Camping Domaine la Garenne

Schon merkwürdig: Alle lieben die Provence, aber kaum einer kennt die Drôme. Doch wer auf der Fahrt in den Süden Frankreichs rechtzeitig abbiegt, kommt aus dem Staunen und Schwelgen nicht mehr heraus.

https://www.brigitte.de/leben/reise/reiseberichte-und-infos/die-drôme-10064090.html

Wir sind abgebogen, und das hat sich gelohnt.

Bereits auf der Anfahrt versteht man, dass die Einheimischen Entfernungen angeblich in Stunden statt in Kilometern angeben. Landschaftlich sehr reizvoll über wenig befahrene Straßen erreichten wir unser nächstes Ziel, den Campingplatz Domaine la Garenne.

Da bereits reserviert und bezahlt, verlief der CheckIn sehr angenehm und unkompliziert, nett, freundlich und mehrsprachig. Das weitläufige Gelände (15 Hektar) war zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts nur wenig belegt, weshalb wir freie Platzwahl hatten. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen entschieden wir uns für XXL-Stellplätze unter Bäumen, gleichwie im Wald. Derart große Emplacements haben wir bisher tatsächlich noch nicht gesehen, Platz ohne Ende, zum nächsten Nachbarn fährt man am besten mit dem Rad. Das Terrain bietet jedoch auch halbschattige, etwas kleinere Plätze mit teilweise schönem Blick auf Felder und Wiesen. Die auf dem Gelände verteilten Ferienbungalows vermittelten auch einen sehr ordentlichen Eindruck, es handelt sich um moderne Gebäude, die innen und außen ausreichend Platz bieten und schattig oder halbschattig auf den terrassenartigen Grundstücken stehen. In der Nähe unserer Plätze liegt eines der zahlreichen auf dem Anwesen verteilten Sanitärgebäude, das sauber, gut gepflegt und gewartet mit allen notwendigen Vorrichtungen aufwartet.

Bei einem so großen Grundstück kann man kaum flächendeckend WLAN erwarten, an der Rezeption können sich die Mobilgeräte jedoch problemlos und recht zügig verbinden, und Mobilfunk geht auch. Hier findet sich auch das (nur in der Hauptsaison wirklich geöffnete) Platzrestaurant, ein kleiner Shop und der aus drei Becken bestehenden Schwimmbadbereich mit angrenzendem Spielplatz.

Strom gibt es über französische Steckdosen. Im Bereich der Zufahrt zum Platz befindet sich eine Schnellladestation für Elektroautos.

Wer es sehr ruhig und gemächlich mag, ist hier im Department Drôme auf dem Campingplatz La Garenne gut aufgehoben, selbst der Einkauf im etwa fünf Kilometer entfernten Super-U oder auf dem kleinen Wochenmarkt in Châteauneuf-de-Galaure verläuft mit allseitiger Gelassenheit. Auch die sehr reizvolle Landschaft vermittelt das Gefühl von betulicher Gemütlichkeit.

Über die zahlreichen Ausflugsziele in der Umgebung erhält man in der Rezeption genügend Infos und Tipps. Sehenswert ist das Palais Idéal in Hauterives, nur 10 Autominuten entfernt.

Sehr schön auch eine Fahrradtour auf die Anhöhen zwischen Saint-Avit und Ratières. Von hier aus genießt man einen wunderbaren Fernblick bis ins Rhone-Tal.

Insgesamt ein lohnenswertes Ziel, allerdings mit wenig Möglichkeiten, auch nur einen Kaffee trinken zu gehen, jedenfalls außerhalb der Hauptreisezeit. Daher insgesamt „nur“ vier Sterne.

Waldcamping Zehtner See

Dieser Campingplatz mit etwa 40 Dauercamper-Parzellen (hier betrachten die Dauercamper die Touristen nicht als Fremdkörper, sondern als Teil ihrer Community)  und 40 Touristenplätzen für Zelte, Caravans und Wohnmobile befindet sich in der Region Mecklenburger Seenplatte nahe des Dorfes Schwarz und ist ein Kleinod in der Müritz-Seenplatte. Er gehört zu den ruhigsten Campingplätzen, die wir je besucht habe und liegt im an den See grenzenden Wald mit altem Kiefernbestand, Birken, Eichen und Buchen. Hier ist individuelles Camping auf äußerst großzügigen Stellplätzen, unter Bäumen oder auf einer teilweise schattigen Wiese zwischen Hecken, Sträucher und anderen Pflanzen möglich.

Erwähnt werden muss leider die Stechmückenplage Anfang Mai 2022 auf dem Platz (es muss ja nicht immer so heftig sein), ein abendliches Genießen des Weines und der Ruhe vor dem Wohnmobil war leider nicht möglich, auch tagsüber wurde man derart „belästigt“, dass wir uns zur vorzeitigen Abreise entschlossen. Im Juni 2020 waren die Plagegeister auch zahlreich vorhanden, es war aber halbwegs erträglich.

Rezeption

Die Rezeption befindet sich direkt rechts an der Einfahrt. Wir fühlten uns von Beginn an willkommen. Dank Gunnar Reinke, einem sehr netten und einsatzwilligen Platzbesitzer, der den Platz in der 6. Saison führt, ist das Einchecken äußerst unkompliziert – er zeigt einem persönlich die in Frage kommenden Stellplatz-Möglichkeiten und hilft auch gerne mal mit fehlendem Werkzeug aus. Der Hund bekam ein kostenloses Willkommenspaket mit Leckerlis und Beuteln.

Sanitär

Das im hinteren Teil des Platzes am Ende der Lichtung gelegene sanierte Sanitärgebäude (kein „High-Tech-Sanitär“ – es ist immerhin ein Waldcampingplatz) verfügt mehr als ausreichend über alle notwenigen Einrichtungen. Zwar nicht chic-modern, haben uns die Sauberkeit und der hervorragende Pflegezustand überrascht. Mehr braucht man wirklich nicht. Niemand nutzt den Nassbereich mit Straßenschuhen, die Duschen müssen mit separaten Badelatschen betreten werden (bitte daran denken), fast alle Camper hinterlassen den Bereich, wie sie in vorgefunden haben; vorteilhaft ist hier sicher der Umstand, dass das Gebäude nur mit Schlüssel betreten werden kann. Wertmünzen für die Duschen gibt es an der Rezeption.

Gelände

Das Gelände in Tallage mit teilweise hohen Bäumen selbst ist etwas hügelig, man kann sich entweder Stellplätze auf der sonnigen Lichtung oder aber unter schattigen Bäumen aussuchen. Zum Zethner See muss man den Platz verlassen, mehrere Pfade führen dorthin – es gibt dort eine zum Platz gehörende Badestelle mit eigenem Steg.

Versorgung

Die Stromversorgung (16A) befindet sich leider nicht an jedem Stellplatz, mit langem Kabel, einer Mehrfachsteckdose und dem gutem Willen des Nachbarn sollte dies jedoch kein Problem darstellen. Die Wasserzapfstelle sowie Spülmöglichkeiten befinden sich am Sanitärgebäude.

Je nach Provider sollte man keinen bzw. einen nur schlechten Mobilfunk-Empfang erwarten, in dem Fall ist es angezeigt, entweder den Berg zu besteigen oder sich Richtung Straße zu bewegen. WLAN gibt es nur im Bereich der Rezeption; zudem ist nicht an jedem Platz Satellitenempfang möglich.

Auf dem CP selbst wurde während unserer Aufenthalte kein Brötchenservice angeboten.

Umgebung

Radfahren, Wasserwandern, Joggen oder Bootfahren: Über die Vorzüge und Vielfalt der Mecklenburger Seenplatte zu schreiben, sprengt diese Bewertung. Zu erwähnen sind ein Italiener (Speisen und Eis) in Schwarz sowie diverse Einkaufsmöglichkeiten (Fischgeschäft – hier auch Verzehr vor Ort) in Mirow.

Fazit

Camping, wie es sein soll, gutes Preis-/Leistungsverhältnis, großzügige Stellplätze, saubere Sanitäranlagen, nette Dauercamper, himmlische Ruhe – dieser Platz hat wirklich alles, was man braucht; nur die Mücken können einem saisonal die Freude am Camping nehmen. In mückenfreien Zeiten auf jeden Fall ein Platz zum Wiederkommen.

MWH/wkl

Camping Burg Lahneck

Hoch über Rhein und Lahn, unmittelbar neben der Burg Lahneck aus dem 13. Jh., liegt dieser gut geführte Platz mit Blick auf die Flüsse und die Stadt Lahnstein. Aufgrund des Konzepts eignet er sich für Ruhesuchende, Familien mit Kindern werden hier eher keine Erfüllung finden.

Rezeption

Der Empfang ist freundlich, der Betreiber hat konkrete Vorstellungen über die Platzführung, die entsprechenden Bewertungen waren für mich ein Grund, diesen Platz zu besuchen, weil dies letztlich in meinem Interesse ist: Das Fahrzeug wird so positioniert, dass Privatheit sicher gestellt ist. Es gefällt vielleicht nicht jedem, dass die Besucher ihre Fahrzeuge nicht wild hinstellen können, ich fand die dadurch entstehende Platz-Atmosphäre jedoch angenehm, es entstehen großzügige Stellplätze.

Sanitär

Die Sanitäranlagen dürften aus den 60er Jahren stammen und sind als zweckmäßig zu bezeichnen, waren aber immer sauber (Dusche gegen Gebühr).

Gelände

Das Gelände ist etwas abfallend, teilweise terrassiert. Besten Ausblick (oberes Foto) hat man von den sonnigen Plätzen zur Rheinseite; rechts von der Rezeption Richtung Burg und Lahnmündung liegt der Bereich mit altem Baumbestand und somit der Möglichkeit, Schatten zu finden.

Dort gibt es keinen unmittelbaren Rheinblick.

Der Platz ist tags und nachts ruhig, die rechtsrheinische, durch Lahnstein führende Bahnlinie störte mich nicht, die linksrheinische hört man ohnehin so gut wie nicht. Inwieweit das Freibad Auswirkungen auf die Plätze zur Rheinseite hat, konnte ich nicht beurteilen, da es pandemiebedingt geschlossen war.

Versorgung

Strom 16A (Verbrauchsabrechnung); kein WLAN; die Mobilfunkversorgung ist in Ordnung; zum Zeitpunkt meines Besuchs (wohl coronabedingt) kein Shop/kein Brötchenservice.

Direkt am Platz neben dem öffentlichen Freibad liegt ein Restaurant (mit großer Terrasse) , das allerdings nicht geöffnet hatte; ein fünfminütiger Fußweg führt zum Restaurant an der Burg (mit Biergarten).

Discounter finden sich in der Umgebung, großer Supermarkt, Gastronomie und Einkaufszone in Lahnstein.

Umgebung

Lahnstein ist zu Fuß zu erreichen, ein Weg führt serpentinenartig neben der Burg ins Tal, ein weiterer, sehr steil und mit Treppen, neben dem Schwimmbad. Auf beiden Wegen ist festes Schuhwerk angezeigt. Mit dem Fahrrad geht es nur über die öffentliche Straße, der Rückweg ist ohne elektrische Unterstützung recht anspruchsvoll.

Diverse Wander- und Radwege in der Nähe; ÖPNV-Haltestelle mit direkter Anbindung nach Koblenz 500 m entfernt.