Camping Le Brouzel

Von den beiden Betreiberinnen wird man herzlich empfangen, und es geht unkompliziert zu.

Das circa 1,4 ha große Areal liegt am Canal de l’Est und wird durch das kleine Flüsschen Brouzel zweigeteilt. Hinter der Einfahrt befinden sich rechts Dauercampingplätze und Mietunterkünfte, links ein zum Bach hin abfallendes Wiesengelände mit unparzellierten Stellplätzen unter Bäumen, auf denen meist ein Höhenausgleich erforderlich ist. Auf dieser Wiese stehen, was immer ganz praktisch ist, wenn man nur übernachtet und nicht die Möbel rauskramen will, Picknicktische.

zum Bach hin abfallendes Wiesengelände, unmittelbar dahinter Dauercampingplätze, rechts im Vordergrund ein Picknicktisch


Das Zugfahrzeug muss gesondert auf dem Parkplatz vor der Schranke abgestellt werden.

Links geht es dann über eine Brücke zum zweiten Platzteil, dieser ist parzelliert. Dauercamper und touristische Stellflächen sind gemischt. Hier gelangt am auch an den Kanal.

Eine Besonderheit für Zeltcamper ist das 750m entfernt am Ufer der Maas gelegene Gelände für „Wildcamping“.

Die Sanitäranlagen – vor der Brücke zum zweiten Platzteil – mit vier Duschen und 6 Toiletten sind funktional, sauber und vollständig ausgestattet. Vier Geschirrspülbecken liegen außen an der Gebäuderückwand.

Strom, pauschal berechnet, kommt über CEE mit 10A, WIFI ist kostenlos und die Mobilfunkversorgung in Ordnung (4G/5G).

Hunde sind erlaubt.

Der Platz ist am Ortsrand gelegen eher ruhig, was auch daran liegen dürfte, dass der Ort selbst nicht gerade vor Leben sprüht. Außer einer früh aufsperrenden Bäckerei (etwa 300m entfernt) gibt es dort keinerlei Infrastruktur, bei gutem Wetter öffnen die Betreiberinnen die Terrasse vor der Rezeption.

Camping du Marais

Mitten in einem kaum besiedelten, landwirtschaftlich geprägten Umfeld im Burgund liegt dieses Kleinod an einem Teich. In dieser Gegend wird der Crémant de Bourgogne produziert, die Champagne beginnt erst 5 km weiter, deshalb darf er sich nicht Champagner nennen. Renoir hat hier seine Landschaften gemalt.

Aus Norden kommend, führt einen das Navi über eine Straße, die den Namen „Grande Rue“ trägt, aber in dem Fall bezieht sich das Adjektiv nicht auf die Breite, im Gegenteil, sondern auf die Länge. Die Breite wird dann auch ein Thema bei der Platzzufahrt: mit 2,50m wird es für Wohnwagen und Wohnmobile am Tor zu eng werden, Doppelachser sind ohnehin nicht erlaubt.

Hat man das Tor – das übrigens um 22 Uhr geschlossen wird – überwunden, trifft man zunächst auf das kleine, aber mit Allem ausgestattete Sanitärgebäude. Toilettenbrillen, Seife, Papier – alles da, top gepflegt vom freundlichen und sich um alles kümmernden Platzmanager, der zwar nicht alle Fremdsprachen dieser Welt beherrscht, aber perfekt mit seiner Übersetzungsapp klar kommt.

Hier wird auch gespült (außen), Waschmaschine und Trockner, wie üblich gegen Gebühr, gibt es natürlich auch.

Auch bei den Details wurde nachgedacht, Entsorgung und Frischwasser sauber getrennt.

Am Sanitärgebäude vorbei links geht es dann zu den knapp 20 Plätzen, von denen man sich einen aussuchen kann. Es gibt Schatten, Sonne, Halbschatten, 16A CEE-Strom, Wasserzapfstellen, vor allem aber: Ruhe. Um 22 Uhr hört man nichts mehr – und wagt es auch nicht, noch selbst Geräusche zu machen. Auch wenn die Anlage nicht explizit nur für Erwachsene kategorisiert ist: sie ist für Kinder nicht geeignet.

Betreiber des Areals, also einschließlich der Teiche, ist eine Art kommunaler Zweckverband, es ist ein „Camping Municipal“, ohne diese Bezeichnung offiziell zu führen.

Auf dem Gelände des Zweckverbandes liegt ein Gourmet-Restaurant mit Außenterrasse, wenn man sich das leisten will: es lohnt sich.

Das war dann auch die Infrastruktur, Einkäufe jeglicher Art erledigt man in Châtillon-sur-Seine. Wer spät frühstückt, kann – außer montags – auf den mobilen Bäcker warten, der sich gegen 10 Uhr durch Hupen bemerkbar macht.

Außerhalb der Hauptrouten gelegen, aber etwas zum Wiederkommen, zum Runterkommen – Entspannung pur.

Camping d’Olivet

Anreise

Olivet selbst liegt im unmittelbaren Einflussbereich von Orleans, was den Platz für Stadtbesichtigungen interessant macht und zu einer guten Belegung führt, auch außerhalb der Saison empfiehlt es sich daher, hier zu reservieren. Diese Funktion als Durchgangsplatz prägt ein wenig die Atmosphäre.

Man fährt über eine etwas engere Straße (nach der alten Beschilderung „Camping Municipal“) und talabwärts – der 1 ha umfassende Platz liegt am Ufer des Loiret und des Dhuy – und erreicht, wenn man mit seinem Gespann halbwegs umgehen kann, hinter der Brücke den Wartebereich. In der Rezeption ging es wegen einer telefonischen Reservierung schnell, einschließlich der Brötchenvorbestellung für den nächsten Morgen.

Gelände

Die 46 Plätze sind unterschiedlich groß, ganz überwiegend schattig und bieten einen angenehmen Aufenthalt. Etwas Abstriche muss man bei den sehr kleinen Plätzen 17, 18 und 19 und der größeren Nummer 47 machen, sie liegen in der Nähe der Entsorgungsstation und des Müllplatzes, da gibt es Besseres.

Zum Thema Ruhe schreibt der Platz selbst auf seiner Webseite: „Die Abende sind ruhig, ohne Lärmbelästigung, können aber auch lebhaft werden, wenn sich Eltern und Kinder zu einem improvisierten Abend zusammenfinden.“

Hunde sind erlaubt.

Sanitär

Die Sanitäranlagen (unisex) sind zahlenmäßig ausreichend, da gab es nichts zu beanstanden; Waschmaschine und Trockner stehen, wie üblich gegen Gebühr, zur Verfügung.

Versorgung

Wasserzapfstellen sind ausreichend, 16A Strom liefert die CEE-Steckdose. Die Mobilfunkversorgung mit LTE/5G ist in Ordnung, WLAN gibt es nur im Rezeptionsbereich. Am Spätnachmittag öffnet dort auch die Bar und Terrasse, und ab Mai kommt abends ein Foodtruck (es sind wohl verschiedene) vorbei.

Will man weitere Gastronomie genießen oder Einkaufen, muss man fahren, im Ort gibt es einen sehr großen Leclerc mit Tankstelle, aber auch andere Discounter.

Nach Orleans kommt man mit der in 1 Kilometer Entfernung abfahrenden Straßenbahn.

Fazit

Wiederkommen kann man, wenn man ihn als Übernachtungsplatz nutzt, einen längeren Aufenthalt würde ich dort nicht planen.

Camping de la Tour

(Loire Bike & Paddle Camp)

Anreise

Nach dem Verlassen der D geht es über enge und kurvige Straßen hinunter in den Ort, dort Richtung Bahnhof und an diesem vorbei durch eine enge, in einer Kurve geführten Unterquerung der Bahnlinie zum Platzgelände. Die Durchfahrthöhe ist auf 3m begrenzt, eine Alternative gibt es nicht.

An der Rezeption ging es unbürokratisch zu, die Besitzerin empfahl uns ein paar Plätze zur Besichtigung und Auswahl. Unkompliziert und freundlich ging es auch während des weiteren Aufenthaltes zu.

Gelände

Zwischen Bahnlinie und Loire erstreckt sich eine Fläche mit knapp 70 parzellierten und unparzellierten, schattigen und halbschattigen, größeren und kleineren Emplacements mit grasigem Untergrund, die nicht alle über Strom (10A/CEE) verfügen, und dort, wo es ihn gibt, bedarf es manchmal einer Kabelverlängerung. Zur Loire hin ist der Baumbestand üppig, der Fluss liegt also an den wenigsten Stellen direkt im Blickfeld.

Der gesamte Campingplatz ist angenehm und gepflegt, insbesondere im hinteren Bereich (Foto) ein kleines Naturparadies.


Ab 22 Uhr bis 7:30 Uhr morgens ist Platzruhe, die Schranke bleibt geschlossen.

Es ist nachts ruhig – eigentlich. Die Bahnstrecke nämlich verläuft unmittelbar nebenan, und sie dient auch nächtens dem Fernverkehr. Das kann stören, man kann aber auch drüber weg hören.

Hunde sind erlaubt.

Erwähnenswert: Kanu- und Fahrradverleih direkt auf dem Platz.

Sanitärausstattung

Das zentrale Sanitärgebäude ist funktional, zweckmäßig und sauber. Toilettenpapier muss man auch hier mitbringen. Am frühen Morgen werden die zeltenden Fahrradfahrer und Kanuten, die wieder auf Tour wollen, hier schon aktiv, da wurde es schon mal etwas voller.

Versorgung

Die Mobilfunkversorgung mit 5G/LTE ist in Ordnung, WLAN gibt es kostenlos. Die Gäste können Getränke, Brot oder auch ein komplettes (französisches) Frühstück bestellen. Das gibt es um 08:30 Uhr, oder eben dann, wenn es fertig ist, auch die Zeitrechnung ist französisch.

Der Ort hat in Sachen Lebensmittel wenig zu bieten, einen netten Eindruck machte der Biergarten des Café du Hâvre.

Fazit

Geeignet als Übernachtungsplatz, wenn man die Bahn überhören kann. Für einen längeren Aufenthalt wird es unser Ziel nicht.

Camping des Dunes

… der Atlantik rauscht …

Anreise

Die Anfahrt über Pont-l’Abbé ist, bis auf die üblichen Kreisverkehre und Tempo-30-Drempel, unproblematisch, vor dem Eingang selbst, aber auch im Einfahrtsbereich gibt es eine Wartespur.

Außerhalb der Saison gab es frei Platzwahl, gesperrte Platzbereiche und reservierte Flächen sind gekennzeichnet. Dann die Anmeldung, völlig unkompliziert. Das Personal sehr freundlich, das zog sich über den gesamten Aufenthalt hin.

Gelände

Nummerierte und überwiegend parzellierte Rasen-Plätze, teilweise schattig unter Bäumen, teilweise sonnig – man hat die Auswahl auf diesem mit Hecken, Baumen und Beeten gestalteten und gut gepflegtem Gelände. Die Mobilheime sind in Randlage aufgestellt und stören die Camping-Atmosphäre nicht.

Am Platzende geht es durch ein Törchen über die Düne zum Strand, das sind etwa 200m bis zum Atlantik. Über den Küstenweg ist auch der Ort zu erreichen.

Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht.

Es ist meistens tagsüber und nachts ruhig, der unmittelbar benachbarte Platz wirkte etwas trubeliger, ab und zu hört man von dort etwas davon, ansonsten aber nur das Rauschen des Ozeans (auf dem Nachbarplatz gibt es wohl in der Hauptsaison Animation, die dann auch hörbar ist – in der Vorsaison war das nicht wahrnehmbar).

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind teilweise erneuert, funktional und immer sauber. Allerdings erfolgt die Öffnung nach Belegung, es kann knapp werden.

Toilettenpapier bringt der Gast mit, was in den Toiletten im neueren Gebäude fehlt, ist eine Ablage, man muss alles auf den Boden stellen, das sollte man nachbessern.

Versorgung

Strom fließt mit 10A CEE, teilweise reicht das Standard-25m-Kabel nicht aus (Verlängerungen kann man entleihen). Das kostenpflichtige WLAN wurde nicht getestet, weil die Mobilfunkverbindung mit 5G völlig ausreichte.

An der Rezeption gibt es Eis und Getränke, keinen Brötchenservice, in den umliegenden Orten aber Bäckereien (montags geschlossen). Die üblichen Supermärkte verteilen sich in der Umgebung, der nächste und bestsortierte ist der Super U.

In der Saison kommen dreimal pro Woche drei unterschiedliche Food-Trucks. Restaurants und ein teures, aber empfehlenswertes Eisgeschäft in Lesconil.

Umgebung

Die umliegenden Orte sind, bis auf Loctudy vielleicht, einen Trip wert.

Bei schönem Wetter sollte man das mediterrane Hafen-Flair von Sainte Marine genießen, erreichbar entweder mit dem Auto über Pont-l’Abbé oder über Loctudy mit der Fähre (nur Fußgänger und Fahrräder).

Camping Le Val aux Fées

Anreise

Nachdem wir den unmittelbar in der Nähe liegenden Platz in Paimpont (Camping Municipal) nach kurzer Besichtigung wegen der Atmosphäre und des Trubels in der Umgebung schnell verlassen hatten, fanden wir hier die geeignete Fläche für eine Übernachtung.

Die Rezeption war, wegen Mittagspause, bis 15 Uhr geschlossen, kurz nach 2 entdeckte uns jedoch eine Mitarbeiterin und checkte uns außerplanmäßig ein, das gibt ein Plus bei der Bewertung.

Gelände

Die ca. 70 Rasen-Plätze sind naturbelassen, gepflegt und großzügig bemessen, für fast alle gibt es 10A Strom und ausreichend Wasserzapfstellen. Die Meisten sind allerdings in irgendeiner Weise schräg, man muss also ausgleichen. Bei denjenigen am hinteren Platzrand dürfte das selbst mit Auffahrkeilen oder Kissen sehr schwierig werden, bei den anderen ist es machbar.

Ein Boule- und ein Tennisplatz können von den Gästen genutzt werden.

Baumbestand ist unterschiedlich, man kann schattig oder sonnig stehen.

Hunde sind erlaubt.

Sanitärausstattung

Das zentrale (unbeheizte) Sanitärgebäude ist deutlich in die Jahre gekommen. Es war zwar alles sauber, aber die gesamte Anlage bedürfte handwerklicher Zuwendung: lose Toilettendeckel, nicht richtig schließende Türen, Drucktaster in der Dusche funktionierten nicht immer, Wassertemperatur nicht regulierbar.

Toilettenpapier muss man, wie häufig in Frankreich, mitbringen.

Versorgung

Die Mobilfunkversorgung mit LTE/5G ist in Ordnung, WLAN gibt es nur an der Rezeption, die zur Bar mutiert und auch Getränke und abends Kleinigkeiten (Convenience) anbietet. Einen Brötchenservice gibt es nicht, die möglicherweise im Dorf dafür geeigneten Einrichtungen waren geschlossen. Die gastronomische Infrastruktur dort ist ebenfalls begrenzt.

Mauron, 5 km entfernt, bietet Supermarkt und Gastronomie.

Fazit

Man kann wiederkommen, als Übernachtungsplatz bleibt er auf der Liste, für einen längeren Aufenthalt eher nicht.



Camping Château La Garenne

schwer zu beschreiben …

Wie beschreibt man einen Campingplatz, der eigentlich kein Campingplatz ist?

Durch eine Kastanienallee fährt man auf das „Chateau“ zu, das dem Platz einen Teil seines Namens gibt. Es ist ein Bauteil eines ursprünglich dreigliedrigen Gebäudes. Umgeben ist es von den nicht mehr vollständig erhaltenen ehemaligen Wirtschaftsgebäuden der nahegelegenen, aufgegebenen Abtei, die die Mönche von Mont St. Michel gegründet hatten. Das Chateau selbst soll im 18. Jh. erbaut worden sein, damit die Kinder des Königs standesgemäß untergebracht waren, während sie ihre Ausbildung durch die Mönche erhielten.

ehemalige Abtei, jetzt kommerziell genutzt


Man befindet sich in der „normannischen Schweiz“, die Anfahrt geht bergauf und -ab, und im Einfluss des Atlantik-Klimas. Der Platz ist, wohl aus diesem Grund, ganzjährig anfahrbar.

Die Besitzerin des Anwesens nutzt es landwirtschaftlich, sie züchtet schottische Highland-Ponies, und bis auf fünf Katzen gibt es kein weiteres Getier.

… in der Nacht zuvor geboren …

Auf Reservierungsanfragen über die Webseite kommt nicht zwingend eine Antwort, man fährt auf gut Glück hin. Hat man die erwähnte Kastanienallee befahren, guckt man mal nach, ob jemand zuhause ist. Die englische Besitzerin, mit ihrer herzlichen Art zeigt dann das Gelände, man stellt sich irgendwo hin, es gibt keine festen Plätze, keine Markierungen und auch sonst nichts, was an einen Campingplatz erinnert. Die Frage, wie lange man zu bleiben gedenkt, stellt niemand – man bleibt, bis man wieder fährt.

Strom musste gesplittet werden (wir waren mit zwei Fahrzeugen unterwegs, bei unserer Ankunft reiste gerade ein Wohnmobil ab, sonst war niemand da). Im ersten Stock des Gebäudes, in dem die Ferienwohnung liegt, ist ein Bad mit Dusche und WC, das nutzt man mit. Kein Luxus, keine weitere Infrastruktur.

Das alles funktioniert, weil die maximal fünf Stellplätze vermutlich nie auf einmal belegt sind.

Absolute Ruhe, tagsüber und nachts, bis auf den Umstand natürlich, dass so ein Pferd schonmal wiehert.

Der Ort ist nur 1,5 km entfernt, hier gibt es Bäcker und Discounter.

Um diesen Platz zu verstehen, sollte man ausnahmsweise die Rezensionen lesen. Das ist nichts für Jeden, kein Komfort-Camping, und nach meiner Meinung völlig ungeeignet für Familienferien. Ruhesuchende Alleinreisende oder Paare (auch mit tierischem Anhang) können sich hier aber wohlfühlen.


Zu diesem Platz, der keiner ist, gibt es kein Fazit, aber wenn ich nochmal in der Gegend bin, fahre ich hin.




Camping du Château Bertangles

Ein eigentlich schöner Platz, der gleichwohl wegen des Sanitärs nur 3 Sterne bekommen kann.

Der Empfang ist freundlich, an der Rezeption kann man für den nächsten Morgen auch Backwaren bestellen.


Das parkähnliche Gelände bietet mit seinen alten Bäumen sonnige, halbschattige und einige ganztags schattige Plätze, die am Platz vorbeiführende Straße ist nachts eher wenig befahren, die Stellplätze sind teilweise geräumig und man steht auf Rasen, der auch beim Regen nutzbar ist. Es wäre also ein schöner Aufenthalt. Allerdings kam es einmal vor, dass auf diesem gerne als Durchgangsplatz (Entfernung zur Autobahn 10 Minuten) genutzten Areal mehr Fahrzeuge anreisten, als (auf dem offiziellen Platzplan) ausgewiesene Stellplätze verfügbar waren. Man quetschte sich dann einfach irgendwo hin. Dies führte zu einer Überbelegung um fast ein Drittel, was nicht nur die Platz-Atmosphäre zerstörte, sondern vor allem die Leistungsfähigkeit der ohnehin nicht üppigen Sanitäranlagen (es gibt nur WCs, keine Urinale) überforderte, die trotz dieser Überbelegung nur einmal täglich „unter Wasser gesetzt“ wurden – ein Hinweis, der auch schon in verschiedenen Rezensionen zu finden ist.

Die Toiletten wurden durch Vorwand-Installationen modernisiert, was sie allerdings ein wenig eng macht.

Die Stromsäulen bieten CEE-Anschlüsse von 10A, 25m Kabel reichen allerdings nicht überall aus, Wasserzapfstellen sind ausreichend vorhanden. Kostenloses WLAN gab es nicht, aber eine zufriedenstellende Mobilfunkversorgung.

Unmittelbar im Ort findet man keine Versorgungsmöglichkeiten.

Campingpark Kerstgenshof

Man reist über die Marienborner Straße an, die relativ nah am Platz vorbei führt und, je nach Windrichtung, dort auch zu hören ist. Die Zufahrt gestaltet sich unproblematisch, Warteflächen sind vorhanden, Automaten-CheckIn bietet sich an, wenn man gebucht hat. Das gilt für den touristischen Campingbereich, zum parzellierten Wohnmobilstellplatz geht es ohne Schranke an der Rezeption, an der man sich bis 20 Uhr, bei späterer Ankunft am nächsten Morgen anmeldet, vorbei.

Der größere Teil des Geländes ist einem gesonderten Bereich für Dauercamper vorbehalten, die Touristen bleiben auf den einzelnen Feldern, auf denen die Plätze (in drei Größen, 100, 120 und 150 qm) überwiegend nicht weiter parzelliert sind, für sich.

Die Felder sind nach Interessengruppen aufgeteilt, das ist nicht zwingend, aber hilfreich bei der Auswahl. Ein Feld ist eher für Gäste ohne Kinder, andere hingegen ausdrücklich für Familien vorgesehen.

Auch diese Einrichtung gehört zur Vereinigung der „Premium-Camps“ (in diesem Blog sind zwei weitere beschrieben). Das Qualitäts- und Angebotsniveau ist entsprechend. Strom gibt es für jeden Gast (16A CEE – Abrechnung nach Verbrauch), Wasserzapfstellen sind ausreichend vorhanden und die Entfernung zu einem der beiden Sanitärgebäude ist überwindbar. Die Sanitäreinrichtungen sind qualitativ hervorzuheben, und auch deren Sauberkeit genügt höheren Ansprüchen. Der Warmwasserverbrauch wird über Chipkarte abgerechnet. Mietbäder stehen zur Verfügung. Für Kassettentoiletten gibt es eine Entsorgungsstation am Sanitärhaus, aber auch CamperClean .

WLAN und Mobilfunk (5G) stellen die Verbindung zur Außenwelt sicher. Fahrradgarage mit Ladestation, Fahrrad- und E-Chopper-Verleih, Bücherstube, Tischtennis, Boule, Natur- und Wasserspielplatz – das Freizeitangebot ist umfassend, und das zu viel Aktivität ist: in oder vor der Platzgastronomie (in der es, außer im Winter, morgens auch Brötchen gibt) sitzt man ganz nett. Das gilt aber auch für die Römerstadt Xanten und den Wallfahrtsort Kevelaer, die beide etwa gleich weit entfernt sind.

Camping Südeifel

Gelände

Die Anlage liegt am Ortsrand von Irrel im Tal der Prüm – Fluch und Segen zugleich. Sie war massiv vom Eifel-Hochwasser 2021 (in den Medien fälschlicherweise verkürzt als „Ahrhochwasser“ bezeichnet) betroffen. Die Wege des Platzes sind wieder hergestellt, er besteht allerdings überwiegend aus einer Wiesenfläche mit noch zwecks teilweiser Parzellierung jungem angepflanzten Bewuchs.

Schatten bietet also nur morgens im hinteren Bereich der Berghang auf der anderen Seite der Prüm.


Bis auf die L-Plätze (oben von der gegenüberliegenden Flussseite aus fotografiert) geht es am Fluss entlang eher knapp zu, vor allem, wenn man sein Zugfahrzeug noch unterbringen möchte. Deshalb stellt man sich mit Markise oder Vorzelt Richtung Wasser und gewinnt dadurch etwas Raumgefühl. Die – nicht am Wasser liegenden – Wohnmobilplätze wirken großzügiger.

Dauercamper gibt es hier nicht, aber ein paar hochwassersicher platzierte Glamping-Zelte.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind nach der Flut erneuert worden. Allerdings kommen sie bei Vollbelegung quantitativ an ihre Grenzen. Ein auf dem Platzplan eingezeichnetes und auch notwendiges Sanitärgebäude im hinteren Platzbereich war noch nicht im Bau.

Gespült wird, wenn auch überdacht, nur draußen, und Kassettenentsorgung geht über CamperClean. Waschmaschine und Trockner können, wie üblich, gegen Gebühr genutzt werden.

Versorgung

Wasser ist platznah zapfbar. Für den Strom (16A/CEE) erschien es auf einigen Plätzen so, dass das Standard-25m-Kabel zu kurz sein könnte.

Mobilfunk funktioniert. Der Platz bietet keinen Brötchenservice, in Irrel gibt es aber einen Bäcker, der morgens früh öffnet. Der kleine Ort hat auch alle anderen Einkaufsmöglichkeiten, deren Vorhandensein angesichts der Ortsgröße nur mit dem Einkaufsverhalten der luxemburgischen Nachbarn erklärbar ist.

Am Platz selbst ist ein Platzrestaurant, aber auch im Ort gibt es kein gastronomisches Defizit.

Umgebung

Die Südeifel ist ein vielfältiges Wanderrevier.

Destinationen gibt es viele, hervorzuheben sind natürlich die Wanderrouten rund um die Teufelsschlucht, die Wolfsschlucht oder solche längs der Sauer und Prüm. Erwähnt werden muss, dass noch nicht alle Brücken und Wege nach den Flutschäden wieder hergestellt sind.

Diesel- und Nikotinabhängige erreichen in fünf Minuten mit dem Auto Luxemburg; Trier und Bitburg sind in etwa eine halbe Stunde entfernt.

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