Nachdem wir den unmittelbar in der Nähe liegenden Platz in Paimpont (Camping Municipal) nach kurzer Besichtigung wegen der Atmosphäre und des Trubels in der Umgebung schnell verlassen hatten, fanden wir hier die geeignete Fläche für eine Übernachtung.
Die Rezeption war, wegen Mittagspause, bis 15 Uhr geschlossen, kurz nach 2 entdeckte uns jedoch eine Mitarbeiterin und checkte uns außerplanmäßig ein, das gibt ein Plus bei der Bewertung.
Gelände
Die ca. 70 Plätze sind naturbelassen, gepflegt und großzügig bemessen, für fast alle gibt es 10A Strom und ausreichend Wasserzapfstellen. Die Meisten sind allerdings in irgendeiner Weise schräg, man muss also ausgleichen. Bei denjenigen am hinteren Platzrand dürfte das selbst mit Auffahrkeilen oder Kissen sehr schwierig werden, bei den anderen ist es machbar.
Ein Boule- und ein Tennisplatz können von den Gästen genutzt werden.
Baumbestand ist unterschiedlich, man kann schattig oder sonnig stehen.
Hunde sind erlaubt.
Sanitärausstattung
Das zentrale (unbeheizte) Sanitärgebäude ist deutlich in die Jahre gekommen. Es war zwar alles sauber, aber die gesamte Anlage bedürfte handwerklicher Zuwendung: lose Toilettendeckel, nicht richtig schließende Türen, Drucktaster in der Dusche funktionierten nicht immer, Wassertemperatur nicht regulierbar.
Toilettenpapier muss man, wie häufig in Frankreich, mitbringen.
Versorgung
Die Mobilfunkversorgung mit LTE/5G ist in Ordnung, WLAN gibt es nur an der Rezeption, die zur Bar mutiert und auch Getränke und abends Kleinigkeiten (Convenience) anbietet. Einen Brötchenservice gibt es nicht, die möglicherweise im Dorf dafür geeigneten Einrichtungen waren geschlossen. Die gastronomische Infrastruktur dort ist ebenfalls begrenzt.
Mauron, 5 km entfernt, bietet Supermarkt und Gastronomie.
Fazit
Man kann wiederkommen, als Übernachtungsplatz bleibt er auf der Liste, für einen längeren Aufenthalt eher nicht.
Wie beschreibt man einen Campingplatz, der eigentlich kein Campingplatz ist?
Durch eine Kastanienallee fährt man auf das „Chateau“ zu, das dem Platz einen Teil seines Namens gibt. Es ist ein Bauteil eines ursprünglich dreigliedrigen Gebäudes. Umgeben ist es von den nicht mehr vollständig erhaltenen ehemaligen Wirtschaftsgebäuden der nahegelegenen, aufgegebenen Abtei, die die Mönche von Mont St. Michel gegründet hatten. Das Chateau selbst soll im 18. Jh. erbaut worden sein, damit die Kinder des Königs standesgemäß untergebracht waren, während sie ihre Ausbildung durch die Mönche erhielten.
Man befindet sich in der „normannischen Schweiz“, das merkt man während der Fahrt, im Einfluss des Atlantik-Klimas, der Platz ist ganzjährig anfahrbar.
Die Besitzerin des Anwesens nutzt es landwirtschaftlich, sie züchtet schottische Highland-Ponies, und bis auf fünf Katzen gibt es kein weiteres Getier.
Auf Reservierungsanfragen über die Webseite kommt nicht zwingend eine Antwort, man fährt auf gut Glück hin. Hat man die erwähnte Kastanienallee befahren, guckt man mal nach, ob jemand zuhause ist. Die englische Besitzerin, mit ihrer herzlichen Art zeigt dann das Gelände, man stellt sich irgendwo hin, es gibt keine festen Plätze, keine Markierungen und auch sonst nichts, was an einen Campingplatz erinnert. Die Frage, wie lange man zu bleiben gedenkt, stellt niemand – man bleibt, bis man wieder fährt.
Strom musste gesplittet werden (wir waren mit zwei Fahrzeugen unterwegs, bei unserer Ankunft reiste gerade ein Wohnmobil ab, sonst war niemand da). Im ersten Stock des Gebäudes, in dem die Ferienwohnung liegt, ist ein Bad mit Dusche und WC, das nutzt man mit. Kein Luxus, keine weitere Infrastruktur.
Das alles funktioniert, weil die maximal fünf Stellplätze vermutlich nie auf einmal belegt sind.
Absolute Ruhe, tagsüber und nachts, bis auf den Umstand natürlich, dass so ein Pferd schonmal wiehert.
Der Ort ist nur 1,5 km entfernt, hier gibt es Bäcker und Discounter.
Um diesen Platz zu verstehen, sollte man ausnahmsweise die Rezensionen lesen. Das ist nichts für Jeden, kein Komfort-Camping, und nach meiner Meinung völlig ungeeignet für Familienferien. Ruhesuchende Alleinreisende oder Paare (auch mit tierischem Anhang) können sich hier aber wohlfühlen.
Zu diesem Platz, der keiner ist, gibt es kein Fazit, aber wenn ich nochmal in der Gegend bin, fahre ich hin.
Ein eigentlich schöner Platz, der gleichwohl wegen des Sanitärs nur 3 Sterne bekommen kann.
Der Empfang ist freundlich, an der Rezeption kann man für den nächsten Morgen auch Backwaren bestellen.
Das parkähnliche Gelände bietet mit seinen alten Bäumen sonnige, halbschattige und einige ganztags schattige Plätze, die am Platz vorbeiführende Straße ist nachts eher wenig befahren, die Stellplätze sind teilweise geräumig und man steht auf Rasen, der auch beim Regen nutzbar ist. Es wäre also ein schöner Aufenthalt. Allerdings kam es einmal vor, dass auf diesem gerne als Durchgangsplatz (Entfernung zur Autobahn 10 Minuten) genutzten Areal mehr Fahrzeuge anreisten, als (auf dem offiziellen Platzplan) ausgewiesene Stellplätze verfügbar waren. Man quetschte sich dann einfach irgendwo hin. Dies führte zu einer Überbelegung um fast ein Drittel, was nicht nur die Platz-Atmosphäre zerstörte, sondern vor allem die Leistungsfähigkeit der ohnehin nicht üppigen Sanitäranlagen (es gibt nur WCs, keine Urinale) überforderte, die trotz dieser Überbelegung nur einmal täglich „unter Wasser gesetzt“ wurden – ein Hinweis, der auch schon in verschiedenen Rezensionen zu finden ist.
Die Toiletten wurden durch Vorwand-Installationen modernisiert, was sie allerdings ein wenig eng macht.
Die Stromsäulen bieten CEE-Anschlüsse von 10A, 25m Kabel reichen allerdings nicht überall aus, Wasserzapfstellen sind ausreichend vorhanden. Kostenloses WLAN gab es nicht, aber eine zufriedenstellende Mobilfunkversorgung.
Unmittelbar im Ort findet man keine Versorgungsmöglichkeiten.
Die Anlage liegt am Ortsrand von Irrel im Tal der Prüm – Fluch und Segen zugleich. Sie war massiv vom Eifel-Hochwasser 2021 (in den Medien fälschlicherweise verkürzt als „Ahrhochwasser“ bezeichnet) betroffen. Die Wege des Platzes sind wieder hergestellt, er besteht allerdings überwiegend aus einer Wiesenfläche mit noch zwecks teilweiser Parzellierung jungem angepflanzten Bewuchs.
Schatten bietet also nur morgens im hinteren Bereich der Berghang auf der anderen Seite der Prüm.
Bis auf die L-Plätze (oben von der gegenüberliegenden Flussseite aus fotografiert) geht es am Fluss entlang eher knapp zu, vor allem, wenn man sein Zugfahrzeug noch unterbringen möchte. Deshalb stellt man sich mit Markise oder Vorzelt Richtung Wasser und gewinnt dadurch etwas Raumgefühl. Die – nicht am Wasser liegenden – Wohnmobilplätze wirken großzügiger.
Dauercamper gibt es hier nicht, aber ein paar hochwassersicher platzierte Glamping-Zelte.
Sanitär
Die Sanitäranlagen sind nach der Flut erneuert worden. Allerdings kommen sie bei Vollbelegung quantitativ an ihre Grenzen. Ein auf dem Platzplan eingezeichnetes und auch notwendiges Sanitärgebäude im hinteren Platzbereich war noch nicht im Bau.
Gespült wird, wenn auch überdacht, nur draußen, und Kassettenentsorgung geht über CamperClean. Waschmaschine und Trockner können, wie üblich, gegen Gebühr genutzt werden.
Versorgung
Wasser ist platznah zapfbar. Für den Strom (16A/CEE) erschien es auf einigen Plätzen so, dass das Standard-25m-Kabel zu kurz sein könnte.
Mobilfunk funktioniert. Der Platz bietet keinen Brötchenservice, in Irrel gibt es aber einen Bäcker, der morgens früh öffnet. Der kleine Ort hat auch alle anderen Einkaufsmöglichkeiten, deren Vorhandensein angesichts der Ortsgröße nur mit dem Einkaufsverhalten der luxemburgischen Nachbarn erklärbar ist.
Am Platz selbst ist ein Platzrestaurant, aber auch im Ort gibt es kein gastronomisches Defizit.
Umgebung
Die Südeifel ist ein vielfältiges Wanderrevier.
Destinationen gibt es viele, hervorzuheben sind natürlich die Wanderrouten rund um die Teufelsschlucht, die Wolfsschlucht oder solche längs der Sauer und Prüm. Erwähnt werden muss, dass noch nicht alle Brücken und Wege nach den Flutschäden wieder hergestellt sind.
Diesel- und Nikotinabhängige erreichen in fünf Minuten mit dem Auto Luxemburg; Trier und Bitburg sind in etwa eine halbe Stunde entfernt.
Ein Platz nur für Erwachsene, aufgrund der Lage also tagsüber sehr ruhig, und nachts erst recht.
Das Platzgelände ist eine Wiese, an deren Rand die Wohnmobile, Wohnwagen oder Zelte aufgestellt werden. Der Platzplan gibt die tatsächliche Situation allerdings unvollständig wieder, da hinter den Plätzen 11 und 12 noch ein Container steht, man muss als weiter nach vorne rücken, für den Platz 11 gibt das dann Konfliktpotenzial mit der Türe zum PKW-Parkplatz.
Insgesamt hat man zwar zur Geländemitte hin freie Fläche, und die Betreiber bemühen sich auch um eine gefälligere Gestaltung der Wiese mit noch jungem Baumbestand, aber die 15 Plätze sind eng gepackt.
Im zentralen Gebäude finden sich ein Urinal, zwei WC und zwei Duschen, außen ein Abwaschbecken, auch das alles etwas knapp.
10A-Stromanschlüsse (CEE und Schuko) gibt es am Platz, Wasser muss man am Sanitärgebäude holen. WLAN ist kostenlos, freitags und samstags gibt es auf Vorbestellung Brötchen, zudem abends ein kleines gastronomisches Angebot. Der gut bestückte Getränkekühlschrank wird auf Vertrauensbasis (man schreibt seine Entnahmen auf) abgerechnet.
Auch wenn die Betreiber freundlich waren und sich als hilfsbereit erwiesen, werden es nicht mehr als drei Sterne, dies auch bedingt durch die enge Unterbringung und die Sanitärsituation.
Außerhalb des Ortsteils Salem erreicht man über die Zufahrt, von der aus es beschrankt rechts (Seeplätze) und links (A- und C-Wiese) zu den touristisch relevanten Bereichen geht, das Rezeptionsgebäude. Neben dem persönlichen steht dort auch ein Automaten-Check-In zur Verfügung.
Während die A-Wiese tatsächlich nur eine Wiese ist, ist das C-Gelände – wohl noch nicht lange – parzelliert und mit noch jungem Baumbestand versehen. Diese Fläche wirkt also deutlich gefälliger.
Bergab durch die Dauercampingbereiche, die den ganz überwiegenden Teil der Anlage ausmachen, geht es zum See, es sei denn, man hat einen der raren Seeplätze ergattert. Die meisten davon wären allerdings besser als „seenah“ zu bezeichnen, und sind auch mit Ausnahme der terrassierten in Hanglage (1 – 4) klein.
Insbesondere an Wochenenden und Feiertagen scheinen Camper aus der Umgebung gerne den Platz als Möglichkeit der Naherholung zu nutzen, da kann es also voll werden, und Nachtruhe ist nur von 23 – 6 Uhr.
Sanitär
Die Sanitäranlagen entsprechen dem zu erwartenden Standard und waren sauber.
Infrastruktur
Strom aus der 16A-CEE-Dose gibt es für jeden Platz, Wasser platznah, aber etwas ungünstig positioniert, weil der Wasserträger sich je nachdem am Nachbarplatz vorbeischleichen muss. WLAN gibt es nur an der Rezeption, aber eine ausreichende Mobilfunkabdeckung.
Brötchen erhält man (werktags leider erst ab 9 Uhr) auf dem 5 Minuten entfernt liegenden Hof Kaiser, wo auch Mittagessen, Kaffee und Kuchen angeboten wird. Im Bereich der Seeplätze bietet der Pächter der Platzgastronomie mit Imbisscharakter eine sehr übersichtliche Karte. Salem hat immerhin, vom Platz fußläufig am See entlang erreichbar, mit der SalemSeebar eine interessante und kulinarisch originelle Alternative aufzuweisen.
Für Einkäufe geht es nach Ratzeburg zu den üblichen Discountern und Lebensmittelhändlern.
Fazit
Familien mit Kindern, die die zahlreichen Spielmöglichkeiten nutzen wollen, sind hier sicher gut aufgehoben. Wer zur Zielgruppe dieses Blogs gehört und etwas mehr Privacy und Atmosphäre bevorzugt, wird sich allenfalls vielleicht auf den oben erwähnten vier Seeplätzen wohl fühlen.
Aus Richtung Lauenburg kommend fährt man über Dorfstraßen via Lanze, ansonsten überquert in Basedow eine alte Holzbrücke den Elbe-Lübeck-Kanal, dann liegt links das Gasthaus und rechts die Einfahrt zur Rezeption. Diese Holzbrücke, für deren Erneuerung wohl seit Jahren ein Planfeststellungsverfahren im Gange ist, darf bis zu 6t befahren werden, und Poller sorgen dafür, dass man langsam und mit fahrerischem Können ein 2,50m breites Fahrzeug da durch bekommt.
An der Rezeption geht es dann unkompliziert zu.
Gelände
Zwei Platzbereiche befinden sich auf der der Rezeption gegenüberliegenden Seite, der rechte ist Dauercampern vorbehalten und durch Gasthaus und Zugang zum See vom linken abgetrennt, dort die teilweise großzügigen Seeplätze und ein Sanitärgebäude.
Die beiden anderen Areale befinden sich auf der gleichen Seite wie die Rezeption, links Dauercamper und die Raum gebenden Komfortplätze mit Anschlüssen am Platz, aber ohne Ausblick, rechts ein großer Dauercamperbereich, einige weitere touristische und die Kanal-Plätze sowie das zweite Sanitärgebäude. Vom Kanal ist der Bereich durch alte Bäume und einen Zaun (mit Durchgängen) separiert. Für den Bereich gibt es noch ein kleines zusätzliches Sanitärgebäude (ohne Duschen).
Die Stromanschlüsse für die Kanalseite liegen gegenüber, das Kabel wird also über den befahrbaren Teil geführt.
Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht, man ist aber schnell auf dem Treidelpfad (Foto) am Wasser.
Sanitär
Die Sanitäranlagen sind farbenfroh saniert, sauber (keine Toilettendesinfektion), ausreichend und bis auf Waschmaschinen und Trockner ohne Zusatzkosten nutzbar.
Versorgung
Strom fließt mit 16A, überwiegend CEE, das kostenlose WLAN ist nicht immer performant und die Mobilfunkverbindung schwankt zwischen LTE und 5G, also nichts für Power-Streamer.
Auf dem Platz gibt es einen Imbiß, hier bestellt man für den nächsten Morgen die Brötchen und kann natürlich auch essen. Etwas gehobener geht es im Gasthaus (mit Außenterrasse) zu, wo man auch abholen kann. Die Qualität stimmt, insbesondere die Dessertpreise hatten allerdings ein Niveau, das motivierte, sich doch wieder figurbetonter zu ernähren.
Nächster Einkaufsort ist Lauenburg, da sind alle Lebensmittelversorger und Gastronomie. Ein Spaziergang vom Schlosspark zur Altstadt lohnt sich, damit ist das Kapitel Umgebung allerdings dann auch abgehandelt.
Fazit
Ein abschließendes Fazit ist schwierig, würde ich nochmal wieder kommen, dann nur, wenn ein Seeplatz zu ergattern wäre, die sind aber naturgemäß sehr beliebt und vorgebucht.
Aus Richtung Süden kommend, führt nicht nur Google, sondern auch das eigentlich hierfür gedachte Garmin-Camper-Navi links ab von der B202 nach Westen. Es geht über enge und kurvige Straßen, auf denen man mit Gespann oder dem die Kastenwagenbreite überschreitenden Wohnmobil nur ungern Gegenverkehr hat. Deutlich besser ist es, weiter über die B5 Richtung Husum zu fahren und vor Husum links in die Bundesstraße (das ist der Straßenname) abzubiegen.
Eine Rezeption gibt es, braucht man aber nicht. Hat man reserviert, kann man durch die Schranke (Kennzeichenerkennung) zum Platz fahren, ist die Rezeption nicht besetzt, checkt man dort Online am Automaten ein. Auch der weitere Aufenthalt ist „elektronisch“ geregelt, so zum Beispiel die Brötchenbestellung, und vor der Abreise bezahlt man über den gleichen Link.
Der Wohnmobilstellplatz gehört zum Platzgelände, ist aber nicht durch die Schranke anfahrbar, sondern, aus Richtung Husum kommend, eine Einfahrt weiter.
Gelände
Das Gelände ist durch die Hauptzufahrt zweigeteilt. An dieser befindet sich das zentrale Sanitärgebäude und ein Spielplatz. Weitere Spielbereiche und das (Natur-)Schwimmbad liegen auf der linken Platzseite. Hier ist es also insgesamt lebendiger als auf dem Areal, das durch den vor dem Sanitärgebäude nach rechts führenden Weg erschlossen wird. In diesem Bereich ist es ruhiger, weniger familienorientiert, und hier sind auch die angenehm großen Komfortplätze.
Teilweise schattig und etwas windgeschützt steht man eher in den Randbereichen, hier sollte man den Platzplan zu Rate ziehen.
Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht, dass dies auch noch auf der Brachfläche hinter dem eigentlichen Gelände der Fall ist, erklärt der Platzsheriff. Für Hundehalter mit Auslaufbedürfnis ist in Ermangelung von geeignete Wegen die Umgebung nur bedingt geeignet.
Sanitär
Die Sanitäranlagen sind modern und sauber (keine Toilettendesinfektion), ob sie bei Vollbelegung ausreichen, kann nicht abschließend beurteilt werden. Je zwei Waschmaschinen und Trockner können entweder per Karte bezahlt oder über eine spezielle App sogar vorreserviert werden. Eine weitere App, die erklärt, wie die Toilettenpapierabroller funktionieren sollten, wäre hilfreich.
Gästen steht ab 14 Uhr eine kleine Sauna (90 Grad und Dampfbad) mit Außenbalkon ohne Voranmeldung zur Verfügung, und auf der gleichen Etage ein Fitnessraum.
Versorgung
Die oben bereits erwähnten elektronisch bestellbaren Brötchen in Bio-Qualität überzeugten vom Preis-Leistungsverhältnis her überhaupt nicht. Die Rezeption hält ansonsten ein kleines Sortiment vor, Gastronomie gibt es nicht.
WLAN ist kostenlos und gut, auf der Webseite ist sogar mittels einer Karte der Ausbau im Detail beschrieben, und Mobilfunk ist in 5G-Qualität. 230 Volt strömen mit 16 A aus der CEE-Dose.
Nächster Einkaufsort ist Husum, da sind es alle Lebensmittelversorger und viel Gastronomie. Das familiengeführte Restaurant „Zum Wattwurm“ sprach uns an.
Sollte man nach längerer Urlaubszeit unter Gyrosentzugerscheinungen leiden, lohnt sich die Fahrt zum Greek Palace in Oldenswort. Der nordrhein-westfälische Reisende vermutete dort hinter dem Begriff „Potsdamer“ ein aus der Nähe von Berlin kommendes Bier, es ist aber lokal zumindest wohl auch der Begriff für ein rötliches Mixgetränk.
Umgebung
Die Umgebung ist das Wattenmeer: raus aus dem Eingang über den Deich ist es da oder auch gerade nicht. Husums Innenstadt sollte man sich ansehen, Friedrichstadt ist interessant, wenn man sich die historischen Hintergründe ergoogelt und St. Peter-Ording sieht man sich an, um anschließend nicht zu wissen, worauf der Hype beruht.
Fazit
Der Platz ist hochprofessionell geführt und organisiert, die Anlagen gepflegt, das Personal findet bis auf den Hundesheriff den richtigen Ton, es ist alles da, das Angebot Sauna und Fitnessraum ungewöhnlich, die Brötchenpreise allerdings auch, und doch fehlt dem Platz etwas an Atmosphäre, an Camping-Spirit. Da kommen mit Mühe 3,5 Punkte bei heraus, und die resultieren aus der guten Ausstattung.
Zunächst etwas skeptisch angesichts der auf der Karte erkennbaren Lage im Ort besuchen wir etwa 40 Kilometer nördlich von Lyon den Municipal von Châtillon-Sur-Chalaronne.
Nachdem der Patron uns während seiner Mittagspause die Schranke geöffnet hat, fahren wir auf ein mit etwa 100 Plätzen relativ großes Campinggelände, das in weiten Teilen auch als Stadtpark dienen könnte.
Ein gemütlicher Stellplatz (ca. 130 m²) im Schutz der Bäume ist schnell gefunden, wir haben reichlich Auswahl. Wie üblich wird nach dem Aufbau inspiziert.
Auffällig und eher untypisch für einen kommunalen Platz sind zum einen die Mobilheime und zum anderen die Saisoncamper. Alles gut durchmischt, keineswegs störend, lediglich unerwartet.
Die zweite Besonderheit betrifft die Sanitärräume. Nicht weil diese schon in die Jahre gekommen sind, jedoch überwiegend sauber und gepflegt wirken, sondern weil es so viele gibt. Insgesamt drei Gebäude, eins mittig, die beiden anderen links und rechts, mit jeweils reichlich Kapazitäten. Das sollte auch bei Vollbelegung passen. Und wer das zweifelhafte Vergnügen sucht, ein altes französisches Stehklo zu benutzen, der käme hier auch zum Zuge. Unterdessen sind ganz überwiegend Standard-WC ohne Brille in genügender Anzahl vorhanden. Die Dusche gleich rechts bietet ausreichend Wasserdruck, die anderen eher nicht.
Bei während unseres Aufenthalts geringer Belegung ist die Platzbar nicht geöffnet, insgesamt kann das Terrain dennoch mit seiner Infrastruktur punkten. Wifi ist zwar nur im Rezeptionsbereich, 5G jedoch flächendeckend verfügbar. Hunde sind erlaubt. Einkäufe lassen sich sogar zu Fuß im Intermarché SUPER gleich um die Ecke erledigen
Manchmal hört man im Hintergrund ein tolerables Rauschen von der Straße. Auf dem sich an der Chalaronne entlangstreckenden Platz selbst ist es ansonsten ruhig. Über eine Holzbrücke am Hinterausgang (mit Türcode) quert man den Fluß und erreicht gleich das städtische Schwimmbad, auf dessen Parkplatz sich auch der Wohnmobilstellplatz befindet. Dort parken einige Fahrzeuge für 13,60 Euro pro Nacht, wir stehen für weniger als das Doppelte deutlich besser. Am Ausgang gleich links führt ein Fußweg in das Naturschutzgebiet um den Etang Grobon. Sehr sehenswert.
Das Städtchen selbst hat Charme, ist jedoch schnell erkundet.
Fazit: Es bestätigt sich ein weiteres Mal, dass wir bei Municipal Campings häufig fündig werden: Ruhe, großzügige Stellflächen, gute Sanitärräume, Einkaufen in der Nähe, zu Fuß ins Dorf zum Café. Kein weiterer Schnickschnack. Wegen der vielen Mobilheime und der vermuteten Belegung in der Hauptsaison würden wir diesen Municipal nur für die Reisezeit außerhalb der Ferien empfehlen.
4,5 Sterne, weil die Sanitärräume teilweise wirklich sehr renovierungsbedürftig sind. Der tolle Empfang macht’s fast wett.
Die Zufahrt zum Platz ist eine Sackgasse, auf der ganzen Länge mit absolutem Haltverbot beschildert; unmittelbar vor der Zufahrt zum Platz ist aber für wartende Fahrzeuge frei, ansonsten befindet sich rechts ein Besucherparkplatz, auf dem man mit etwas Geschick sein Gespann auch wenden kann. Sollte der Boden allerdings richtig nass sein, wäre davon abzuraten, da ein nicht allrad-getriebenes Wohnmobil oder ein Gespann auch mit Allrad-Zugfahrzeug dort Probleme bekommen könnte.
Mit vorliegender Reservierung ging es an der Rezeption zügig, man erhält eine Karte für die Schranke und einen Schlüssel für die Sanitärgebäude.
Gelände
Der Name Familiencamping ist Programm, das gegen Entgelt auch für externe Besucher zugängliche Freizeitgelände am Forellensee bietet allerlei Spielmöglichkeiten am und auf dem Wasser.
Als Übernachtungsgast kommt man auf einen der 23 nicht weiter parzellierten Tagesplätze im unteren, wiesenartigen Bereich nahe der Autobahn, die Schallschutzwand zu dieser dämpft aber deren Geräusche.
Im oberen Platzbereich (hier hört man von der Autobahn nur noch ein leises Rauschen) findet man 33 ansprechend gestaltete Touristenplätze mit Strom (16 A CEE) und Wasser, die Zufahrt ist eine Sackgasse, also erst vorher gucken, dann entscheiden, wie man einparkt. Beim Gespann ist es aufgrund der Enge der Zufahrt nicht möglich, den Anhänger mit dem Zugfahrzeug endgültig zu positionieren – also movern oder schieben.
Auf einem Familienplatz mit circa 280 Stellplätzen (davon 210 Dauer- und 20 Saisonplätze) ist mit Kindern aller Altersgruppen zu rechnen, die sind eben aktiv.
Erlaubt sind hier Hunde, es gibt einen Hundebadestrand (außerhalb) und im unteren Sanitärgebäude eine Hundewaschanlage, sogar mit Shampoo.
Sanitär
Die Sanitärgebäude (auch behindertengerecht) verteilen sich über den Platz. Eigentlich sind sie nur für Campinggäste zugänglich (deshalb der oben erwähnte Schlüssel), aber die Freizeitgäste sind natürlich kreativ, man wartet vor der Türe, bis jemand mit Schlüssel hineingeht oder herauskommt, dann ist man drin. Gleichwohl war an der Sauberkeit der neuzeitlichen Einrichtungen nichts zu beanstanden. Fön ist vorhanden, Toilettendesinfektion nicht.
Die Koch, Spül- und Waschgelegenheiten sind im oberen Bereich in einen gesonderten Gebäude untergebracht, hier kann man auch Kühlfächer mieten und findet eine professionelle Gastro-Spülmaschine. Waschmaschine und Trockner vervollständigen die Ausstattung.
Versorgung
Wohnmobil-Entsorgungsstation und CamperClean ist vorhanden, WLAN ist kostenlos, Mobilfunk funktioniert gut. Brötchenservice (Vorbestellung), Automatenkiosk vor Ort, fußläufig ist das Dorf (Gastronomie) zu erreichen, für den Einkauf muss man nicht weit nach Neumünster fahren.
Fazit
Wer die einleitenden Worte zu diesem Blog gelesen hat, weiß, dass Familiencampingplätze nicht unbedingt zum Beuteschema der Autoren gehören. Dieser Platz bekommt trotzdem eine positive Bewertung, weil er einfach gut ausgestattet ist und auf den oberen touristischen Stellplätzen eine angenehme, wenn auch nachbarschaftsbedingt nicht immer ruhige Atmosphäre herrschte.