Nordseecamping zum Seehund

Anreise

Aus Richtung Süden kommend, führt nicht nur Google, sondern auch das eigentlich hierfür gedachte Garmin-Camper-Navi links ab von der B202 nach Westen. Es geht über enge und kurvige Straßen, auf denen man mit Gespann oder dem die Kastenwagenbreite überschreitenden Wohnmobil nur ungern Gegenverkehr hat. Deutlich besser ist es, weiter über die B5 Richtung Husum zu fahren und vor Husum links in die Bundesstraße (das ist der Straßenname) abzubiegen.

Eine Rezeption gibt es, braucht man aber nicht. Hat man reserviert, kann man durch die Schranke (Kennzeichenerkennung) zum Platz fahren, ist die Rezeption nicht besetzt, checkt man dort Online am Automaten ein. Auch der weitere Aufenthalt ist „elektronisch“ geregelt, so zum Beispiel die Brötchenbestellung, und vor der Abreise bezahlt man über den gleichen Link.

Der Wohnmobilstellplatz gehört zum Platzgelände, ist aber nicht durch die Schranke anfahrbar, sondern, aus Richtung Husum kommend, eine Einfahrt weiter.

Gelände

Das Gelände ist durch die Hauptzufahrt zweigeteilt. An dieser befindet sich das zentrale Sanitärgebäude und ein Spielplatz. Weitere Spielbereiche und das (Natur-)Schwimmbad liegen auf der linken Platzseite. Hier ist es also insgesamt lebendiger als auf dem Areal, das durch den vor dem Sanitärgebäude nach rechts führenden Weg erschlossen wird. In diesem Bereich ist es ruhiger, weniger familienorientiert, und hier sind auch die angenehm großen Komfortplätze.

Teilweise schattig und etwas windgeschützt steht man eher in den Randbereichen, hier sollte man den Platzplan zu Rate ziehen.

Hunde sind erlaubt, wie überall besteht Leinenpflicht, dass dies auch noch auf der Brachfläche hinter dem eigentlichen Gelände der Fall ist, erklärt der Platzsheriff. Für Hundehalter mit Auslaufbedürfnis ist in Ermangelung von geeignete Wegen die Umgebung nur bedingt geeignet.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind modern und sauber (keine Toilettendesinfektion), ob sie bei Vollbelegung ausreichen, kann nicht abschließend beurteilt werden. Je zwei Waschmaschinen und Trockner können entweder per Karte bezahlt oder über eine spezielle App sogar vorreserviert werden. Eine weitere App, die erklärt, wie die Toilettenpapierabroller funktionieren sollten, wäre hilfreich.

Gästen steht ab 14  Uhr eine kleine Sauna (90 Grad und Dampfbad) mit Außenbalkon ohne Voranmeldung zur Verfügung, und auf der gleichen Etage ein Fitnessraum.

Versorgung

Die oben bereits erwähnten elektronisch bestellbaren Brötchen in Bio-Qualität überzeugten vom Preis-Leistungsverhältnis her überhaupt nicht. Die Rezeption hält ansonsten ein kleines Sortiment vor, Gastronomie gibt es nicht.

WLAN ist kostenlos und gut, auf der Webseite ist sogar mittels einer Karte der Ausbau im Detail beschrieben, und Mobilfunk ist in 5G-Qualität. 230 Volt strömen mit 16 A aus der CEE-Dose.

Nächster Einkaufsort ist Husum, da sind es alle Lebensmittelversorger und viel Gastronomie. Das familiengeführte Restaurant „Zum Wattwurm“ sprach uns an.

Sollte man nach längerer Urlaubszeit unter Gyrosentzugerscheinungen leiden, lohnt sich die Fahrt zum Greek Palace in Oldenswort. Der nordrhein-westfälische Reisende vermutete dort hinter dem Begriff „Potsdamer“ ein aus der Nähe von Berlin kommendes Bier, es ist aber lokal zumindest wohl auch der Begriff für ein rötliches Mixgetränk.

Umgebung

Die Umgebung ist das Wattenmeer: raus aus dem Eingang über den Deich ist es da oder auch gerade nicht. Husums Innenstadt sollte man sich ansehen, Friedrichstadt ist interessant, wenn man sich die historischen Hintergründe ergoogelt und St. Peter-Ording sieht man sich an, um anschließend nicht zu wissen, worauf der Hype beruht.

Fazit

Der Platz ist hochprofessionell geführt und organisiert, die Anlagen gepflegt, das Personal findet bis auf den Hundesheriff den richtigen Ton, es ist alles da, das Angebot Sauna und Fitnessraum ungewöhnlich, die Brötchenpreise allerdings auch, und doch fehlt dem Platz etwas an Atmosphäre, an Camping-Spirit. Da kommen mit Mühe 3,5 Punkte bei heraus, und die resultieren aus der guten Ausstattung.

Camping Le Vieux Moulin

Camping wie im Stadtpark

Zunächst etwas skeptisch angesichts der auf der Karte erkennbaren Lage im Ort besuchen wir etwa 40 Kilometer nördlich von Lyon den Municipal von Châtillon-Sur-Chalaronne.

Nachdem der Patron uns während seiner Mittagspause die Schranke geöffnet hat, fahren wir auf ein mit etwa 100 Plätzen relativ großes Campinggelände, das in weiten Teilen auch als Stadtpark dienen könnte.

Ein gemütlicher Stellplatz (ca. 130 m²) im Schutz der Bäume ist schnell gefunden, wir haben reichlich Auswahl. Wie üblich wird nach dem Aufbau inspiziert. 

Auffällig und eher untypisch für einen kommunalen Platz sind zum einen die Mobilheime und zum anderen die Saisoncamper. Alles gut durchmischt, keineswegs störend, lediglich unerwartet. 

Die zweite Besonderheit betrifft die Sanitärräume. Nicht weil diese schon in die Jahre gekommen sind, jedoch überwiegend sauber und gepflegt wirken, sondern weil es so viele gibt. Insgesamt drei Gebäude, eins mittig, die beiden anderen links und rechts, mit jeweils reichlich Kapazitäten. Das sollte auch bei Vollbelegung passen. Und wer das zweifelhafte Vergnügen sucht, ein altes französisches Stehklo zu benutzen, der käme hier auch zum Zuge. Unterdessen sind ganz überwiegend  Standard-WC ohne Brille in genügender Anzahl vorhanden. Die Dusche gleich rechts bietet ausreichend Wasserdruck, die anderen eher nicht.

Bei während unseres Aufenthalts geringer Belegung ist die Platzbar nicht geöffnet, insgesamt kann das Terrain dennoch mit seiner Infrastruktur punkten. Wifi ist zwar nur im Rezeptionsbereich, 5G jedoch flächendeckend verfügbar. Hunde sind erlaubt. Einkäufe lassen sich sogar zu Fuß im Intermarché SUPER gleich um die Ecke erledigen

Manchmal hört man im Hintergrund ein tolerables Rauschen von der Straße. Auf dem sich an der Chalaronne entlangstreckenden Platz selbst ist es ansonsten ruhig. Über eine Holzbrücke am Hinterausgang (mit Türcode) quert man den Fluß und erreicht gleich das städtische Schwimmbad, auf dessen Parkplatz sich auch der Wohnmobilstellplatz befindet. Dort parken einige Fahrzeuge für 13,60 Euro pro Nacht, wir stehen für weniger als das Doppelte deutlich besser. Am Ausgang gleich links führt ein Fußweg in das Naturschutzgebiet um den Etang Grobon. Sehr sehenswert.

Das Städtchen selbst hat Charme, ist jedoch schnell erkundet.

Fazit: Es bestätigt sich ein weiteres Mal, dass wir bei Municipal Campings häufig fündig werden: Ruhe, großzügige Stellflächen, gute Sanitärräume, Einkaufen in der Nähe, zu Fuß ins Dorf zum Café. Kein weiterer Schnickschnack. Wegen der vielen Mobilheime und der vermuteten Belegung in der Hauptsaison würden wir diesen Municipal nur für die Reisezeit außerhalb der Ferien empfehlen. 

4,5 Sterne, weil die Sanitärräume teilweise wirklich sehr renovierungsbedürftig sind. Der tolle Empfang macht’s fast wett.

Familiencamping Padenstedt

gut ausgestattet

Anfahrt

Die Zufahrt zum Platz ist eine Sackgasse, auf der ganzen Länge mit absolutem Haltverbot beschildert; unmittelbar vor der Zufahrt zum Platz ist aber für wartende Fahrzeuge frei, ansonsten befindet sich rechts ein Besucherparkplatz, auf dem man mit etwas Geschick sein Gespann auch wenden kann. Sollte der Boden allerdings richtig nass sein, wäre davon abzuraten, da ein nicht allrad-getriebenes Wohnmobil oder ein Gespann auch mit Allrad-Zugfahrzeug dort Probleme bekommen könnte.

Mit vorliegender Reservierung ging es an der Rezeption zügig, man erhält eine Karte für die Schranke und einen Schlüssel für die Sanitärgebäude.

Gelände

Der Name Familiencamping ist Programm, das gegen Entgelt auch für externe Besucher zugängliche Freizeitgelände am Forellensee bietet allerlei Spielmöglichkeiten am und auf dem Wasser.

Als Übernachtungsgast kommt man auf einen der 23 nicht weiter parzellierten Tagesplätze im unteren, wiesenartigen Bereich nahe der Autobahn, die Schallschutzwand zu dieser dämpft aber deren Geräusche.

Im oberen Platzbereich (hier hört man von der Autobahn nur noch ein leises Rauschen) findet man 33 ansprechend gestaltete Touristenplätze mit Strom (16 A CEE) und Wasser, die Zufahrt ist eine Sackgasse, also erst vorher gucken, dann entscheiden, wie man einparkt. Beim Gespann ist es aufgrund der Enge der Zufahrt nicht möglich, den Anhänger mit dem Zugfahrzeug endgültig zu positionieren – also movern oder schieben.

Auf einem Familienplatz mit circa 280 Stellplätzen (davon 210 Dauer- und 20 Saisonplätze) ist mit Kindern aller Altersgruppen zu rechnen, die sind eben aktiv.

Erlaubt sind hier Hunde, es gibt einen Hundebadestrand (außerhalb) und im unteren Sanitärgebäude eine Hundewaschanlage, sogar mit Shampoo.

Sanitär

Die Sanitärgebäude (auch behindertengerecht) verteilen sich über den Platz. Eigentlich sind sie nur für Campinggäste zugänglich (deshalb der oben erwähnte Schlüssel), aber die Freizeitgäste sind natürlich kreativ, man wartet vor der Türe, bis jemand mit Schlüssel hineingeht oder herauskommt, dann ist man drin. Gleichwohl war an der Sauberkeit der neuzeitlichen Einrichtungen nichts zu beanstanden. Fön ist vorhanden, Toilettendesinfektion nicht.

Die Koch, Spül- und Waschgelegenheiten sind im oberen Bereich in einen gesonderten Gebäude untergebracht, hier kann man auch Kühlfächer mieten und findet eine professionelle Gastro-Spülmaschine. Waschmaschine und Trockner vervollständigen die Ausstattung.

Versorgung

Wohnmobil-Entsorgungsstation und CamperClean ist vorhanden, WLAN ist kostenlos, Mobilfunk funktioniert gut. Brötchenservice (Vorbestellung), Automatenkiosk vor Ort, fußläufig ist das Dorf (Gastronomie) zu erreichen, für den Einkauf muss man nicht weit nach Neumünster fahren.

Fazit

Wer die einleitenden Worte zu diesem Blog gelesen hat, weiß, dass Familiencampingplätze nicht unbedingt zum Beuteschema der Autoren gehören. Dieser Platz bekommt trotzdem eine positive Bewertung, weil er einfach gut ausgestattet ist und auf den oberen touristischen Stellplätzen eine angenehme, wenn auch nachbarschaftsbedingt nicht immer ruhige Atmosphäre herrschte.

Camping Großer Weserbogen

trubeliger Vatertag

Nach einer problemlosen Anreise werden wir an der Rezeption freundlich empfangen (mit Reservierung); die Freundlichkeit des Personals in allen Bereichen bleibt auch während der Aufenthaltsdauer.

Der Platz wird im Allgemeinen professionell geführt. Das merkt man nicht nur beim Empfang, sondern auch am Pflegezustand, da gibt es nichts zu beanstanden.

Es gibt einige naturgemäß gerne belegte Seeplätze, die Mehrzahl der touristischen Stellflächen befinden sich auf wiesenartigen Feldern; der Eindruck aus dem Platzplan, die einzelnen Parzellen dort seien weiter abgegrenzt, täuscht allerdings. Schattig steht man nur am Waldrand.

Hunde sind erlaubt, Spender für Beutel vorhanden.

Sanitärausstattung

Das zentrale Sanitärgebäude ist quantitativ und qualitativ ausreichend und guter Standard (auch Desinfektionsspender für Toiletten); wie oft gereinigt wurde, konnte ich nicht feststellen, jedenfalls war es immer sauber. Duschen kostet, das wird mit der CamperCard, die man bei Anreise erhält, bezahlt. Das gilt auch für Waschmaschine und Trockner, die sich neben Spülküche und Kochgelegenheiten im gleichen Bauwerk befinden; die WC-Entsorgung ist außen, eine Camper-Clean Station an der Hauptzufahrt.

Versorgung

Strom kommt mit 16A aus der CEE-Dose, Wasserzapfstellen im zumutbaren Abstand. Brötchen können vorbestellt werden. Die Mobilfunkversorgung mit 5G ist in Ordnung.

Eine Überraschung war die kleine Platzgastronomie. Auf der ersten Blick hatte man eher den Eindruck, auf einen gehobenen Schnellimbiss zu treffen, aber die kleine Karte und die Qualität der Speisen überrascht positiv. Bei schönem Wetter sitzt man draußen mit Seeblick.

Fazit

Ein gut geführter Platz, vor allem für Familien geeignet. Allerdings schienen einige Camper der Auffassung zu sein, ihren aus der Bluetooth-Box schallenden Frohsinn mit den Nachbarn teilen zu müssen, wummernde Musik vom Nachbarfeld gehört für mich nicht so zum Campinggefühl.

Das mag dem „Vatertag“ geschuldet sein und einer Techno-Party auf der gegenüberliegenden Seeseite (da kann der Platz nichts für), mich beschlich aber eher der Eindruck, dass es sich hier um eine platztypische Publikumserscheinung handelte (dafür sprechen auch andere Rezensionen).

Meinem Empfinden von Camping-Flair und Atmosphäre entspricht die Anlage nicht.

Camping La Source

Toplage

Zunächst ein Wort zur Anreise: Der ADAC bietet einen Routenplaner an, bei dem man als Option das Wohnwagengespann anklicken kann. Wir sind nach dieser Route aus Westen über Manosque kommend gefahren, was sich als Fehler erwiesen hat. Ortsdurchfahrten sind teilweise Zentimeterarbeit, schlecht ausgebaute Straßen, enge Kurven. Es entsteht ein netter Kontakt zu den Gästen des Dorfcafès, wenn sie die Stühle zur Seite rücken, damit wir durchkommen. Wenn das Navi einen dann auch noch in eine Sackgasse führt, sind Fahrkünste gefragt. Dennoch ist der Trip lohnenswert, die Landschaft bietet spektakuläre Ausblicke.

Die erwartete Ankunftszeit verzögert sich immer mehr, deshalb kündigen wir uns telefonisch beim Zielplatz an. Man verspricht, auf uns zu warten, auch wenn eigentlich Mittagspause ist. Selten guter Service!

Endlich erhaschen wir den ersten Blick auf den Lac de Saint Croix, tatsächlich türkis, und das Panorama von der Brücke über die hier auslaufende Verdon Schlucht sollte man einfach gesehen haben.

Die Betreiberfamilie erwartet uns bereits an der Rezeption, wir werden sehr freundlich begrüßt, man spricht Deutsch und Englisch, zur Auswahl der freien Plätze fährt man uns mit dem Golfcar. Das gibt fünf Sterne.

Der Camping La Source erweist sich objektiv als gute Wahl. Die Sanitärräume sind piccobello, das gärtnerisch gestaltete terrassierte Gelände sehr gepflegt, viele Bäume bieten Schatten, es gibt auch sonnige und halbschattige Stellplätze. Der See ist nur ein paar Schritte entfernt, zum Dörfchen mit einigen Restaurants und dem kleinen Supermarkt gibt es einen eigenen Ausgang. Der ist wie die Duschen mit Chiparmband bedienbar. Zu Recht führt La Source die vier Sterne. 

Was uns hier rein subjektiv fehlt ist die Weite, das Flair, der Spirit. Der Platz funktioniert tadellos, es gibt nichts zu meckern. Die Emplacements sind völlig in Ordnung, aber nicht besonders großzügig. Der PKW passt nicht mehr auf den Platz. Es ist zeitweise recht voll, eng wirkend und trubelig, wenn auch nicht wirklich laut. Betriebsamkeit würde vielleicht passen. Die Nachtruhe wird eingehalten. 

Strom (10 Ampere) wird pauschal abgerechnet. WLAN ist kostenpflichtig, das 5G Netz jedoch gut verfügbar. Insgesamt ist La Source nicht preiswert, die Toplage und die Nachfrage geben das her.

Die Snackbar im Eingangsbereich bietet die üblichen Gerichte von Fritten über Burger bis zur Pizza zu moderaten Preisen. Hunde sind willkommen und haben viel Spaß in und am See. 

Beonders gut geeignet ist La Source für Wohnmobilisten, bedingt für Caravans und noch bedingter für Wohnwagen ohne Mover. Für den Empfang gibt es 5 Sterne, 4,5 Sterne für den Rest. Nous ne reviendrons pas. Wir suchen Plätze mit dem kaum definierbaren gewissen Etwas. Wer jedoch einfach ein schönes Campinggelände direkt am See sucht und wen es nicht stört, nachbarschaftlichen Gesprächen unfreiwillig folgen zu können, der ist hier prima untergebracht. 

Den benachbarten Camping Les Pins haben wir uns angeschaut. Auch vier Sterne im Logo, vielleicht eine Nummer weniger schön was das Gelände betrifft, bietet der Platz verhältnismäßig großzügige Premiumplätze und einen ordentlicher Sanitärbereich. 

Und wer es günstiger mag, dem sei der Municipal an der D952 empfohlen. Ein großes Gelände, teilweise schattig, municipaltypische Nassräume, alles akzeptabel. Für 21 Euro einschl. Strom recht günstig, allerdings ist der doppelte Preis des La Source nicht gänzlich unberechtigt. Die Lage macht’s.

Stellplatz Büchelwiesen

Top-Platz – Punkt!

Auf diesen Top-Platz wurden wir durch einen Stellplatzführer aufmerksam. Nach unserer Auffassung wird hier die Messlatte für etliche Mitbewerber gesetzt.

Empfang/ Bezahlung

Freie Platzwahl, es sei denn, ein Reservierungsschild hängt deutlich am Stellplatz. In einem Häuschen findet man neben Infomaterial und Büchern einen Briefkasten, in den die ausgefüllte Anmeldung und die Gebühr in einem Umschlag eingeworfen wird. Der Pauschalpreis pro Platz beinhaltet die Gebühr für 2 Personen und einen Hund und ist als sehr moderat zu bezeichnen.

Die Platzbetreiber – die auch selbstgebrannten Schnaps verkaufen – sind mehrmals am Tag vor Ort, falls es Fragen oder Wünsche gibt.

Gelände

Die 27 Stellplätze (teilweise terrassiert) sind mit Rasengittersteinen befestigt und verfügen darüberhinaus über eine kleine Grünfläche für Tisch und Stühle. Für Wohnwagen gibt es 5 separate Stellmöglichkeiten. Obstbäume umsäumen das Gelände und grenzen an vielen Stellen auch den Platz zum Nachbarn ab. Alles ist top gepflegt und sauber. Durchdachte asphaltierte und beleuchtete Wege, ein Rondell zum Wenden und eine sehr gut anzufahrende Ver- und Entsorgungsstation runden das Angebot ab.

Wifi existierte zum Zeitpunkt unseres Besuches nicht, allerdings hatten wir einen sehr guten Mobilfunk-Empfang.

Darüber hinaus gibt es einen Brötchenservice.

Der Landgasthof Adler mit leckerem Essen, Biergarten und Schwimmteich lädt zum entspannten Verweilen ein.

Sanitär 

Im unteren Platzbereich stehen 2 behindertengerechte Toiletten-/Duschräume zur Verfügung, die einen sehr sauberen Eindruck machen.

Versorgung

Jedem Fahrzeug steht eine mit 16A abgesicherte CEE-Steckdose zur Verfügung; ein langes Stromkabel wird deshalb nicht benötigt.

Die befahrbare Entsorgungsstation mit Bodeneinlass bietet auch Frischwasserversorgung und eine separate Kassettentoiletten-Entleerung und ist weit genug von den Stellplätzen entfernt.

Für den Abfall gibt es Papier-, Restmüll- und Recyclingtonnen.

Umgebung

Die sanften Ausläufer des Allgäus grenzen an Oberschwaben und laden zu ausführlichen Wanderungen ein. Für Radfahrende empfehlen sich Touren zum etwa 20 KM entfernten Bodensee oder zum nahegelegen Städtchen Wangen.

Etliche Einkaufsmöglichkeiten (Bäcker, Supermarkt, Discounter) existieren in den Ortschaften Geiselharz oder Amtzell (Fahrrad empfohlen).

Fazit

Wir waren sehr beeindruckt und kommen gerne wieder!

Stellplatz Alpengasthof Schwabenhof

Rocker und Kuhglocken

Auf Empfehlung von Freunden fuhren wir den Schwabenhof an, der neben dem Landgasthof auch über Reisemobilstellplätze (Wohnwagen sind nicht erlaubt) verfügt und als Bikertreff beliebt ist. So trafen wir bei der Ankunft auf eine große Gruppe Harley-Fahrer, die zwar recht wild ausschauten, aber allesamt sehr freundlich waren und von denen wir auf den weiter unten gelegenen Stellplätzen nichts mehr hörten.

Empfang/ Bezahlung

Die Anmeldung/Bezahlung erfolgt an der Hotelrezeption – wir mussten erst einmal nicht bezahlen und konnten uns den Platz selbst aussuchen.

Gelände

Auf dem Gelände gibt es ca. 20 Stellplätze, die unterschiedlich groß und terrassiert sind.

Sanitär 

Für die Camper gibt es im Gasthof ausreichend kostenlose Toiletten sowie 2 Duschen, die mit € 1,- auch warmes Wasser bieten. Die Räumlichkeiten sind 24 Stunden geöffnet. Auf Wunsch und gegen Gebühr kann für 2 Stunden die Sauna gebucht werden.

Versorgung

Etwa alle 3 Stellplätze befinden sich 16-Ampere-abgesicherte CEE-Steckdosen. Je nach Platz empfiehlt es sich, mehr als 25 Meter Kabel dabei zu haben. Frischwasser erhält man gegen Gebühr an der ebenfalls vorhandenen Entsorgungsstation im Einfahrtsbereich – WIFI wird angeboten, überzeugte jedoch nicht, die Mobilfunkversorgung ist aber gut.

Der Schwabenhof bietet eine leckere Küche und einen Brötchenservice, unweit des Stellplatzes gibt es weiterhin eine Pizzeria und einige Alm-/Hoflädchen. Zum Einkaufen müssen wir Selbstversorger leider deutlich weit fahren.

Umgebung

Die Fotos sprechen für sich – das Allgäu ist einfach nur traumhaft. Es gibt unendlich viele Wanderwege zu Gipfeln oder Almhütten und im Winter existiert unmittelbar vor Ort ein Skilift-Betrieb.

Fazit

Campen vor einer Traumkulisse mit Kuhglocken-Geläut – definitiv ein Platz zum Wiederkommen.

Camping La Grange du Pin

Der auch zur Durchreise genutzte Platz liegt etwas versteckt (die Beschilderung ist aber gut) an einem See, zu dem auch ein Freizeitgelände mit Kletterpark gehört. Wenn die Rezeption nicht besetzt ist, sucht man sich einen freien Platz und meldet sich am nächsten Morgen an.

Die Stellplätze sind unterschiedlich groß und teilweise schräg, im unteren Platzbereich kann das Gelände teilweise sehr weich sein, die Oberfläche ist trügerisch, ein 4-Tonner-Wohnmobil hat sich da auch mal schnell festgefahren.

Nachts ist es hier ruhig, tagsüber dürfte es in der Ferienzeit und an Wochenenden etwas trubeliger werden.

Die Sanitäranlagen (Papier und Seife mitbringen) sind zwar relativ neu, aber die Beschriftung „während der Saison werden die Anlagen einmal täglich gereinigt“ sollte einem zu denken geben. Im Juni (keine Saison) jedenfalls konnte ich innerhalb von drei Tagen keine Reinigung feststellen, obgleich diese nicht nur von Campern, sondern auch von (kindlichen) Besuchern des Freizeitgeländes offenkundig frequentiert wurden.

WLAN funktioniert auf den von der Rezeption entfernt liegenden Stellplätzen nicht, der Mobilfunkempfang aber meist. Strom gibt es an den Stellplätzen, Wasser stellplatznah. Die Rezeption bietet außer für montags einen Brötchenservice an.

Das Restaurant am Freizeitgelände (Hunde nicht erlaubt) wusste qualitativ nicht zu überzeugen.


Wer sein SUP mit hat, kann das auf dem See nutzen, man kann ihn aber auch gut mit oder ohne Hund umrunden. Wegen der einsamen Lage hat die Umgebung sonst nicht allzuviel zu bieten.

Die drei Sterne gibt es nur wegen der Lage am See unter schönen alten Bäumen.

Camping Nivigne et Suran

Camping einfach

Wie auf vielen kommunalen Plätze in Frankreich ist freie Platzwahl angesagt, wenn die Rezeption nicht besetzt ist. Die Rasen-Stellplätze gruppieren sich auf einzelnen Feldern, die durch Hecken abgegrenzt sind, die Stellplätze selbst sind nicht parzelliert, aber ausreichend groß, was auf diesem Platz aber ohnehin eher nicht entscheidend sein dürfte, da er wohl eher selten mit dem Problem der Überbelegung zu Kämpfen haben dürfte. Bis auf den hinteren Bereich (für Zelte) kann man dort keinen besonderen „Spirit“ erwarten. Aufgrund der großen Bäume sind schattige Plätze zu finden.  Für eine Nacht kann man hier sicher bleiben, da es absolut ruhig dort ist.

Sanitär

Das einfach-funktionale Sanitärgebäude (keine Toilettenbrillen, keine Seife, kein Papier) wurde mit sauberen Einrichtungen vorgefunden, dieser Zustand kann aber auch darauf zurückzuführen sein, dass nur ein Camper auf dem gesamten Gelände stand, es also einfach nicht genutzt worden war; die verfügbaren Bewertungen sprechen allerdings auch dafür, dass die Anlagen sauber gehalten werden.

Versorgung

Die Stromsäulen stehen sehr zentral, man muss also schon mit einem Konvolut an Kabeln ausgestattet sein, um sich zu versorgen.

Da, wie fast überall in Frankreich, der Mobilfunk gut funkt, vermisst man das fehlende Wifi nicht. Die ortsnahe Lage ermöglicht es, sich fußläufig im Supermarkt, der Bäckerei oder dem Bier- und Weinladen zu versorgen. Gastronomische Angebote gibt es nicht.

Fazit

Die objektive Bewertung des Platzes fällt schwer, da er auf den ersten Blick eher wie ein aufgelassener Friedhof wirkte. Abgesehen von der suboptimalen Stromversorgung bietet er aber vieles, was man braucht: Ruhe, Schatten und ortsnahe Lage. Damit schafft er dann immerhin in der Gesamtbetrachtung noch 3,5/5 Punkten.

Camping Clorinthes

Der mittelgroße Platz (ca. 150 Plätze und ein paar Mobilheime) verfügt über große, aber nicht abgegrenzte Stellplätze, bei Bedarf mit Strom. Man steht auf Rasen, bei Regen kann es leider etwas matschig werden. Bei freier Platzwahl findet man einen sonnigen oder (teil-)schattigen Standort.

Die Lage, vom Fluss nur getrennt durch einen Rad und Fußweg, ist ruhig, das Zentrum der Stadt Crest ist fußläufig schnell erreichbar, und in 2,5 km Entfernung liegt ein großer Einkaufsmarkt.

Es gibt mehrere Sanitärgebäude, die allerdings je nach Belegung nicht alle geöffnet sind. Deren Ausstattung ist einfach, Toilettenbrillen und Papier gibt es nicht, und als geräumig kann man die WCs auch nicht bezeichnen, sie waren aber sauber. Auch die Duschen (Bedienung mit Kette) sind nicht opulent. Die Platzierung eines Ausgusses für die Chemietoiletten neben den Geschirrspülbecken ist suboptimal.

Es gibt einen unbeheizten Pool, eine nur in der Hauptsaison geöffnete Snack-Bar, einen morgendlichen Brötchenservice (Vorbestellung) und kostenloses WLAN sowie Waschmaschine und Trockner (gegen Gebühr).

Trotz guter Lage und ausreichend großer Stellplätze lässt insbesondere die Sanitärausstattung nicht mehr als 3,5 (von 5) Punkten zu. Wer also den besser ausgestatteten Platz sucht, ist auf Gervanne-Camping gut aufgehoben.

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