So groß bemessene Stellplätze haben wir vorher kaum irgendwo angetroffen. Auf der Nr. 19 könnte man beinahe ein Fußballspiel austragen. Selbst die „kleinen“ Pitches sind immer noch mehr als ausreichend, keiner wie der andere, fast alle schattig dank des alten Baumbestands.
Und auch wenn man manchmal den Verkehr von der in der Nähe vorbeiführenden D2 hört, ist Les Ripettes ein sehr ruhiger Platz, nichts für Partycamper, kaum geeignet für Familien, denn auch der Pool ist eher ein Relaxbecken für die im Schnitt tendenziell älteren Gäste. Das passt.
Für einen mit offiziell drei Sternen kategorisierten französischen Camping eher ungewöhnlich: Auf den immer sauberen Sanitäranlagen finden sich WC-Sitze- und Papier, stets gefüllte Seifenspender und reichlich Warmwasser.
Außer den wirklich freundlichen Besitzern sehen wir kein weiteres Personal, Madam et Monsieur sind von früh bis spät am Rackern. Um sieben wird der Pool gereinigt, kurz danach das vorbestellte Brot ausgegeben, Check-out, Rasenmähen, Putzen … Alles immer Proper.
Keine Überraschung, dass sich einige der Nachbarn als Stammgäste erweisen, die, wie wir, ursprünglich eigentlich nur einen Durchreiseplatz gesucht hatten. Gekommen um zu bleiben.
Mit dem 10 Ampere Stromanschluss (CEE) kommen wir gut aus, zum Zapfen des Frischwassers sowie zu einer der zwei Sanitäranlagen ist es nicht weit.
Sonntags kommt der Pizzawagen, dreimal in der Woche gibt es Fritten und Wurst am Snackkiosk. Zum Einkaufen sind es fünf Minuten mit dem Auto.
Die Mobilfunkversorgung ist mangelhaft, WLAN (kostenlos) nur in der Nähe der Rezeption verfügbar. Digital Detox.
So etwas wie eine Rezeption gibt es nicht, auch keine Webseite. Aline ist telefonisch oder per WhatsApp erreichbar.
Ab der Einfahrt am besten langsamer als Schritttempo, die Schlaglöcher sind tief. Bei den ersten Wohnwagen stellt sich die Frage, ob das benutzte Stellplätze sind oder ob die weg können. Wir fahren durch bis zu den Nummern 1 bis 4. Nahe am „Sanitärbereich“. Alles für Euch, meint die überaus freundliche Wirtin. Sucht euch was aus, bleibt solange ihr mögt. Gemüse aus eigenem Bioanbau als Willkommensgeschenk.
Wir stehen auf der Wiese am Bach unter hohen Bäumen, haben 10 Ampere Strom, Trinkwasser in kurzer Distanz, Schatten, Licht und reichlich Platz. Mit dem böigem Mistral sind die 30 Grad recht angenehm, für unsere Markise wird’s Zeit, reinzufahren. Die Sanitäranlagen sind sauber und sehr schlicht, warmes Wasser kommt aus den Duschen, sonst bleibt der Zapfhahn kalt, auch zum Spülen.
Gegenüber hinter Hecken und Sträuchern ein paar Dauercamper, deren Etablissements haben auch schon bessere Zeiten gesehen.
Und dennoch oder gerade deswegen: De l’Orme ist bezaubernd, seine Einfachheit besticht den anspruchslosen Gast mit Entspannheit und Ruhe. Zur Schlafenszeit randaliert der Frosch manchmal, soll er doch lieber die Mücken fressen. Ein beachtlich großer Greifvogel hat es auf die Nester der Elstern abgesehen – sehr zu deren Missfallen – und demonstriert waghalsige Flugmanöver über dem Terrain direkt vor unserer Nase. Getier unbekannter Provenienz widmet sich dem draußen stehenden Abfall. Die Katze war’s nicht. Die hat auch Streit mit den Elstern.
Nicht weit vom pulsierenden Leben an der Küste entfernt (5G funzt), genießen wir das touristische Angebot. Und wenn wir des Trubels und der Besichtigungen überdrüssig sind, kehren wir zurück in diese Oase des Friedens.
Jede hier verfasste Rezension ist selbstverständlich subjektiv und beeinflusst von den Gegebenheiten zum Zeitpunkt des Aufenthalts. Wenn alle Umstände perfekt zusammenpassen, fällt die Bewertung folglich entsprechend aus.
Den zahlreichen positiven Google Rezensionen ist kaum etwas hinzuzufügen. Ein unerwartet ruhiger Platz, schließlich liegt er am Dorfrand, man erwartet Straßen- und anderen Lärm. Nichts davon. Wir sind eingelullt vom Duft der Kiefern, propere Sanitärräume, großzügige Stellflächen, Schatten bei 30 Grad Ende Mai. Und dann die Umgebung: Im Umkreis von vielleicht 20 Kilometern etliche lohnenswerte Ziele, jeden Tag irgendwo ein Marché provençal. Mit dem Rad vorbei an Weinfeldern, sie streifen den Horizont. Dazwischen Lavendel, zaghaft beginnend, sich in Bälde kalenderblattfototauglich zu präsentieren, hier und da ein unerwarteter Blick auf den Mont Ventoux. Man ist beeindruckt.
Abends geht’s zum Aperitif oder Essen drei Gehminuten ins Dorf. Morgendlicher Brotbedarf lässt sich hier auch stillen. Mehr als nur Baguette und Croissants hat der Bäcker neben dem einen Kilometer entfernten U Express. In der anderen Richtung dorfauswärts kann beim Intermarche ebenfalls den täglichen Bedarf decken, hier ist auch die Bank mit dem einzigen lokalen Geldautomaten, der nur während der Öffnungszeiten zugänglich ist.
Betreut wird der Gemeindeplatz von der liebenswerten Madame Valerie. Sie ist die gute Seele, kümmert sich um alles, hält den Laden zusammen und geht jeden Abend an jedem Caravan oder Mobil vorbei, um den Gästen einen bonne soiree zu wünschen.
Zufahrtseitig befindet sich das kommunale kleine Freibad. Es öffnet für die zwei Sommermonate Juli und August, das dürfte mehr Trubel zur Folge haben. Das zum Schwimmbad gehörenden Restaurant ist auch jetzt geöffnet, etwas Schall von dort kommt selten bis zum Platz, stört dann aber nicht weiter. Genausowenig wie die Pétanque Spieler auf der angrenzenden Freifläche. Wie sind ja auf dem Land.
WLAN gibt’s nicht, 5G manchmal, LTE stabil langsam. Mit dem 6 Ampere Stromanschluss kommen wir hin, unter dem Strich ist das nicht das Ritz hier und das ist auch gut so.
Zunächst etwas skeptisch angesichts der auf der Karte erkennbaren Lage im Ort besuchen wir etwa 40 Kilometer nördlich von Lyon den Municipal von Châtillon-Sur-Chalaronne.
Nachdem der Patron uns während seiner Mittagspause die Schranke geöffnet hat, fahren wir auf ein mit etwa 100 Plätzen relativ großes Campinggelände, das in weiten Teilen auch als Stadtpark dienen könnte.
Ein gemütlicher Stellplatz (ca. 130 m²) im Schutz der Bäume ist schnell gefunden, wir haben reichlich Auswahl. Wie üblich wird nach dem Aufbau inspiziert.
Auffällig und eher untypisch für einen kommunalen Platz sind zum einen die Mobilheime und zum anderen die Saisoncamper. Alles gut durchmischt, keineswegs störend, lediglich unerwartet.
Die zweite Besonderheit betrifft die Sanitärräume. Nicht weil diese schon in die Jahre gekommen sind, jedoch überwiegend sauber und gepflegt wirken, sondern weil es so viele gibt. Insgesamt drei Gebäude, eins mittig, die beiden anderen links und rechts, mit jeweils reichlich Kapazitäten. Das sollte auch bei Vollbelegung passen. Und wer das zweifelhafte Vergnügen sucht, ein altes französisches Stehklo zu benutzen, der käme hier auch zum Zuge. Unterdessen sind ganz überwiegend Standard-WC ohne Brille in genügender Anzahl vorhanden. Die Dusche gleich rechts bietet ausreichend Wasserdruck, die anderen eher nicht.
Bei während unseres Aufenthalts geringer Belegung ist die Platzbar nicht geöffnet, insgesamt kann das Terrain dennoch mit seiner Infrastruktur punkten. Wifi ist zwar nur im Rezeptionsbereich, 5G jedoch flächendeckend verfügbar. Hunde sind erlaubt. Einkäufe lassen sich sogar zu Fuß im Intermarché SUPER gleich um die Ecke erledigen
Manchmal hört man im Hintergrund ein tolerables Rauschen von der Straße. Auf dem sich an der Chalaronne entlangstreckenden Platz selbst ist es ansonsten ruhig. Über eine Holzbrücke am Hinterausgang (mit Türcode) quert man den Fluß und erreicht gleich das städtische Schwimmbad, auf dessen Parkplatz sich auch der Wohnmobilstellplatz befindet. Dort parken einige Fahrzeuge für 13,60 Euro pro Nacht, wir stehen für weniger als das Doppelte deutlich besser. Am Ausgang gleich links führt ein Fußweg in das Naturschutzgebiet um den Etang Grobon. Sehr sehenswert.
Das Städtchen selbst hat Charme, ist jedoch schnell erkundet.
Fazit: Es bestätigt sich ein weiteres Mal, dass wir bei Municipal Campings häufig fündig werden: Ruhe, großzügige Stellflächen, gute Sanitärräume, Einkaufen in der Nähe, zu Fuß ins Dorf zum Café. Kein weiterer Schnickschnack. Wegen der vielen Mobilheime und der vermuteten Belegung in der Hauptsaison würden wir diesen Municipal nur für die Reisezeit außerhalb der Ferien empfehlen.
4,5 Sterne, weil die Sanitärräume teilweise wirklich sehr renovierungsbedürftig sind. Der tolle Empfang macht’s fast wett.
Zunächst ein Wort zur Anreise: Der ADAC bietet einen Routenplaner an, bei dem man als Option das Wohnwagengespann anklicken kann. Wir sind nach dieser Route aus Westen über Manosque kommend gefahren, was sich als Fehler erwiesen hat. Ortsdurchfahrten sind teilweise Zentimeterarbeit, schlecht ausgebaute Straßen, enge Kurven. Es entsteht ein netter Kontakt zu den Gästen des Dorfcafès, wenn sie die Stühle zur Seite rücken, damit wir durchkommen. Wenn das Navi einen dann auch noch in eine Sackgasse führt, sind Fahrkünste gefragt. Dennoch ist der Trip lohnenswert, die Landschaft bietet spektakuläre Ausblicke.
Die erwartete Ankunftszeit verzögert sich immer mehr, deshalb kündigen wir uns telefonisch beim Zielplatz an. Man verspricht, auf uns zu warten, auch wenn eigentlich Mittagspause ist. Selten guter Service!
Endlich erhaschen wir den ersten Blick auf den Lac de Saint Croix, tatsächlich türkis, und das Panorama von der Brücke über die hier auslaufende Verdon Schlucht sollte man einfach gesehen haben.
Die Betreiberfamilie erwartet uns bereits an der Rezeption, wir werden sehr freundlich begrüßt, man spricht Deutsch und Englisch, zur Auswahl der freien Plätze fährt man uns mit dem Golfcar. Das gibt fünf Sterne.
Der Camping La Source erweist sich objektiv als gute Wahl. Die Sanitärräume sind piccobello, das gärtnerisch gestaltete terrassierte Gelände sehr gepflegt, viele Bäume bieten Schatten, es gibt auch sonnige und halbschattige Stellplätze. Der See ist nur ein paar Schritte entfernt, zum Dörfchen mit einigen Restaurants und dem kleinen Supermarkt gibt es einen eigenen Ausgang. Der ist wie die Duschen mit Chiparmband bedienbar. Zu Recht führt La Source die vier Sterne.
Was uns hier rein subjektiv fehlt ist die Weite, das Flair, der Spirit. Der Platz funktioniert tadellos, es gibt nichts zu meckern. Die Emplacements sind völlig in Ordnung, aber nicht besonders großzügig. Der PKW passt nicht mehr auf den Platz. Es ist zeitweise recht voll, eng wirkend und trubelig, wenn auch nicht wirklich laut. Betriebsamkeit würde vielleicht passen. Die Nachtruhe wird eingehalten.
Strom (10 Ampere) wird pauschal abgerechnet. WLAN ist kostenpflichtig, das 5G Netz jedoch gut verfügbar. Insgesamt ist La Source nicht preiswert, die Toplage und die Nachfrage geben das her.
Die Snackbar im Eingangsbereich bietet die üblichen Gerichte von Fritten über Burger bis zur Pizza zu moderaten Preisen. Hunde sind willkommen und haben viel Spaß in und am See.
Beonders gut geeignet ist La Source für Wohnmobilisten, bedingt für Caravans und noch bedingter für Wohnwagen ohne Mover. Für den Empfang gibt es 5 Sterne, 4,5 Sterne für den Rest. Nous ne reviendrons pas. Wir suchen Plätze mit dem kaum definierbaren gewissen Etwas. Wer jedoch einfach ein schönes Campinggelände direkt am See sucht und wen es nicht stört, nachbarschaftlichen Gesprächen unfreiwillig folgen zu können, der ist hier prima untergebracht.
Den benachbarten Camping Les Pins haben wir uns angeschaut. Auch vier Sterne im Logo, vielleicht eine Nummer weniger schön was das Gelände betrifft, bietet der Platz verhältnismäßig großzügige Premiumplätze und einen ordentlicher Sanitärbereich.
Und wer es günstiger mag, dem sei der Municipal an der D952 empfohlen. Ein großes Gelände, teilweise schattig, municipaltypische Nassräume, alles akzeptabel. Für 21 Euro einschl. Strom recht günstig, allerdings ist der doppelte Preis des La Source nicht gänzlich unberechtigt. Die Lage macht’s.
An der Zufahrt auf den kleinen Bauernhof-Camping ankommend waren wir zunächst nicht besonders begeistert. Hier sieht es ein wenig nach einem Abstellplatz für ungenutzte oder schrottreife landwirtschaftliche Gerätschaften aus.
Allerdings erwarten wir von einem Camping à la Ferme auch keinen hohen Standard, das wäre widersprüchlich. Dennoch könnte die eine oder andere Ecke mal etwas aufgeräumt werden.
Das eigentliche Campingterrain liegt unterhalb des Hofgebäudes leicht abschüssig in einem kleinen Eichenwäldchen – und schon beim Aufbau nach freundlichem Empfang beginnt der Platz dann, seinen besonderen Charme zu entfalten.
In unserem tiefstem Inneren sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit und Ordnung suchend, fängt uns der Platz mehr und mehr mit seiner völlige Gelassenheit und Laissez-faire ausstrahlenden Atmosphäre ein. Der Eimer als Wetterschutz über der Stromsäule, na und? Die Ecke mit den alten Plastikstühlen, geht doch! Die Hühner im ausrangierten Wohnwagen, wie originell.
Wir bleiben erst mal hier.
Das Unisex-Sanitärgebäude beherbergt in gemauerten (!) Kabinen drei Duschen, drei WC (mit Brille und Papier), Waschbecken und Spülmöglichkeit. Warmes Wasser gibt es zur Genüge, zum Zapfen des Frischwassers bedarf es einiger Verrenkungen.
Wir befinden uns zwischen den Gebirgszügen von Vaucluse und Luberon. Es weht ständig ein leichter, den Duft provenzalischer Kräuter mitführender Wind und wir stellen uns vor, hier auch und gerade bei heißen Temperaturen im Schatten der Eichen bestens untergebracht zu sein.
Das örtliche Animationsteam, bestehend aus den bereits erwähnten Hühnern, einigen Ziegen und anderem Bauernhofgetier sowie dem die angrenzende Wiese mähenden Landwirt bietet uns ausreichend Entertainment, mehr brauchen und möchten wir nicht.
Dies scheint auch für die anderen Campinggäste (Hunde sind erlaubt) zu gelten, wodurch es wunderbar ruhig ist. Straßen sind weit genug entfernt, um Verkehrsgeräusche nicht durchdringen zu lassen. Ein Platz zum entspannten Verweilen mit allem, was nötig ist. WLAN und performante Mobilfunkversorgung gehören nicht dazu. Eine Entleerungsmöglichkeit für die Chemietoilette findet sich aber und Strom steht mit 6A (frz. Stecker) zur Verfügung.
Auf dem Hof kann man Bioeier der Wohnwagenhühner erwerben, eigener Honig wird auch angeboten, aber alles sehr dezent. Am Nachmittag geht es nach den Einkäufen im benachbarten Coustellet (Aldi, Unico, Tankstelle etc.) auf die Veloroute du Calavon.
Aus nördlicher Richtung über holprige Seitenstraßen anreisend präsentiert das Burgund seine üppigen Reize. Weinberge links und rechts, ein paar kleine Dörfchen und hier und da ein malerisch herrschaftliches Anwesen. Wo sind bloß die Ritter?
Zu Saisonbeginn ist der Platz (etwa 60 Stellplätze, davon ungefähr 2/3 schattig) noch fast leer, wir haben die Auswahl und platzieren uns im Schatten großer Bäume direkt am beschaulichen Flüsschen. Unser Terrain misst ca. 160 qm, ist links und rechts durch Hecken begrenzt und wirkt gefühlt größer. Es ist und es bleibt ruhig und friedlich, das Lauteste ist das Vogelgezwitscher.
Obligatorisch erfolgt nach dem Aufbau die Sanitärinspektion: alt, eng, sehr sauber, heißes Wasser ausreichend, vollkommen ok; Toiletten nach klassischer Geschlechterverteilung, Duschen unisex.
Uns kommt es angesichts des Umstands, dass der Campingplatz quasi leer ist, wie Wildcamping mit Strom und Wasser vor. Die Fantasie des einigermaßen erfahrenen Campers reicht jedoch aus, sich vorzustellen, wie es vor allem bezüglich der dann keinesfalls ausreichenden Sanitärkapazitäten bei Vollbelegung aussieht. Insofern ist die platzeigene 2-Sterne-Bewertung wohl angemessen. Und auch das wirklich niedrige Preisniveau spiegelt dies wider.
Das Büro ist nur sporadisch besetzt, bei Anreise sucht man sich einen Stellplatz aus und meldet sich später an. Es wird empfohlen, kleinere Scheine mitzuführen, Kartenzahlung funktioniert nicht.
Strom 10 Ampere, Wasserzapfstellen gut verteilt, Chemietoiletten-Entleerung in archaischer Art und Weise im Grauwasserabfluss der Wohnmobile. Wifi ist vorhanden und performant, bei steigender Nutzerfrequenz dürfte sich das ändern. Der Bäcker im Dorf hat dauerhaft geschlossen, für die Nahversorgung einschließlich des morgendlichen Brotbedarfs gibt’s einen kleinen Proxi, der ab mittwochs geöffnet hat.
Am Abend tankt man gerne noch etwas Dorfleben, Personal und Gäste der örtlichen Bar spielen Boule, es gibt eine gut besuchte Pizzeria oder das Stück italienisches Nationalgericht vom Wagen auf dem Marktplatz. Idylle Bourbuignon.
Die Gegend bietet zahlreiche empfohlene Fahrrad- und Wanderrouten. Die nächstgrößere Stadt ist das 13 Kilometern entfernte Cluny.
Ein schöner Camping Municipal zum Wiederkommen, aber nur außerhalb der Saison.
.. und gut 2 Kilometer entfernt von dem beschaulichen Örtchen Eygalières liegt der kleine Campingplatz Le Pesquié an einer kaum befahrenen Nebenstraße.
Le Pesquié ist ein sogenannter Camping Ferme, also eine Art französischer Minicamping. Etwa 25 bis 30 Plätze verteilen sich auf zwei Bereiche mit eher sonnigen und teilweise schattigen Stellmöglichkeiten, deren Abgrenzung allenfalls durch Bewuchs erkennbar ist.
Die Rezeption ist nur am Abend besetzt, ankommende Camper werden per Aushang gebeten, sich einen Platz auszusuchen. Die Anmeldung erfolgt dann sehr unkompliziert irgendwann später. Diese Vorgehensweise spiegelt die gesamte Atmosphäre auf dem kleinen Camping wieder: Absolut entspannt, bitte keinen Stress, nur Ruhe und Gemütlichkeit. Allerdings wird der eher anspruchsvolle Komfortcamper hier wohl weniger glücklich.
Das Gelände ist gärtnerisch nicht besonders gepflegt, die teilweise sehr spärlich beleuchteten Sanitärräume sind alt, die Duschen etwas beengt, Warmwasser ist eher Lauwarmwasser, Temperaturregelung Fehlanzeige. Die Toiletten sind mit Brille ausgestattet, Papier gibt’s auch in ordentlicher Qualität. Während unseres Aufenthalts haben wir die Räume immer sauber und gepflegt vorgefunden. Das Preis-Leistungsverhältnis empfanden wir als günstig mit Ausnahme der 5 Euro Gebühr für die Waschmaschine ohne Schleudergang.
Wer etwas sucht, findet die nächste Stromsäule zwischen den Sträuchern (vermutlich 10 Ampere), ein langes Kabel ist empfehlenswert. Reparuren an den Säulen scheinen allerdings nicht stattzufinden.
Das nur im Rezeptionsbereich verfügbare WLAN ist bemerkenswert performant, auf dem Grundstück empfängt man 4G mit kleinen Aussetzern. Morgenlicher Brotservice wird nicht angeboten.
Wir haben uns hier trotz der beschriebenen „Defizite“ richtig wohl gefühlt. Ein sehr ruhiger, charmanter Platz mit einer perfekten Lage für Ausflüge, z.B. auf dem Radweg nach St. Remy de Provence, zu Fuß nach Eygalières zum Kaffee, Bäcker, Metzger oder Wochenmarkt oder etwa mit dem Auto nach Avignon. Einmal in St. Remy haben wir auch einen Blick auf den stadtnahen CP Monplaisir geworfen. Immerhin mit durchschnittlich 4,7 Sternen bei Google bewertet hat uns das 4-Sterne Anwesen nicht überzeugt: Kleine Emplacements, so gut wie nirgendwo Schatten. Das können auch die guten Sanitärräume nicht kompensieren. Da machte der nicht weit entfernte Camping Mas de Nicolas schon einen etwas besseren Eindruck, obwohl man auch hier keinen großzügigen Pitches findet, ist das Gelände durch mehr Bäume und Sträucher zumindest teilweise schattig und durch die leichte Hanglage auch ansprechender aufgeteilt. Beide Plätze reichen für uns jedoch nicht an den Favoriten in Eygalières heran. So waren wir froh, nach dem Ausflug ins Städtchen wieder dort zu landen.
Kurz und knapp trifft es eine Google Rezension, in der Le Pesquié als Camping wie auf dem Bauernhof beschrieben wird. In einer anderen Bewertung heißt es, Ruhe ist ein Teil der DNA des Platzes. Dem können wir uns uneingeschränkt anschließen.
Etwa in Frankreichs Mitte im Departement Lour-et-Cher liegt der kleine historische Ort Mennetou-sur-Cher, und hier unterhält die Gemeinde den Camping Municipal Val Rose. Das Gelände erinnert mit seinen hohen schattenspendenden und manchmal betörend duftenden Linden eher an einen gepflegten Park als an einen typisch gezirkelten Campingplatz. Die Rasenstellplätze, die man sich bei Ankunft selbst aussucht (und sich nach 17 Uhr anmeldet), sind ausgesprochen großzügig auf der gärtnerisch gepflegten Anlage verteilt und durch die Bäume oder unterschiedlich hohe Hecken voneinander abgegrenzt.
Wer Wert auf moderne Sanitärräume legt oder etwa solche Dinge wie eine Ablage oder Kleiderhaken wünscht, sollte Val Rose meiden. Uns haben die sehr einfachen, alten, aber stets sauberen Einrichtungen genügt. Der freundliche Platzwart reinigt dreimal täglich. Zweifel kommen bei der Frage auf, ob die Anzahl der WCs und Duschen bei Vollbelegung der ca. 50 Plätze ausreichen würde, aber es kann auch bezweifelt werden, dass es auf diesem Platz jemals zu einer Vollbelegung kommt. WLAN haben wir nicht vermisst, die Mobilfunkversorgung ist völlig ok. Stromanschlüsse (6 Ampere oder höher) mit CEE Stecker.
Viele Besucher nutzen den Platz zur Durchreise. Tagsüber, wenn alle abgereist sind, ist es hier absolut ruhig, man hört nur die Vögel und hin und wieder einen Zug. Selbst am Abend werden auch die neu angereisten Camper offensichtlich von der Ausstrahlung des Platzes eingefangen, um 22 Uhr ist Ruhe, jedenfalls während unserer Aufenthalte.
Mennetou-sur-Cher mit seinem sehenswerten historischen Ortskern ist recht schnell besichtigt, im Ort gibt es eine kleine Metzgerei und einen Bäcker, von den Strapazen erholt man sich dann beim Kaffee oder Bierchen direkt am Canal de Berry. Einkäufe lassen sich im 1,5 Kilometern entfernten Nachbarort in dem kleinen Utile-Markt erledigen.
Wer wissen möchte, ob der CP Wolfstein die richtige Wahl ist, dem wird die aufmerksame Lektüre der Homepage des Campings empfohlen. Hier liest man dann unter anderem: „In der Hauptsaison ist es auf dem Camping am Königsberg gemütlich voll und es gibt vieles zu erleben, für Groß und Klein. Und die Kinder können viele neue Freunde finden.“ „Gemütlich voll“ heißt in prospektdeutsch natürlich rappelvoll und eng. Genau so ist es.
Doch zunächst zum Empfang:
Wir kamen, wie viele Male zuvor auf zahlreichen anderen Zielen, kurz vor 12 Uhr am Platz an und wurden sogleich von einer weiblichen Person extrem unhöflich und ruppig abgewiesen. CheckIn sei ab 14 Uhr, das sei ja überall so, und wenn wir früher auf den Platz wollten müssten wir 15 Euro zahlen oder es eben lassen, ganz wie wir wünschten. Die Art und Weise und der Tonus dieser belehrenden und inhaltlich auch falschen Ansage, uns bei 30 Grad Außentemperatur abzuzocken, gefiel uns nicht wirklich.
Zwei Stunden später durften wir dann anreisen (wir hatten angezahlt, sonst wären wir weiter gefahren) und trafen auf die uns zugewiesenen sogenannten XL-Plätze, die sich weder durch eine besonders großzügige Stellfläche auszeichneten noch bezüglich ihrer Schattenlage von manchen Standardplätzen unterschieden. Lediglich deren Randlage an der Lauter würde eine besondere Klassifizierung rechtfertigen. Tatsächlich ist jedoch ein XL-Platz auf dem Terrain vorhanden, der sowohl das Attribut XL verdient als auch Schatten bietet.
Positiv überrascht wurden wir von einem komplett ausgestatteten modernen Sanitärgebäude von hohem Standard.
Nachts ist es ruhig, auf der nahegelegenen Bahnstrecke fährt der letzte Zug um 21 Uhr.
Der Eintritt ins benachbarte kommunale Freibad ist für Campinggäste kostenlos. Im Übrigen bietet die Internetseite des CP alle notwendigen Information in zutreffender Art und Weise. Brötchen gibt es auf Vorbestellung, Strom mit 16A (CEE). Die Mobilfunkversorgung ist schwach, WLAN ist nur für eine Stunde pro Tag kostenfrei und nicht besonders performant. Ohnehin ist das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis ein weiterer Kritikpunkt.
Im kleinen Ort Wolfstein findet man Bäcker und Gastronomie, in 3,5 Kilometer Entfernung einen Discounter.
Fazit
Wir haben uns auf dem Platz nicht wohl gefühlt, und das nicht wegen der garstigen Rezeptionistin. Das Gelände ist wenig attraktiv, unschöne Mietgebäude und Dauercampingplätze sowie als Erweiterungsgelände eine ehemalige Kuhwiese lassen das Anwesen insgesamt wenig einladend wirken.
Wegen der hervorragenden Sanitärausstattung kann der Camping Königsberg dann aber noch noch 3 Sterne erreichen.