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Die Aufbaubatterie muss mit Strom versorgt werden, damit sie geladen wird; sind gleichzeitig Verbraucher aktiv, hat sie eine Puffer-Funktion. Das Laden der AB kann auf verschiedenen Wegen – und völlig unproblematisch auch gleichzeitig – erfolgen.

Wechselstrom/Netz-Ladegerät

Der erste Weg ist das Netz-Ladegerät, das wir aus dem Kapitel Wechselstrom schon kennen. Das Netz-/Ladegerät wird mit der Batterie verbunden – Plus mit Plus und Minus mit Minus, und versorgt diese dann mit Gleichstrom.

Solar

Eine weitere Möglichkeit ist ein Solarpanel; dieses erzeugt einen Gleichstrom, der mit Hilfe eines Ladereglers in eine für die Bordbatterie verträgliche Spannung umgewandelt wird. Bei Windgeneratoren gilt Ähnliches.

Bei den Reglern wird zwischen PWM- und MPPT-Reglern unterschieden. An beide wird zunächst die Batterie angeschlossen, damit diese richtig erkannt wird, und dann das Solarpanel.

Lichtmaschine

Der dritte Weg ist die Lichtmaschine des Fahrzeuges (oder Zugfahrzeuges). Dazu wird das System Starterbatterie/Lichtmaschine mit der Aufbaubatterie über Plus- und Minusleitung verbunden.

Würde man dies allerdings permanent machen, würden sich die beiden Batterien dauerhaft entladen. Die Verbindung soll eigentlich nur dann bestehen, wenn der Motor läuft. Deshalb kommt in die Plus-Leitung zwischen SB und AB ein Trennrelais; das hat die Funktion, bei laufendem Motor die Verbindung zwischen AB und SB durchzuschalten, läuft der Motor nicht, ist diese Verbindung getrennt. Verwirrend ist die Bezeichnung dieses Relais: es ist vom Typ „Schließer“. Wenn D+ anliegt, schließt dieses Relais den Stromkreis, also dann kann der Strom fließen.

Das Trennrelais muss natürlich eine Information bekommen, dass der Motor läuft, dazu nehmen wir das D+-Signal. Läuft der Motor, wird das Relais geschlossen, die Verbindung zwischen den beiden Batterien ist hergestellt und die AB wird mit geladen.

Eine Alternative hierzu ist ein sogenannter Ladebooster.

Ergänzend sollte allerdings noch darauf hingewiesen werden, dass die hier beschriebene Verbindung zwischen AB und SB die weitaus häufigste Form ist; es gibt auch andere, allerdings eher selten anzutreffende Lösungen, beispielsweise von der Firma Sterling; bei deren Geräten wird die Lichtmaschine mit dem Gerät verbunden und über dieses dann die Starterbatterie und die Aufbaubatterie geladen. Diese Lösung funktioniert bei Motoren mit intelligenter Lichtmaschinenregelung allerdings nicht.

Laden der Starterbatterie

Das einfache Trennrelais führt zwar dazu, dass die Aufbaubatterie geladen wird, wenn der Motor läuft, aber bewirkt nicht, dass die Starterbatterie geladen wird, wenn die Aufbaubatterie auf anderen wegen (Wechselstrom, Solar) versorgt wird.

Deshalb gibt es Automatik-Relais, das eine kleine Erhaltungsladung zur SB schickt, wenn die AB geladen wird. Eine Alternative hierzu ist der Stand-By-Charger, die einen Erhaltungsstrom von der AB zur SB schicken, unabhängig davon, wie die SB ihren Ladestrom bekommt.

Duo-Solarregler haben eine solche Funktion ebenfalls, und die meisten Ladebooster auch.

Kombigeräte

Die beschriebenen Lademöglichkeiten können über einzelne Geräte, aber auch über Kombigeräte, die zwei oder mehr der genannten Ladefunktionen abbilden, realisiert werden. Es gibt nicht die eine richtige mögliche Lösung, sondern mehrere Wege, die zum Ziel führen, entweder eben nur einzelne Geräte oder Gerätekombinationen, wie zum Beispiel den Triple-Charger von Votronic.

Sicherungen und Schalter

Beim Einbau dieser Geräte sind Leitungsquerschnitte zu beachten; wenn die Leitung zu dünn ist, wird sie zu heiß, und irgendwann gibt es Flammen. Leitungen müssen ab­gesichert werden, dabei gilt, dass jede Stromquelle (also Batterie, Solarregler usw. unmittelbar an der Quelle in der Plusleitung abgesichert werden muss. Man setzt Sicherungen, genau wie Schalter (Ausnahme: Trennschalter), in die Plus-Leitung.

Falls aus der Anleitung hervorgeht, dass das entsprechende Gerät selbst bereits eine Sicherung hat, ist eine weitere natürlich entbehrlich.

Näheres zur Berechnung der Leitungsquerschnitte und der daraus resultierenden Stärke der Sicherungen im Kapitel Kabel.