gewichte

Für Zulassung, Fahrerlaubnis und Verkehrsregeln spielen verschiedene Gewichtsangaben eine Rolle:

  • die zulässige Gesamtmasse des Fahrzeuges (zGM), ersichtlich aus F.2 der Zulassungsbescheinigung II (ZB); das ist das Gewicht, das das Fahrzeug im Betrieb einschließlich Gepäck und Zuladung und Personen tatsächlich maximal haben darf
  • die Achslasten, die einzeln ebenfalls nicht überschritten werden dürfen, möglicherweise aber in der Summe höher sind als die zGM (die dann trotzdem nicht überschritten werden darf)
  • die technisch zulässige Gesamtmasse (steht nicht in der ZB II), die auch bei Auflastung nicht überschritten werden darf und deshalb zur Folge haben kann, dass im Rahmen der Auflastung die Achslasten nach unten korrigiert werden
  • die Leermasse (Leergewicht), eigentlich ein mehr theoretischer, nach bestimmten Regeln ermittelter Wert, der fast nur relevant ist, um bei Fahrzeugen bis 3,5 t im Anhängerbetrieb mit 100er-Zulassung zu ermitteln, ob der Anhänger tatsächlich mit Tempo 100 gezogen werden darf. Ansonsten sind die in den Foren zu findenden Erklärungen zum Leergewicht wenig hilfreich, da sie teilweise den Eindruck erwecken, dass die für seine Berechnung herangezogenen Parameter später noch einmal zur zGM addiert werden dürften. Das ist jedoch nicht der Fall, die zGM ist in jedem Falle die Obergrenze
  • die Anhängelast in O.1/O.2 der ZB gibt an, welches tatsächliche Gewicht ein gezogener Anhänger haben darf; für Fahrerlaubnisse, Geschwindigkeitsbeschränkungen u. ä. zählt allerdings nicht das tatsächliche Gewicht, sondern die zGM des Anhängers
  • in manchen Zulassungen oder zumindest in der COC-Bescheinigung findet sich auch noch die Gesamtzugmasse, also die Addition der zGM einer Fahrzeugkombination; hier ist zu beachten, dass sich bei einer Auflastung dieser Wert meist nicht ändert, was dazu führt, dass bei höherer zGM die Anhängelast geringer wird

Eine Auflastung hat als Ergebnis die Änderung des Eintrages der zGM des Fahrzeuges. Dabei kann es sich um eine reine „Dokumentenauflastung“ ohne technische Änderungen am Fahrzeug oder um eine solche mit technischen Änderungen handeln.

In jedem Falle ist es erforderlich, zunächst mit dem aufgelasteten Fahrzeug oder der Herstellerbescheinigung (Unbedenklichkeitsbestätigung) eine Prüfstelle (TÜV, DEKRA) aufzusuchen, danach können bei der Zulassungsbehörde die Fahrzeugpapiere geändert werden.

Da die Auflastung (oder eine Ablastung) zu einer Änderung der zulässigen Gesamtmasse führt, ändern sich insbesondere dann, wenn die neue zulässige Gesamtmasse über 3,5 t (oder 7,5 t) liegt, Bedingungen und Regeln, zum Beispiel Steuer, Versicherung, HU-Rhythmus, Fahrerlaubnis, Regeln für den Anhängerbetrieb, Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Weitergehende Information zur Auflastung findet man beispielsweise auf der Seite camper.help.