastgeber. Top.

Nachdem wir einen weiteren Platz in der Gegend kennen und uns andere angesehen haben, ist dieser hier die aktuelle Nr. 1, wenn’s es uns wieder in die Region führt.

Camping Les Ripettes

Camping PLATZ

So groß bemessene Stellplätze haben wir vorher kaum irgendwo angetroffen. Auf der Nr. 19 könnte man beinahe ein Fußballspiel austragen. Selbst die „kleinen“ Pitches sind immer noch mehr als ausreichend, keiner wie der andere, fast alle schattig dank des alten Baumbestands.

Und auch wenn man manchmal den Verkehr von der in der Nähe vorbeiführenden D2 hört, ist Les Ripettes ein sehr ruhiger Platz, nichts für Partycamper, kaum geeignet für Familien, denn auch der Pool ist eher ein Relaxbecken für die im Schnitt tendenziell älteren Gäste. Das passt.

Für einen mit offiziell drei Sternen kategorisierten französischen Camping eher ungewöhnlich: Auf den immer sauberen Sanitäranlagen finden sich WC-Sitze- und Papier, stets gefüllte Seifenspender und reichlich Warmwasser.

Außer den wirklich freundlichen Besitzern sehen wir kein weiteres Personal, Madam et Monsieur sind von früh bis spät am Rackern. Um sieben wird der Pool gereinigt, kurz danach das vorbestellte Brot ausgegeben, Check-out, Rasenmähen, Putzen … Alles immer Proper.

Keine Überraschung, dass sich einige der Nachbarn als Stammgäste erweisen, die, wie wir, ursprünglich eigentlich nur einen Durchreiseplatz gesucht hatten. Gekommen um zu bleiben.

Mit dem 10 Ampere Stromanschluss (CEE) kommen wir gut aus, zum Zapfen des Frischwassers sowie zu einer der zwei Sanitäranlagen ist es nicht weit. 

Sonntags kommt der Pizzawagen, dreimal in der Woche gibt es Fritten und Wurst am Snackkiosk. Zum Einkaufen sind es fünf Minuten mit dem Auto.

Die Mobilfunkversorgung ist mangelhaft, WLAN (kostenlos) nur in der Nähe der Rezeption verfügbar. Digital Detox.

Hier waren wir nicht zum letzten Mal.

Camping à la Ferme de l’Orme

Liberté, Tranquillité, Simplicité

So etwas wie eine Rezeption gibt es nicht, auch keine Webseite. Aline ist telefonisch oder per WhatsApp erreichbar. 


Ab der Einfahrt am besten langsamer als Schritttempo, die Schlaglöcher sind tief. Bei den ersten Wohnwagen stellt sich die Frage, ob das benutzte Stellplätze sind oder ob die weg können. Wir fahren durch bis zu den Nummern 1 bis 4. Nahe am „Sanitärbereich“. Alles für Euch, meint die überaus freundliche Wirtin. Sucht euch was aus, bleibt solange ihr mögt. Gemüse aus eigenem Bioanbau als Willkommensgeschenk.

Wir stehen auf der Wiese am Bach unter hohen Bäumen, haben 10 Ampere Strom, Trinkwasser in kurzer Distanz, Schatten, Licht und reichlich Platz. Mit dem böigem Mistral sind die 30 Grad recht angenehm, für unsere Markise wird’s Zeit, reinzufahren. Die Sanitäranlagen sind sauber und sehr schlicht, warmes Wasser kommt aus den Duschen, sonst bleibt der Zapfhahn kalt, auch zum Spülen.


Gegenüber hinter Hecken und Sträuchern ein paar Dauercamper, deren Etablissements haben auch schon bessere Zeiten gesehen.

Und dennoch oder gerade deswegen: De l’Orme ist bezaubernd, seine Einfachheit besticht den anspruchslosen Gast mit Entspannheit und Ruhe. Zur Schlafenszeit randaliert der Frosch manchmal, soll er doch lieber die Mücken fressen. Ein beachtlich großer Greifvogel hat es auf die Nester der Elstern abgesehen – sehr zu deren Missfallen – und demonstriert waghalsige Flugmanöver über dem Terrain direkt vor unserer Nase. Getier unbekannter Provenienz widmet sich dem draußen stehenden Abfall. Die Katze war’s nicht. Die hat auch Streit mit den Elstern.


Nicht weit vom pulsierenden Leben an der Küste entfernt (5G funzt), genießen wir das touristische Angebot. Und wenn wir des Trubels und der Besichtigungen überdrüssig sind, kehren wir zurück in diese Oase des Friedens.


Camping Le Brouzel

Von den beiden Betreiberinnen wird man herzlich empfangen, und es geht unkompliziert zu.

Das circa 1,4 ha große Areal liegt am Canal de l’Est und wird durch das kleine Flüsschen Brouzel zweigeteilt. Hinter der Einfahrt befinden sich rechts Dauercampingplätze und Mietunterkünfte, links ein zum Bach hin abfallendes Wiesengelände mit unparzellierten Stellplätzen unter Bäumen, auf denen meist ein Höhenausgleich erforderlich ist. Auf dieser Wiese stehen, was immer ganz praktisch ist, wenn man nur übernachtet und nicht die Möbel rauskramen will, Picknicktische.

zum Bach hin abfallendes Wiesengelände, unmittelbar dahinter Dauercampingplätze, rechts im Vordergrund ein Picknicktisch


Das Zugfahrzeug muss gesondert auf dem Parkplatz vor der Schranke abgestellt werden.

Links geht es dann über eine Brücke zum zweiten Platzteil, dieser ist parzelliert. Dauercamper und touristische Stellflächen sind gemischt. Hier gelangt am auch an den Kanal.

Eine Besonderheit für Zeltcamper ist das 750m entfernt am Ufer der Maas gelegene Gelände für „Wildcamping“.

Die Sanitäranlagen – vor der Brücke zum zweiten Platzteil – mit vier Duschen und 6 Toiletten sind funktional, sauber und vollständig ausgestattet. Vier Geschirrspülbecken liegen außen an der Gebäuderückwand.

Strom, pauschal berechnet, kommt über CEE mit 10A, WIFI ist kostenlos und die Mobilfunkversorgung in Ordnung (4G/5G).

Hunde sind erlaubt.

Der Platz ist am Ortsrand gelegen eher ruhig, was auch daran liegen dürfte, dass der Ort selbst nicht gerade vor Leben sprüht. Außer einer früh aufsperrenden Bäckerei (etwa 300m entfernt) gibt es dort keinerlei Infrastruktur, bei gutem Wetter öffnen die Betreiberinnen die Terrasse vor der Rezeption.

Camping Municipal de Tulette

… kaum zu toppen

Jede hier verfasste Rezension ist selbstverständlich subjektiv und beeinflusst von den Gegebenheiten zum Zeitpunkt des Aufenthalts. Wenn alle Umstände perfekt zusammenpassen, fällt die Bewertung folglich entsprechend aus.

Den zahlreichen positiven Google Rezensionen ist kaum etwas hinzuzufügen. Ein unerwartet ruhiger Platz, schließlich liegt er am Dorfrand, man erwartet Straßen- und anderen Lärm. Nichts davon. Wir sind eingelullt vom Duft der Kiefern, propere Sanitärräume, großzügige Stellflächen, Schatten bei 30 Grad Ende Mai. Und dann die Umgebung: Im Umkreis von vielleicht 20 Kilometern etliche lohnenswerte Ziele, jeden Tag irgendwo ein Marché provençal. Mit dem Rad vorbei an Weinfeldern, sie streifen den Horizont. Dazwischen Lavendel, zaghaft beginnend, sich in Bälde kalenderblattfototauglich zu präsentieren, hier und da ein unerwarteter Blick auf den Mont Ventoux. Man ist beeindruckt. 

Abends geht’s zum Aperitif oder Essen drei Gehminuten ins Dorf. Morgendlicher Brotbedarf lässt sich hier auch stillen. Mehr als nur Baguette und Croissants hat der Bäcker neben dem einen Kilometer entfernten U Express. In der anderen Richtung dorfauswärts kann beim Intermarche ebenfalls den täglichen Bedarf decken, hier ist auch die Bank mit dem einzigen lokalen Geldautomaten, der nur während der Öffnungszeiten zugänglich ist.

Betreut wird der Gemeindeplatz von der liebenswerten Madame Valerie. Sie ist die gute Seele, kümmert sich um alles, hält den Laden zusammen und geht jeden Abend an jedem Caravan oder Mobil vorbei, um den Gästen einen bonne soiree zu wünschen.

Zufahrtseitig befindet sich das kommunale kleine Freibad. Es öffnet für die zwei Sommermonate Juli und August, das dürfte mehr Trubel zur Folge haben. Das zum Schwimmbad gehörenden Restaurant ist auch jetzt geöffnet, etwas Schall von dort kommt selten bis zum Platz, stört dann aber nicht weiter. Genausowenig wie die Pétanque Spieler auf der angrenzenden Freifläche. Wie sind ja auf dem Land. 

WLAN gibt’s nicht, 5G manchmal, LTE stabil langsam. Mit dem 6 Ampere Stromanschluss kommen wir hin, unter dem Strich ist das nicht das Ritz hier und das ist auch gut so.

Ein holdes Fleckchen. Immer wieder gerne.

Camping du Marais

Mitten in einem kaum besiedelten, landwirtschaftlich geprägten Umfeld im Burgund liegt dieses Kleinod an einem Teich. In dieser Gegend wird der Crémant de Bourgogne produziert, die Champagne beginnt erst 5 km weiter, deshalb darf er sich nicht Champagner nennen. Renoir hat hier seine Landschaften gemalt.

Aus Norden kommend, führt einen das Navi über eine Straße, die den Namen „Grande Rue“ trägt, aber in dem Fall bezieht sich das Adjektiv nicht auf die Breite, im Gegenteil, sondern auf die Länge. Die Breite wird dann auch ein Thema bei der Platzzufahrt: mit 2,50m wird es für Wohnwagen und Wohnmobile am Tor zu eng werden, Doppelachser sind ohnehin nicht erlaubt.

Hat man das Tor – das übrigens um 22 Uhr geschlossen wird – überwunden, trifft man zunächst auf das kleine, aber mit Allem ausgestattete Sanitärgebäude. Toilettenbrillen, Seife, Papier – alles da, top gepflegt vom freundlichen und sich um alles kümmernden Platzmanager, der zwar nicht alle Fremdsprachen dieser Welt beherrscht, aber perfekt mit seiner Übersetzungsapp klar kommt.

Hier wird auch gespült (außen), Waschmaschine und Trockner, wie üblich gegen Gebühr, gibt es natürlich auch.

Auch bei den Details wurde nachgedacht, Entsorgung und Frischwasser sauber getrennt.

Am Sanitärgebäude vorbei links geht es dann zu den knapp 20 Plätzen, von denen man sich einen aussuchen kann. Es gibt Schatten, Sonne, Halbschatten, 16A CEE-Strom, Wasserzapfstellen, vor allem aber: Ruhe. Um 22 Uhr hört man nichts mehr – und wagt es auch nicht, noch selbst Geräusche zu machen. Auch wenn die Anlage nicht explizit nur für Erwachsene kategorisiert ist: sie ist für Kinder nicht geeignet.

Betreiber des Areals, also einschließlich der Teiche, ist eine Art kommunaler Zweckverband, es ist ein „Camping Municipal“, ohne diese Bezeichnung offiziell zu führen.

Auf dem Gelände des Zweckverbandes liegt ein Gourmet-Restaurant mit Außenterrasse, wenn man sich das leisten will: es lohnt sich.

Das war dann auch die Infrastruktur, Einkäufe jeglicher Art erledigt man in Châtillon-sur-Seine. Wer spät frühstückt, kann – außer montags – auf den mobilen Bäcker warten, der sich gegen 10 Uhr durch Hupen bemerkbar macht.

Außerhalb der Hauptrouten gelegen, aber etwas zum Wiederkommen, zum Runterkommen – Entspannung pur.

Camping d’Olivet

Anreise

Olivet selbst liegt im unmittelbaren Einflussbereich von Orleans, was den Platz für Stadtbesichtigungen interessant macht und zu einer guten Belegung führt, auch außerhalb der Saison empfiehlt es sich daher, hier zu reservieren. Diese Funktion als Durchgangsplatz prägt ein wenig die Atmosphäre.

Man fährt über eine etwas engere Straße (nach der alten Beschilderung „Camping Municipal“) und talabwärts – der 1 ha umfassende Platz liegt am Ufer des Loiret und des Dhuy – und erreicht, wenn man mit seinem Gespann halbwegs umgehen kann, hinter der Brücke den Wartebereich. In der Rezeption ging es wegen einer telefonischen Reservierung schnell, einschließlich der Brötchenvorbestellung für den nächsten Morgen.

Gelände

Die 46 Plätze sind unterschiedlich groß, ganz überwiegend schattig und bieten einen angenehmen Aufenthalt. Etwas Abstriche muss man bei den sehr kleinen Plätzen 17, 18 und 19 und der größeren Nummer 47 machen, sie liegen in der Nähe der Entsorgungsstation und des Müllplatzes, da gibt es Besseres.

Zum Thema Ruhe schreibt der Platz selbst auf seiner Webseite: „Die Abende sind ruhig, ohne Lärmbelästigung, können aber auch lebhaft werden, wenn sich Eltern und Kinder zu einem improvisierten Abend zusammenfinden.“

Hunde sind erlaubt.

Sanitär

Die Sanitäranlagen (unisex) sind zahlenmäßig ausreichend, da gab es nichts zu beanstanden; Waschmaschine und Trockner stehen, wie üblich gegen Gebühr, zur Verfügung.

Versorgung

Wasserzapfstellen sind ausreichend, 16A Strom liefert die CEE-Steckdose. Die Mobilfunkversorgung mit LTE/5G ist in Ordnung, WLAN gibt es nur im Rezeptionsbereich. Am Spätnachmittag öffnet dort auch die Bar und Terrasse, und ab Mai kommt abends ein Foodtruck (es sind wohl verschiedene) vorbei.

Will man weitere Gastronomie genießen oder Einkaufen, muss man fahren, im Ort gibt es einen sehr großen Leclerc mit Tankstelle, aber auch andere Discounter.

Nach Orleans kommt man mit der in 1 Kilometer Entfernung abfahrenden Straßenbahn.

Fazit

Wiederkommen kann man, wenn man ihn als Übernachtungsplatz nutzt, einen längeren Aufenthalt würde ich dort nicht planen.

Camping de la Tour

(Loire Bike & Paddle Camp)

Anreise

Nach dem Verlassen der D geht es über enge und kurvige Straßen hinunter in den Ort, dort Richtung Bahnhof und an diesem vorbei durch eine enge, in einer Kurve geführten Unterquerung der Bahnlinie zum Platzgelände. Die Durchfahrthöhe ist auf 3m begrenzt, eine Alternative gibt es nicht.

An der Rezeption ging es unbürokratisch zu, die Besitzerin empfahl uns ein paar Plätze zur Besichtigung und Auswahl. Unkompliziert und freundlich ging es auch während des weiteren Aufenthaltes zu.

Gelände

Zwischen Bahnlinie und Loire erstreckt sich eine Fläche mit knapp 70 parzellierten und unparzellierten, schattigen und halbschattigen, größeren und kleineren Emplacements mit grasigem Untergrund, die nicht alle über Strom (10A/CEE) verfügen, und dort, wo es ihn gibt, bedarf es manchmal einer Kabelverlängerung. Zur Loire hin ist der Baumbestand üppig, der Fluss liegt also an den wenigsten Stellen direkt im Blickfeld.

Der gesamte Campingplatz ist angenehm und gepflegt, insbesondere im hinteren Bereich (Foto) ein kleines Naturparadies.


Ab 22 Uhr bis 7:30 Uhr morgens ist Platzruhe, die Schranke bleibt geschlossen.

Es ist nachts ruhig – eigentlich. Die Bahnstrecke nämlich verläuft unmittelbar nebenan, und sie dient auch nächtens dem Fernverkehr. Das kann stören, man kann aber auch drüber weg hören.

Hunde sind erlaubt.

Erwähnenswert: Kanu- und Fahrradverleih direkt auf dem Platz.

Sanitärausstattung

Das zentrale Sanitärgebäude ist funktional, zweckmäßig und sauber. Toilettenpapier muss man auch hier mitbringen. Am frühen Morgen werden die zeltenden Fahrradfahrer und Kanuten, die wieder auf Tour wollen, hier schon aktiv, da wurde es schon mal etwas voller.

Versorgung

Die Mobilfunkversorgung mit 5G/LTE ist in Ordnung, WLAN gibt es kostenlos. Die Gäste können Getränke, Brot oder auch ein komplettes (französisches) Frühstück bestellen. Das gibt es um 08:30 Uhr, oder eben dann, wenn es fertig ist, auch die Zeitrechnung ist französisch.

Der Ort hat in Sachen Lebensmittel wenig zu bieten, einen netten Eindruck machte der Biergarten des Café du Hâvre.

Fazit

Geeignet als Übernachtungsplatz, wenn man die Bahn überhören kann. Für einen längeren Aufenthalt wird es unser Ziel nicht.

Camping des Dunes

… der Atlantik rauscht …

Anreise

Die Anfahrt über Pont-l’Abbé ist, bis auf die üblichen Kreisverkehre und Tempo-30-Drempel, unproblematisch, vor dem Eingang selbst, aber auch im Einfahrtsbereich gibt es eine Wartespur.

Außerhalb der Saison gab es frei Platzwahl, gesperrte Platzbereiche und reservierte Flächen sind gekennzeichnet. Dann die Anmeldung, völlig unkompliziert. Das Personal sehr freundlich, das zog sich über den gesamten Aufenthalt hin.

Gelände

Nummerierte und überwiegend parzellierte Rasen-Plätze, teilweise schattig unter Bäumen, teilweise sonnig – man hat die Auswahl auf diesem mit Hecken, Baumen und Beeten gestalteten und gut gepflegtem Gelände. Die Mobilheime sind in Randlage aufgestellt und stören die Camping-Atmosphäre nicht.

Am Platzende geht es durch ein Törchen über die Düne zum Strand, das sind etwa 200m bis zum Atlantik. Über den Küstenweg ist auch der Ort zu erreichen.

Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht.

Es ist meistens tagsüber und nachts ruhig, der unmittelbar benachbarte Platz wirkte etwas trubeliger, ab und zu hört man von dort etwas davon, ansonsten aber nur das Rauschen des Ozeans (auf dem Nachbarplatz gibt es wohl in der Hauptsaison Animation, die dann auch hörbar ist – in der Vorsaison war das nicht wahrnehmbar).

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind teilweise erneuert, funktional und immer sauber. Allerdings erfolgt die Öffnung nach Belegung, es kann knapp werden.

Toilettenpapier bringt der Gast mit, was in den Toiletten im neueren Gebäude fehlt, ist eine Ablage, man muss alles auf den Boden stellen, das sollte man nachbessern.

Versorgung

Strom fließt mit 10A CEE, teilweise reicht das Standard-25m-Kabel nicht aus (Verlängerungen kann man entleihen). Das kostenpflichtige WLAN wurde nicht getestet, weil die Mobilfunkverbindung mit 5G völlig ausreichte.

An der Rezeption gibt es Eis und Getränke, keinen Brötchenservice, in den umliegenden Orten aber Bäckereien (montags geschlossen). Die üblichen Supermärkte verteilen sich in der Umgebung, der nächste und bestsortierte ist der Super U.

In der Saison kommen dreimal pro Woche drei unterschiedliche Food-Trucks. Restaurants und ein teures, aber empfehlenswertes Eisgeschäft in Lesconil.

Umgebung

Die umliegenden Orte sind, bis auf Loctudy vielleicht, einen Trip wert.

Bei schönem Wetter sollte man das mediterrane Hafen-Flair von Sainte Marine genießen, erreichbar entweder mit dem Auto über Pont-l’Abbé oder über Loctudy mit der Fähre (nur Fußgänger und Fahrräder).

Camping Le Val aux Fées

Anreise

Nachdem wir den unmittelbar in der Nähe liegenden Platz in Paimpont (Camping Municipal) nach kurzer Besichtigung wegen der Atmosphäre und des Trubels in der Umgebung schnell verlassen hatten, fanden wir hier die geeignete Fläche für eine Übernachtung.

Die Rezeption war, wegen Mittagspause, bis 15 Uhr geschlossen, kurz nach 2 entdeckte uns jedoch eine Mitarbeiterin und checkte uns außerplanmäßig ein, das gibt ein Plus bei der Bewertung.

Gelände

Die ca. 70 Rasen-Plätze sind naturbelassen, gepflegt und großzügig bemessen, für fast alle gibt es 10A Strom und ausreichend Wasserzapfstellen. Die Meisten sind allerdings in irgendeiner Weise schräg, man muss also ausgleichen. Bei denjenigen am hinteren Platzrand dürfte das selbst mit Auffahrkeilen oder Kissen sehr schwierig werden, bei den anderen ist es machbar.

Ein Boule- und ein Tennisplatz können von den Gästen genutzt werden.

Baumbestand ist unterschiedlich, man kann schattig oder sonnig stehen.

Hunde sind erlaubt.

Sanitärausstattung

Das zentrale (unbeheizte) Sanitärgebäude ist deutlich in die Jahre gekommen. Es war zwar alles sauber, aber die gesamte Anlage bedürfte handwerklicher Zuwendung: lose Toilettendeckel, nicht richtig schließende Türen, Drucktaster in der Dusche funktionierten nicht immer, Wassertemperatur nicht regulierbar.

Toilettenpapier muss man, wie häufig in Frankreich, mitbringen.

Versorgung

Die Mobilfunkversorgung mit LTE/5G ist in Ordnung, WLAN gibt es nur an der Rezeption, die zur Bar mutiert und auch Getränke und abends Kleinigkeiten (Convenience) anbietet. Einen Brötchenservice gibt es nicht, die möglicherweise im Dorf dafür geeigneten Einrichtungen waren geschlossen. Die gastronomische Infrastruktur dort ist ebenfalls begrenzt.

Mauron, 5 km entfernt, bietet Supermarkt und Gastronomie.

Fazit

Man kann wiederkommen, als Übernachtungsplatz bleibt er auf der Liste, für einen längeren Aufenthalt eher nicht.



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