Camping du Marais

Mitten in einem kaum besiedelten, landwirtschaftlich geprägten Umfeld im Burgund liegt dieses Kleinod an einem Teich. In dieser Gegend wird der Crémant de Bourgogne produziert, die Champagne beginnt erst 5 km weiter, deshalb darf er sich nicht Champagner nennen. Renoir hat hier seine Landschaften gemalt.

Aus Norden kommend, führt einen das Navi über eine Straße, die den Namen „Grande Rue“ trägt, aber in dem Fall bezieht sich das Adjektiv nicht auf die Breite, im Gegenteil, sondern auf die Länge. Die Breite wird dann auch ein Thema bei der Platzzufahrt: mit 2,50m wird es für Wohnwagen und Wohnmobile am Tor zu eng werden, Doppelachser sind ohnehin nicht erlaubt.

Hat man das Tor – das übrigens um 22 Uhr geschlossen wird – überwunden, trifft man zunächst auf das kleine, aber mit Allem ausgestattete Sanitärgebäude. Toilettenbrillen, Seife, Papier – alles da, top gepflegt vom freundlichen und sich um alles kümmernden Platzmanager, der zwar nicht alle Fremdsprachen dieser Welt beherrscht, aber perfekt mit seiner Übersetzungsapp klar kommt.

Hier wird auch gespült (außen), Waschmaschine und Trockner, wie üblich gegen Gebühr, gibt es natürlich auch.

Auch bei den Details wurde nachgedacht, Entsorgung und Frischwasser sauber getrennt.

Am Sanitärgebäude vorbei links geht es dann zu den knapp 20 Plätzen, von denen man sich einen aussuchen kann. Es gibt Schatten, Sonne, Halbschatten, 16A CEE-Strom, Wasserzapfstellen, vor allem aber: Ruhe. Um 22 Uhr hört man nichts mehr – und wagt es auch nicht, noch selbst Geräusche zu machen. Auch wenn die Anlage nicht explizit nur für Erwachsene kategorisiert ist: sie ist für Kinder nicht geeignet.

Betreiber des Areals, also einschließlich der Teiche, ist eine Art kommunaler Zweckverband, es ist ein „Camping Municipal“, ohne diese Bezeichnung offiziell zu führen.

Auf dem Gelände des Zweckverbandes liegt ein Gourmet-Restaurant mit Außenterrasse, wenn man sich das leisten will: es lohnt sich.

Das war dann auch die Infrastruktur, Einkäufe jeglicher Art erledigt man in Châtillon-sur-Seine. Wer spät frühstückt, kann – außer montags – auf den mobilen Bäcker warten, der sich gegen 10 Uhr durch Hupen bemerkbar macht.

Außerhalb der Hauptrouten gelegen, aber etwas zum Wiederkommen, zum Runterkommen – Entspannung pur.

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