Camping à la Ferme Pierre Faïn

Herzliche Gastgeber 

Lavendel, Rebstöcke, Äpfel- und Pfirsichsträucher, so präsentiert sich die Einfahrt zum Hof von Melita und Pierre.

Madam Faïn begrüßt uns freundlich mit ein paar Worten Deutsch. Jetzt in der Vorsaison ist der Platz kaum belegt. Ein kommodes schattiges Plätzchen ist also schnell gefunden, quasi inmitten der Vignobles.

Das Gelände ist zweigeteilt. Mehr zu Straße hin die Wiese mit zahlreichen mittelgroßen Bäumen, leicht abschüssig und eher für Zelte oder kleinere Vans geeignet. Weiter unten befinden sich sieben ca. 100 m² messende Plätze für Caravans  oder Wohnmobile. Für die 6 Ampere Strom braucht es den französischen Stecker.

Frische Maulbeeren vom Baum neben unserem Gefährt hatten wir bisher auch noch nicht. Köstlich.


Von hier aus sind es wenige Schritte bis zum Sanitärbereich. Mit je zwei WC’s und Duschen nicht üppig, aktuell kein Problem, bei höherer Belegung sicher. Alles sauber, Warmwasser auch zum Spülen.

Stille, manchmal ein fernes Rauschen von der D94. Sonst nichts. Die Nachtruhe ist vollkommen ungestört.

Wer, wie wir, das Chemieklo im Fahrzeug nutzt, muss zu dessen Entleerung 2 Kilometer nach Mirabel-aux-Baronnies fahren. Dort unterhält die Gemeinde einen kostenlosen Womo-Stellplatz mit Entsorgungsmöglichkeit. Das ist lästig aber machbar.

Zum Einkaufen, Tanken und Bummeln ist man ruckzuck in Nyons. Auf dem Hof werden eigene Produkte direkt verkauft. Man kann sogar Frühstück ordern oder Essen vorbestellen. Die ungewöhnlich hohe Google Durchschnittsbewertung von 4,9 hat sich dieser Camping Ferme ergo durchaus verdient. Nicht mit der Ausstattung, die ist allenfalls drei Sterne wert. Aber die Lage und das Terrain sind Spitze.

Am dritten Tag unseres Aufenthaltes wurden wir von Madame zum Aperitif eingeladen. Es gab köstliche Häppchen, Rosé, Oliven, Käse, Dessert, vieles aus eigenem Anbau. Ein wunderbarer Abend, bewirtet wie gute Freunde. Schade nur, dass wir vorher schon gegessen hatten, in der irrigen Annahme, es gäbe eben nur einen Aperitif. Im Laufe der Gespräche stellte sich heraus, dass unsere Wirtin, die eigentlich Stosse heißt, früher eine renommierte Köchin in St. Tropez war und dort die Reichen und Schönen bekocht hat.

Die Herzlichkeit unserer Gastgeber wirkt sich selbstverständlich auf die Gesamtbewertung aus, die hier nur differenziert erfolgen kann:

2 Sterne für Ausstattung und Sanitär, fünf für das Terrain und die Lage und auch fünf für die Gastgeber. Top.

Nachdem wir einen weiteren Platz in der Gegend kennen und uns andere angesehen haben, ist dieser hier die aktuelle Nr. 1, wenn’s es uns wieder in die Region führt.

Camping Les Ripettes

Camping PLATZ

So groß bemessene Stellplätze haben wir vorher kaum irgendwo angetroffen. Auf der Nr. 19 könnte man beinahe ein Fußballspiel austragen. Selbst die „kleinen“ Pitches sind immer noch mehr als ausreichend, keiner wie der andere, fast alle schattig dank des alten Baumbestands.

Und auch wenn man manchmal den Verkehr von der in der Nähe vorbeiführenden D2 hört, ist Les Ripettes ein sehr ruhiger Platz, nichts für Partycamper, kaum geeignet für Familien, denn auch der Pool ist eher ein Relaxbecken für die im Schnitt tendenziell älteren Gäste. Das passt.

Für einen mit offiziell drei Sternen kategorisierten französischen Camping eher ungewöhnlich: Auf den immer sauberen Sanitäranlagen finden sich WC-Sitze- und Papier, stets gefüllte Seifenspender und reichlich Warmwasser.

Außer den wirklich freundlichen Besitzern sehen wir kein weiteres Personal, Madam et Monsieur sind von früh bis spät am Rackern. Um sieben wird der Pool gereinigt, kurz danach das vorbestellte Brot ausgegeben, Check-out, Rasenmähen, Putzen … Alles immer Proper.

Keine Überraschung, dass sich einige der Nachbarn als Stammgäste erweisen, die, wie wir, ursprünglich eigentlich nur einen Durchreiseplatz gesucht hatten. Gekommen um zu bleiben.

Mit dem 10 Ampere Stromanschluss (CEE) kommen wir gut aus, zum Zapfen des Frischwassers sowie zu einer der zwei Sanitäranlagen ist es nicht weit. 

Sonntags kommt der Pizzawagen, dreimal in der Woche gibt es Fritten und Wurst am Snackkiosk. Zum Einkaufen sind es fünf Minuten mit dem Auto.

Die Mobilfunkversorgung ist mangelhaft, WLAN (kostenlos) nur in der Nähe der Rezeption verfügbar. Digital Detox.

Hier waren wir nicht zum letzten Mal.

Camping à la Ferme de l’Orme

Liberté, Tranquillité, Simplicité

So etwas wie eine Rezeption gibt es nicht, auch keine Webseite. Aline ist telefonisch oder per WhatsApp erreichbar. 


Ab der Einfahrt am besten langsamer als Schritttempo, die Schlaglöcher sind tief. Bei den ersten Wohnwagen stellt sich die Frage, ob das benutzte Stellplätze sind oder ob die weg können. Wir fahren durch bis zu den Nummern 1 bis 4. Nahe am „Sanitärbereich“. Alles für Euch, meint die überaus freundliche Wirtin. Sucht euch was aus, bleibt solange ihr mögt. Gemüse aus eigenem Bioanbau als Willkommensgeschenk.

Wir stehen auf der Wiese am Bach unter hohen Bäumen, haben 10 Ampere Strom, Trinkwasser in kurzer Distanz, Schatten, Licht und reichlich Platz. Mit dem böigem Mistral sind die 30 Grad recht angenehm, für unsere Markise wird’s Zeit, reinzufahren. Die Sanitäranlagen sind sauber und sehr schlicht, warmes Wasser kommt aus den Duschen, sonst bleibt der Zapfhahn kalt, auch zum Spülen.


Gegenüber hinter Hecken und Sträuchern ein paar Dauercamper, deren Etablissements haben auch schon bessere Zeiten gesehen.

Und dennoch oder gerade deswegen: De l’Orme ist bezaubernd, seine Einfachheit besticht den anspruchslosen Gast mit Entspannheit und Ruhe. Zur Schlafenszeit randaliert der Frosch manchmal, soll er doch lieber die Mücken fressen. Ein beachtlich großer Greifvogel hat es auf die Nester der Elstern abgesehen – sehr zu deren Missfallen – und demonstriert waghalsige Flugmanöver über dem Terrain direkt vor unserer Nase. Getier unbekannter Provenienz widmet sich dem draußen stehenden Abfall. Die Katze war’s nicht. Die hat auch Streit mit den Elstern.


Nicht weit vom pulsierenden Leben an der Küste entfernt (5G funzt), genießen wir das touristische Angebot. Und wenn wir des Trubels und der Besichtigungen überdrüssig sind, kehren wir zurück in diese Oase des Friedens.


Camping de la Tour

(Loire Bike & Paddle Camp)

Anreise

Nach dem Verlassen der D geht es über enge und kurvige Straßen hinunter in den Ort, dort Richtung Bahnhof und an diesem vorbei durch eine enge, in einer Kurve geführten Unterquerung der Bahnlinie zum Platzgelände. Die Durchfahrthöhe ist auf 3m begrenzt, eine Alternative gibt es nicht.

An der Rezeption ging es unbürokratisch zu, die Besitzerin empfahl uns ein paar Plätze zur Besichtigung und Auswahl.

Gelände

Zwischen Bahnlinie und Loire erstreckt sich eine Fläche mit knapp 70 parzellierten und unparzellierten, schattigen und halbschattigen, größeren und kleineren Emplacements mit grasigem Untergrund, die nicht alle über Strom (10A/CEE) verfügen, und dort, wo es ihn gibt, bedarf es manchmal einer Kabelverlängerung. Zur Loire hin ist der Baumbestand üppig, der Fluss liegt also an den wenigsten Stellen direkt im Blickfeld.


Ab 22 Uhr bis 7:30 Uhr morgens ist Platzruhe, die Schranke bleibt geschlossen.

Es ist nachts ruhig – eigentlich. Die Bahnstrecke nämlich verläuft unmittelbar nebenan, und sie dient auch nächtens dem Fernverkehr. Das kann stören, man kann aber auch drüber weg hören.

Hunde sind erlaubt.

Sanitärausstattung

Das zentrale Sanitärgebäude ist funktional, zweckmäßig und sauber. Toilettenpapier muss man auch hier mitbringen. Am frühen Morgen werden die zeltenden Fahrradfahrer und Kanuten, die wieder auf Tour wollen, hier schon aktiv, da wurde es schon mal etwas voller.

Versorgung

Die Mobilfunkversorgung mit LTE ist in Ordnung, WLAN gibt es kostenlos. Die Gäste können Getränke, Brot oder auch ein komplettes (französisches) Frühstück bestellen. Das gibt es um 08:30 Uhr, oder eben dann, wenn es fertig ist, auch die Zeitrechnung ist französisch.

Der Ort hat in Sachen Lebensmittel wenig zu bieten, einen netten Eindruck machte der Biergarten des Café du Hâvre.

Fazit

Geeignet als Übernachtungsplatz, wenn man die Bahn überhören kann. Für einen längeren Aufenthalt wird es unser Ziel nicht.

Camping des Dunes

… der Atlantik rauscht …

Anreise

Die Anfahrt über Pont-l’Abbé ist, bis auf die üblichen Kreisverkehre und Tempo-30-Drempel, unproblematisch, vor dem Eingang selbst, aber auch im Einfahrtsbereich gibt es eine Wartespur.

Außerhalb der Saison gab es frei Platzwahl, gesperrte Platzbereiche und reservierte Flächen sind gekennzeichnet. Dann die Anmeldung, völlig unkompliziert. Das Personal sehr freundlich, das zog sich über den gesamten Aufenthalt hin.

Gelände

Nummerierte und überwiegend parzellierte Rasen-Plätze, teilweise schattig unter Bäumen, teilweise sonnig – man hat die Auswahl auf diesem mit Hecken, Baumen und Beeten gestalteten und gut gepflegtem Gelände. Die Mobilheime sind in Randlage aufgestellt und stören die Camping-Atmosphäre nicht.

Am Platzende geht es durch ein Törchen über die Düne zum Strand, das sind etwa 200m bis zum Atlantik. Über den Küstenweg ist auch der Ort zu erreichen.

Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht.

Es ist meistens tagsüber und nachts ruhig, der unmittelbar benachbarte Platz wirkte etwas trubeliger, ab und zu hört man von dort etwas davon, ansonsten aber nur das Rauschen des Ozeans.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind teilweise erneuert, funktional und immer sauber. Allerdings erfolgt die Öffnung nach Belegung, es kann knapp werden.

Toilettenpapier bringt der Gast mit, was in den Toiletten im neueren Gebäude fehlt, ist eine Ablage, man muss alles auf den Boden stellen, das sollte man nachbessern.

Versorgung

Strom fließt mit 10A CEE, teilweise reicht das Standard-25m-Kabel nicht aus. Das kostenpflichtige WLAN wurde nicht getestet, weil die Mobilfunkverbindung mit 5G völlig ausreichte.

An der Rezeption gibt es Eis und Getränke, keinen Brötchenservice, in den umliegenden Orten aber Bäckereien (montags geschlossen). Die üblichen Supermärkte verteilen sich in der Umgebung, der nächste und bestsortierte ist der Super U.

In der Saison kommen dreimal pro Woche drei unterschiedliche Food-Trucks. Restaurants und ein teures, aber empfehlenswertes Eisgeschäft in Lesconil.

Umgebung

Die umliegenden Orte sind, bis auf Loctudy vielleicht, einen Trip wert.

Bei schönem Wetter sollte man das mediterrane Hafen-Flair von Sainte Marine genießen, erreichbar entweder mit dem Auto über Pont-l’Abbé oder über Loctudy mit der Fähre (nur Fußgänger und Fahrräder).

Camping du Château Bertangles

Ein eigentlich schöner Platz, der gleichwohl wegen des Sanitärs nur 3 Sterne bekommen kann.

Der Empfang ist freundlich, an der Rezeption kann man für den nächsten Morgen auch Backwaren bestellen.


Das parkähnliche Gelände bietet mit seinen alten Bäumen sonnige, halbschattige und einige ganztags schattige Plätze, die am Platz vorbeiführende Straße ist nachts eher wenig befahren, die Stellplätze sind teilweise geräumig und man steht auf Rasen, der auch beim Regen nutzbar ist. Es wäre also ein schöner Aufenthalt. Allerdings kam es einmal vor, dass auf diesem gerne als Durchgangsplatz (Entfernung zur Autobahn 10 Minuten) genutzten Areal mehr Fahrzeuge anreisten, als (auf dem offiziellen Platzplan) ausgewiesene Stellplätze verfügbar waren. Man quetschte sich dann einfach irgendwo hin. Dies führte zu einer Überbelegung um fast ein Drittel, was nicht nur die Platz-Atmosphäre zerstörte, sondern vor allem die Leistungsfähigkeit der ohnehin nicht üppigen Sanitäranlagen (es gibt nur WCs, keine Urinale) überforderte, die trotz dieser Überbelegung nur einmal täglich „unter Wasser gesetzt“ wurden – ein Hinweis, der auch schon in verschiedenen Rezensionen zu finden ist.

Die Toiletten wurden durch Vorwand-Installationen modernisiert, was sie allerdings ein wenig eng macht.

Die Stromsäulen bieten CEE-Anschlüsse von 10A, 25m Kabel reichen allerdings nicht überall aus, Wasserzapfstellen sind ausreichend vorhanden. Kostenloses WLAN gab es nicht, aber eine zufriedenstellende Mobilfunkversorgung.

Unmittelbar im Ort findet man keine Versorgungsmöglichkeiten.

Camping Südeifel

Gelände

Die Anlage liegt am Ortsrand von Irrel im Tal der Prüm – Fluch und Segen zugleich. Sie war massiv vom Eifel-Hochwasser 2021 (in den Medien fälschlicherweise verkürzt als „Ahrhochwasser“ bezeichnet) betroffen. Die Wege des Platzes sind wieder hergestellt, er besteht allerdings überwiegend aus einer Wiesenfläche mit noch zwecks teilweiser Parzellierung jungem angepflanzten Bewuchs.

Schatten bietet also nur morgens im hinteren Bereich der Berghang auf der anderen Seite der Prüm.


Bis auf die L-Plätze (oben von der gegenüberliegenden Flussseite aus fotografiert) geht es am Fluss entlang eher knapp zu, vor allem, wenn man sein Zugfahrzeug noch unterbringen möchte. Deshalb stellt man sich mit Markise oder Vorzelt Richtung Wasser und gewinnt dadurch etwas Raumgefühl. Die – nicht am Wasser liegenden – Wohnmobilplätze wirken großzügiger.

Dauercamper gibt es hier nicht, aber ein paar hochwassersicher platzierte Glamping-Zelte.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind nach der Flut erneuert worden. Allerdings kommen sie bei Vollbelegung quantitativ an ihre Grenzen. Ein auf dem Platzplan eingezeichnetes und auch notwendiges Sanitärgebäude im hinteren Platzbereich war noch nicht im Bau.

Gespült wird, wenn auch überdacht, nur draußen, und Kassettenentsorgung geht über CamperClean. Waschmaschine und Trockner können, wie üblich, gegen Gebühr genutzt werden.

Versorgung

Wasser ist platznah zapfbar. Für den Strom (16A/CEE) erschien es auf einigen Plätzen so, dass das Standard-25m-Kabel zu kurz sein könnte.

Mobilfunk funktioniert. Der Platz bietet keinen Brötchenservice, in Irrel gibt es aber einen Bäcker, der morgens früh öffnet. Der kleine Ort hat auch alle anderen Einkaufsmöglichkeiten, deren Vorhandensein angesichts der Ortsgröße nur mit dem Einkaufsverhalten der luxemburgischen Nachbarn erklärbar ist.

Am Platz selbst ist ein Platzrestaurant, aber auch im Ort gibt es kein gastronomisches Defizit.

Umgebung

Die Südeifel ist ein vielfältiges Wanderrevier.

Destinationen gibt es viele, hervorzuheben sind natürlich die Wanderrouten rund um die Teufelsschlucht, die Wolfsschlucht oder solche längs der Sauer und Prüm. Erwähnt werden muss, dass noch nicht alle Brücken und Wege nach den Flutschäden wieder hergestellt sind.

Diesel- und Nikotinabhängige erreichen in fünf Minuten mit dem Auto Luxemburg; Trier und Bitburg sind in etwa eine halbe Stunde entfernt.

Minicamping Mortels Buiten

Ein Platz nur für Erwachsene, aufgrund der Lage also tagsüber sehr ruhig, und nachts erst recht.

Das Platzgelände ist eine Wiese, an deren Rand die Wohnmobile, Wohnwagen oder Zelte aufgestellt werden. Der Platzplan gibt die tatsächliche Situation allerdings unvollständig wieder, da hinter den Plätzen 11 und 12 noch ein Container steht, man muss als weiter nach vorne rücken, für den Platz 11 gibt das dann Konfliktpotenzial mit der Türe zum PKW-Parkplatz.

Insgesamt hat man zwar zur Geländemitte hin freie Fläche, und die Betreiber bemühen sich auch um eine gefälligere Gestaltung der Wiese mit noch jungem Baumbestand, aber die 15 Plätze sind eng gepackt.


Im zentralen Gebäude finden sich ein Urinal, zwei WC und zwei Duschen, außen ein Abwaschbecken, auch das alles etwas knapp.

10A-Stromanschlüsse (CEE und Schuko) gibt es am Platz, Wasser muss man am Sanitärgebäude holen. WLAN ist kostenlos, freitags und samstags gibt es auf Vorbestellung Brötchen, zudem abends ein kleines gastronomisches Angebot. Der gut bestückte Getränkekühlschrank wird auf Vertrauensbasis (man schreibt seine Entnahmen auf) abgerechnet.

Auch wenn die Betreiber freundlich waren und sich als hilfsbereit erwiesen, werden es nicht mehr als drei Sterne, dies auch bedingt durch die enge Unterbringung und die Sanitärsituation.

Naturcamping Salemer See

Anreise

Außerhalb des Ortsteils Salem erreicht man über die Zufahrt, von der aus es beschrankt rechts (Seeplätze) und links (A- und C-Wiese) zu den touristisch relevanten Bereichen geht, das Rezeptionsgebäude. Neben dem persönlichen steht dort auch ein Automaten-Check-In zur Verfügung.

Während die A-Wiese tatsächlich nur eine Wiese ist, ist das C-Gelände – wohl noch nicht lange – parzelliert und mit noch jungem Baumbestand versehen. Diese Fläche wirkt also deutlich gefälliger.

Bergab durch die Dauercampingbereiche, die den ganz überwiegenden Teil der Anlage ausmachen, geht es zum See, es sei denn, man hat einen der raren Seeplätze ergattert. Die meisten davon wären allerdings besser als „seenah“ zu bezeichnen, und sind auch mit Ausnahme der terrassierten in Hanglage (1 – 4) klein.

Insbesondere an Wochenenden und Feiertagen scheinen Camper aus der Umgebung gerne den Platz als Möglichkeit der Naherholung zu nutzen, da kann es also voll werden, und Nachtruhe ist nur von 23 – 6 Uhr.

Sanitär

Die Sanitäranlagen entsprechen dem zu erwartenden Standard und waren sauber.

Infrastruktur

Strom aus der 16A-CEE-Dose gibt es für jeden Platz, Wasser platznah, aber etwas ungünstig positioniert, weil der Wasserträger sich je nachdem am Nachbarplatz vorbeischleichen muss. WLAN gibt es nur an der Rezeption, aber eine ausreichende Mobilfunkabdeckung.

Brötchen erhält man (werktags leider erst ab 9 Uhr) auf dem 5 Minuten entfernt liegenden Hof Kaiser, wo auch Mittagessen, Kaffee und Kuchen angeboten wird. Im Bereich der Seeplätze bietet der Pächter der Platzgastronomie mit Imbisscharakter eine sehr übersichtliche Karte. Salem hat immerhin, vom Platz fußläufig am See entlang erreichbar, mit der SalemSeebar eine interessante und kulinarisch originelle Alternative aufzuweisen.

Für Einkäufe geht es nach Ratzeburg zu den üblichen Discountern und Lebensmittelhändlern.

Fazit

Familien mit Kindern, die die zahlreichen Spielmöglichkeiten nutzen wollen, sind hier sicher gut aufgehoben. Wer zur Zielgruppe dieses Blogs gehört und etwas mehr Privacy und Atmosphäre bevorzugt, wird sich allenfalls vielleicht auf den oben erwähnten vier Seeplätzen wohl fühlen.

Campingplatz Lanzer See

Anreise

Aus Richtung Lauenburg kommend fährt man über Dorfstraßen via Lanze, ansonsten überquert in Basedow eine alte Holzbrücke den Elbe-Lübeck-Kanal, dann liegt links das Gasthaus und rechts die Einfahrt zur Rezeption. Diese Holzbrücke, für deren Erneuerung wohl seit Jahren ein Planfeststellungsverfahren im Gange ist, darf bis zu 6t befahren werden, und Poller sorgen dafür, dass man langsam und mit fahrerischem Können ein 2,50m breites Fahrzeug da durch bekommt.

An der Rezeption geht es dann unkompliziert zu.

Gelände

Zwei Platzbereiche befinden sich auf der der Rezeption gegenüberliegenden Seite, der rechte ist Dauercampern vorbehalten und durch Gasthaus und Zugang zum See vom linken abgetrennt, dort die teilweise großzügigen Seeplätze und ein Sanitärgebäude.

Die beiden anderen Areale befinden sich auf der gleichen Seite wie die Rezeption, links Dauercamper und die Raum gebenden Komfortplätze mit Anschlüssen am Platz, aber ohne Ausblick, rechts ein großer Dauercamperbereich, einige weitere touristische und die Kanal-Plätze sowie das zweite Sanitärgebäude. Vom Kanal ist der Bereich durch alte Bäume und einen Zaun (mit Durchgängen) separiert. Für den Bereich gibt es noch ein kleines zusätzliches Sanitärgebäude (ohne Duschen).

Die Stromanschlüsse für die Kanalseite liegen gegenüber, das Kabel wird also über den befahrbaren Teil geführt.


Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht, man ist aber schnell auf dem Treidelpfad (Foto) am Wasser.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind farbenfroh saniert, sauber (keine Toilettendesinfektion), ausreichend und bis auf Waschmaschinen und Trockner ohne Zusatzkosten nutzbar.

Versorgung

Strom fließt mit 16A, überwiegend CEE, das kostenlose WLAN ist nicht immer performant und die Mobilfunkverbindung schwankt zwischen LTE und 5G, also nichts für Power-Streamer.

Auf dem Platz gibt es einen Imbiß, hier bestellt man für den nächsten Morgen die Brötchen und kann natürlich auch essen. Etwas gehobener geht es im Gasthaus (mit Außenterrasse) zu, wo man auch abholen kann. Die Qualität stimmt, insbesondere die Dessertpreise hatten allerdings ein Niveau, das motivierte, sich doch wieder figurbetonter zu ernähren.

Nächster Einkaufsort ist Lauenburg, da sind alle Lebensmittelversorger und Gastronomie. Ein Spaziergang vom Schlosspark zur Altstadt lohnt sich, damit ist das Kapitel Umgebung allerdings dann auch abgehandelt.

Fazit

Ein abschließendes Fazit ist schwierig, würde ich nochmal wieder kommen, dann nur, wenn ein Seeplatz zu ergattern wäre, die sind aber naturgemäß sehr beliebt und vorgebucht.

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