plätze

Naturcamping Spitzenort

Der Platz liegt auf der namensgeben Halbinsel im Plöner See, nicht weit entfernt von Plön.

Neben dem eigentlichen Campingplatz gibt es zwei gesonderte Wohnmobilstellplätze, einen älteren (Plätze 1 – 12), mit Hecken-/Baumbestand, etwas enger als der neuere (17 Plätze) mit noch jungem Grün, also kaum Schatten; hier sind die schräg angeordneten Stellplätze gekiest, der Markisenbereich ist Rasen.

Wohnmobilstellplatz (neuer Bereich)

Der Platz bietet viel für Familien, unter anderem Kinderanimation, die sich im vorderen Platzbereich konzentriert; die tagsüber ruhigeren Plätze liegen also eher im hinteren Bereich und dort natürlich nicht direkt an den Spielplätzen; nachts ist der gesamte Platzbereich sehr ruhig. Im vorderen Bereich befindet sich auch der Bolzplatz (der auch schonmal für Events genutzt wird).

Segeln, Rudern und Paddeln ist auf den beiden Seen möglich (die Verbindung führt am Platz vorbei).

Rezeption

Die Rezeption ist professionell und freundlich, je nach Anreisezeit muss man warten. Eine direkte Anreise, wenn man vorgebucht und bezahlt hat, ist trotz Kennzeicherfassung nicht möglich, man muss also immer erst einchecken. Das regeln andere Plätze (sh. Strandcamping Groede) etwas besser, vor allem würde es den Stau im und auf der Straße vor dem Wartebereich vermeiden.

Ausreichend Informationsmaterial zur Umgebung liegt aus.

Sanitär/Wellness

Die Sanitäranlagen sind gut, neu und zahlenmäßig ausreichend, zumal sie über den gesamten Bereich verteilt sind. Sie entsprechen in ihrer Ausstattung dem Anspruch „Premium Camps“ (zu dieser Vereinigung gehört Spitzenort). Reinigung fand nicht nur regelmäßig, sondern auch gründlich statt. Allerdings kommt selbst ein Spitzenplatz, auf dem sich viele Familien mit Kindern aufhalten, was die Reinigung angeht, bei Vollbelegung manchmal an seine Grenzen, so ist das hier auch, da könnte in der Saison ein weiterer Durchgang nicht schaden. Barrierefreie Sanitäreinrichtungen sind vorhanden. Ein Platz dieser Kategorie bietet natürlich auch Kochgelegenheiten sowie gegen Gebühr Waschmaschinen und Trockner.

Das neueste Sanitärgebäude beherbergt nicht nur die Mietbäder, sondern vier auch frei zugängliche großzügige Badezimmer. Zwischen diesem Bereich und der Rezeption entstand zudem ein Aufenthaltsbereiche für Regentage.

Es gibt eine Sauna, einen Fitness-Raum und einen kleinen Außenpool.

Gelände

Das Areal ist park- bzw. waldähnlich naturnah angelegt; die Stellflächen sind überwiegend nicht zu klein, es entsteht also kein Engegefühl. Insgesamt befand sich die Fläche in einem sehr guten Pflegezustand.


Begehrt sind natürlich die Plätze am See; hier sollte man darauf achten, wie die anderen Camper ihre Fahrzeuge gestellt haben, über den nicht kleinen Plöner See kann schonmal ein mehr als lindes Lüftchen wehen, da ist es hilfreich, wenn Vorzelt oder Markise im Windschatten des eigenen Fahrzeuges stehen. Insgesamt muss auf den Seeplätzen immer mit Wind gerechnet werden, meist kommt er vom Wasser, und der Fetch wirkt auch noch gut auf die zweite Reihe – Sturmband ist angesagt. An bestimmten Stellen am Seeufer ist die Positionierung – nicht ohne Grund – betreiberseits im Platzplan vorgeschrieben.

Versorgung

WLAN ist kostenlos, aber nicht immer sehr performant, je nach Belegung tut sich nichts mehr; Mobilfunkempfang LTE – 5G. Gastronomie und Shop (Brötchen ab 8 Uhr/keine Vorbestellung) am Platz.

Die Platzgastronomie mit Außenterrasse kann man durchaus in Anspruch nehmen, Preis-/Leistung stimmt. In fußläufiger Entfernung befindet sich der empfehlenswerte "Imbiß am Kleinen Plöner See". Plön selbst bietet auch ein ausreichendes gastronomisches Angebot, und die Räucherei Lasner am Ende von Ascheberg empfiehlt sich, um Fisch zu kaufen oder auch ihn in schöner Lage direkt dort zu verzehren. Bei dem Restaurant auf der Prinzeninsel hingegen entstand eher der Eindruck, dass im Servicebereich und dort wiederum beim Thema Freundlichkeit durchaus noch ganz viel Luft nach oben ist.

Erwähnenswert sind auch so kleine Details, die zeigen, dass an alles gedacht ist, zum Beispiel die Fahrradstation mit Werkzeug und Luftpumpe im Rezeptionsbereich, eine Büchertausch-Ecke, Indoor-Spielplatz, E-Auto-Ladestation, Minigolf, Hundespielplatz und gesondertes Küchengebäude

Umgebung

Segelschule (mit Verleih) und Kanuverleih liegen unmittelbar nebenan; das Zentrum von Plön (Fußgängerzone) ist zu Fuß zu erreichen, in Plön oder Ascheberg findet man auch Lebensmittelversorgung (Discounter usw.).

Camping Le Vieux Moulin

Camping wie im Stadtpark

Zunächst etwas skeptisch angesichts der auf der Karte erkennbaren Lage im Ort besuchen wir etwa 40 Kilometer nördlich von Lyon den Municipal von Châtillon-Sur-Chalaronne.

Nachdem der Patron uns während seiner Mittagspause die Schranke geöffnet hat, fahren wir auf ein mit etwa 100 Plätzen relativ großes Campinggelände, das in weiten Teilen auch als Stadtpark dienen könnte.

Ein gemütlicher Stellplatz (ca. 130 m²) im Schutz der Bäume ist schnell gefunden, wir haben reichlich Auswahl. Wie üblich wird nach dem Aufbau inspiziert. 

Auffällig und eher untypisch für einen kommunalen Platz sind zum einen die Mobilheime und zum anderen die Saisoncamper. Alles gut durchmischt, keineswegs störend, lediglich unerwartet. 

Die zweite Besonderheit betrifft die Sanitärräume. Nicht weil diese schon in die Jahre gekommen sind, jedoch überwiegend sauber und gepflegt wirken, sondern weil es so viele gibt. Insgesamt drei Gebäude, eins mittig, die beiden anderen links und rechts, mit jeweils reichlich Kapazitäten. Das sollte auch bei Vollbelegung passen. Und wer das zweifelhafte Vergnügen sucht, ein altes französisches Stehklo zu benutzen, der käme hier auch zum Zuge. Unterdessen sind ganz überwiegend  Standard-WC ohne Brille in genügender Anzahl vorhanden. Die Dusche gleich rechts bietet ausreichend Wasserdruck, die anderen eher nicht.

Bei während unseres Aufenthalts geringer Belegung ist die Platzbar nicht geöffnet, insgesamt kann das Terrain dennoch mit seiner Infrastruktur punkten. Wifi ist zwar nur im Rezeptionsbereich, 5G jedoch flächendeckend verfügbar. Hunde sind erlaubt. Einkäufe lassen sich sogar zu Fuß im Intermarché SUPER gleich um die Ecke erledigen

Manchmal hört man im Hintergrund ein tolerables Rauschen von der Straße. Auf dem sich an der Chalaronne entlangstreckenden Platz selbst ist es ansonsten ruhig. Über eine Holzbrücke am Hinterausgang (mit Türcode) quert man den Fluß und erreicht gleich das städtische Schwimmbad, auf dessen Parkplatz sich auch der Wohnmobilstellplatz befindet. Dort parken einige Fahrzeuge für 13,60 Euro pro Nacht, wir stehen für weniger als das Doppelte deutlich besser. Am Ausgang gleich links führt ein Fußweg in das Naturschutzgebiet um den Etang Grobon. Sehr sehenswert.

Das Städtchen selbst hat Charme, ist jedoch schnell erkundet.

Fazit: Es bestätigt sich ein weiteres Mal, dass wir bei Municipal Campings häufig fündig werden: Ruhe, großzügige Stellflächen, gute Sanitärräume, Einkaufen in der Nähe, zu Fuß ins Dorf zum Café. Kein weiterer Schnickschnack. Wegen der vielen Mobilheime und der vermuteten Belegung in der Hauptsaison würden wir diesen Municipal nur für die Reisezeit außerhalb der Ferien empfehlen. 

4,5 Sterne, weil die Sanitärräume teilweise wirklich sehr renovierungsbedürftig sind. Der tolle Empfang macht’s fast wett.

Familiencamping Padenstedt

gut ausgestattet

Anfahrt

Die Zufahrt zum Platz ist eine Sackgasse, auf der ganzen Länge mit absolutem Haltverbot beschildert; unmittelbar vor der Zufahrt zum Platz ist aber für wartende Fahrzeuge frei, ansonsten befindet sich rechts ein Besucherparkplatz, auf dem man mit etwas Geschick sein Gespann auch wenden kann. Sollte der Boden allerdings richtig nass sein, wäre davon abzuraten, da ein nicht allrad-getriebenes Wohnmobil oder ein Gespann auch mit Allrad-Zugfahrzeug dort Probleme bekommen könnte.

Mit vorliegender Reservierung ging es an der Rezeption zügig, man erhält eine Karte für die Schranke und einen Schlüssel für die Sanitärgebäude.

Gelände

Der Name Familiencamping ist Programm, das gegen Entgelt auch für externe Besucher zugängliche Freizeitgelände am Forellensee bietet allerlei Spielmöglichkeiten am und auf dem Wasser.

Als Übernachtungsgast kommt man auf einen der 23 nicht weiter parzellierten Tagesplätze im unteren, wiesenartigen Bereich nahe der Autobahn, die Schallschutzwand zu dieser dämpft aber deren Geräusche.

Im oberen Platzbereich (hier hört man von der Autobahn nur noch ein leises Rauschen) findet man 33 ansprechend gestaltete Touristenplätze mit Strom (16 A CEE) und Wasser, die Zufahrt ist eine Sackgasse, also erst vorher gucken, dann entscheiden, wie man einparkt. Beim Gespann ist es aufgrund der Enge der Zufahrt nicht möglich, den Anhänger mit dem Zugfahrzeug endgültig zu positionieren – also movern oder schieben.

Auf einem Familienplatz mit circa 280 Stellplätzen (davon 210 Dauer- und 20 Saisonplätze) ist mit Kindern aller Altersgruppen zu rechnen, die sind eben aktiv.

Erlaubt sind hier Hunde, es gibt einen Hundebadestrand (außerhalb) und im unteren Sanitärgebäude eine Hundewaschanlage, sogar mit Shampoo.

Sanitär

Die Sanitärgebäude (auch behindertengerecht) verteilen sich über den Platz. Eigentlich sind sie nur für Campinggäste zugänglich (deshalb der oben erwähnte Schlüssel), aber die Freizeitgäste sind natürlich kreativ, man wartet vor der Türe, bis jemand mit Schlüssel hineingeht oder herauskommt, dann ist man drin. Gleichwohl war an der Sauberkeit der neuzeitlichen Einrichtungen nichts zu beanstanden. Fön ist vorhanden, Toilettendesinfektion nicht.

Die Koch, Spül- und Waschgelegenheiten sind im oberen Bereich in einen gesonderten Gebäude untergebracht, hier kann man auch Kühlfächer mieten und findet eine professionelle Gastro-Spülmaschine. Waschmaschine und Trockner vervollständigen die Ausstattung.

Versorgung

Wohnmobil-Entsorgungsstation und CamperClean ist vorhanden, WLAN ist kostenlos, Mobilfunk funktioniert gut. Brötchenservice (Vorbestellung), Automatenkiosk vor Ort, fußläufig ist das Dorf (Gastronomie) zu erreichen, für den Einkauf muss man nicht weit nach Neumünster fahren.

Fazit

Wer die einleitenden Worte zu diesem Blog gelesen hat, weiß, dass Familiencampingplätze nicht unbedingt zum Beuteschema der Autoren gehören. Dieser Platz bekommt trotzdem eine positive Bewertung, weil er einfach gut ausgestattet ist und auf den oberen touristischen Stellplätzen eine angenehme, wenn auch nachbarschaftsbedingt nicht immer ruhige Atmosphäre herrschte.

Camping Großer Weserbogen

trubeliger Vatertag

Nach einer problemlosen Anreise werden wir an der Rezeption freundlich empfangen (mit Reservierung); die Freundlichkeit des Personals in allen Bereichen bleibt auch während der Aufenthaltsdauer.

Der Platz wird im Allgemeinen professionell geführt. Das merkt man nicht nur beim Empfang, sondern auch am Pflegezustand, da gibt es nichts zu beanstanden.

Es gibt einige naturgemäß gerne belegte Seeplätze, die Mehrzahl der touristischen Stellflächen befinden sich auf wiesenartigen Feldern; der Eindruck aus dem Platzplan, die einzelnen Parzellen dort seien weiter abgegrenzt, täuscht allerdings. Schattig steht man nur am Waldrand.

Hunde sind erlaubt, Spender für Beutel vorhanden.

Sanitärausstattung

Das zentrale Sanitärgebäude ist quantitativ und qualitativ ausreichend und guter Standard (auch Desinfektionsspender für Toiletten); wie oft gereinigt wurde, konnte ich nicht feststellen, jedenfalls war es immer sauber. Duschen kostet, das wird mit der CamperCard, die man bei Anreise erhält, bezahlt. Das gilt auch für Waschmaschine und Trockner, die sich neben Spülküche und Kochgelegenheiten im gleichen Bauwerk befinden; die WC-Entsorgung ist außen, eine Camper-Clean Station an der Hauptzufahrt.

Versorgung

Strom kommt mit 16A aus der CEE-Dose, Wasserzapfstellen im zumutbaren Abstand. Brötchen können vorbestellt werden. Die Mobilfunkversorgung mit 5G ist in Ordnung.

Eine Überraschung war die kleine Platzgastronomie. Auf der ersten Blick hatte man eher den Eindruck, auf einen gehobenen Schnellimbiss zu treffen, aber die kleine Karte und die Qualität der Speisen überrascht positiv. Bei schönem Wetter sitzt man draußen mit Seeblick.

Fazit

Ein gut geführter Platz, vor allem für Familien geeignet. Allerdings schienen einige Camper der Auffassung zu sein, ihren aus der Bluetooth-Box schallenden Frohsinn mit den Nachbarn teilen zu müssen, wummernde Musik vom Nachbarfeld gehört für mich nicht so zum Campinggefühl.

Das mag dem „Vatertag“ geschuldet sein und einer Techno-Party auf der gegenüberliegenden Seeseite (da kann der Platz nichts für), mich beschlich aber eher der Eindruck, dass es sich hier um eine platztypische Publikumserscheinung handelte (dafür sprechen auch andere Rezensionen).

Meinem Empfinden von Camping-Flair und Atmosphäre entspricht die Anlage nicht.

Camping La Source

Toplage

Zunächst ein Wort zur Anreise: Der ADAC bietet einen Routenplaner an, bei dem man als Option das Wohnwagengespann anklicken kann. Wir sind nach dieser Route aus Westen über Manosque kommend gefahren, was sich als Fehler erwiesen hat. Ortsdurchfahrten sind teilweise Zentimeterarbeit, schlecht ausgebaute Straßen, enge Kurven. Es entsteht ein netter Kontakt zu den Gästen des Dorfcafès, wenn sie die Stühle zur Seite rücken, damit wir durchkommen. Wenn das Navi einen dann auch noch in eine Sackgasse führt, sind Fahrkünste gefragt. Dennoch ist der Trip lohnenswert, die Landschaft bietet spektakuläre Ausblicke.

Die erwartete Ankunftszeit verzögert sich immer mehr, deshalb kündigen wir uns telefonisch beim Zielplatz an. Man verspricht, auf uns zu warten, auch wenn eigentlich Mittagspause ist. Selten guter Service!

Endlich erhaschen wir den ersten Blick auf den Lac de Saint Croix, tatsächlich türkis, und das Panorama von der Brücke über die hier auslaufende Verdon Schlucht sollte man einfach gesehen haben.

Die Betreiberfamilie erwartet uns bereits an der Rezeption, wir werden sehr freundlich begrüßt, man spricht Deutsch und Englisch, zur Auswahl der freien Plätze fährt man uns mit dem Golfcar. Das gibt fünf Sterne.

Der Camping La Source erweist sich objektiv als gute Wahl. Die Sanitärräume sind piccobello, das gärtnerisch gestaltete terrassierte Gelände sehr gepflegt, viele Bäume bieten Schatten, es gibt auch sonnige und halbschattige Stellplätze. Der See ist nur ein paar Schritte entfernt, zum Dörfchen mit einigen Restaurants und dem kleinen Supermarkt gibt es einen eigenen Ausgang. Der ist wie die Duschen mit Chiparmband bedienbar. Zu Recht führt La Source die vier Sterne. 

Was uns hier rein subjektiv fehlt ist die Weite, das Flair, der Spirit. Der Platz funktioniert tadellos, es gibt nichts zu meckern. Die Emplacements sind völlig in Ordnung, aber nicht besonders großzügig. Der PKW passt nicht mehr auf den Platz. Es ist zeitweise recht voll, eng wirkend und trubelig, wenn auch nicht wirklich laut. Betriebsamkeit würde vielleicht passen. Die Nachtruhe wird eingehalten. 

Strom (10 Ampere) wird pauschal abgerechnet. WLAN ist kostenpflichtig, das 5G Netz jedoch gut verfügbar. Insgesamt ist La Source nicht preiswert, die Toplage und die Nachfrage geben das her.

Die Snackbar im Eingangsbereich bietet die üblichen Gerichte von Fritten über Burger bis zur Pizza zu moderaten Preisen. Hunde sind willkommen und haben viel Spaß in und am See. 

Beonders gut geeignet ist La Source für Wohnmobilisten, bedingt für Caravans und noch bedingter für Wohnwagen ohne Mover. Für den Empfang gibt es 5 Sterne, 4,5 Sterne für den Rest. Nous ne reviendrons pas. Wir suchen Plätze mit dem kaum definierbaren gewissen Etwas. Wer jedoch einfach ein schönes Campinggelände direkt am See sucht und wen es nicht stört, nachbarschaftlichen Gesprächen unfreiwillig folgen zu können, der ist hier prima untergebracht. 

Den benachbarten Camping Les Pins haben wir uns angeschaut. Auch vier Sterne im Logo, vielleicht eine Nummer weniger schön was das Gelände betrifft, bietet der Platz verhältnismäßig großzügige Premiumplätze und einen ordentlicher Sanitärbereich. 

Und wer es günstiger mag, dem sei der Municipal an der D952 empfohlen. Ein großes Gelände, teilweise schattig, municipaltypische Nassräume, alles akzeptabel. Für 21 Euro einschl. Strom recht günstig, allerdings ist der doppelte Preis des La Source nicht gänzlich unberechtigt. Die Lage macht’s.

Camping Les Boudougnes

… animalische Animation

An der Zufahrt auf den kleinen Bauernhof-Camping ankommend waren wir zunächst nicht besonders begeistert. Hier sieht es ein wenig nach einem Abstellplatz für ungenutzte oder schrottreife landwirtschaftliche Gerätschaften aus.

Allerdings erwarten wir von einem Camping à la Ferme auch keinen hohen Standard, das wäre widersprüchlich. Dennoch könnte die eine oder andere Ecke mal etwas aufgeräumt werden. 

Das eigentliche Campingterrain liegt unterhalb des Hofgebäudes leicht abschüssig in einem kleinen Eichenwäldchen – und schon beim Aufbau nach freundlichem Empfang beginnt der Platz dann, seinen besonderen Charme zu entfalten.

In unserem tiefstem Inneren sprichwörtliche deutsche Gründlichkeit und Ordnung suchend, fängt uns der Platz mehr und mehr mit seiner völlige Gelassenheit und Laissez-faire ausstrahlenden Atmosphäre ein. Der Eimer als Wetterschutz über der Stromsäule, na und? Die Ecke mit den alten Plastikstühlen, geht doch! Die Hühner im ausrangierten Wohnwagen, wie originell.

Wir bleiben erst mal hier. 

Das Unisex-Sanitärgebäude beherbergt in gemauerten (!) Kabinen drei Duschen, drei WC (mit Brille und Papier), Waschbecken und Spülmöglichkeit. Warmes Wasser gibt es zur Genüge, zum Zapfen des Frischwassers bedarf es einiger Verrenkungen.

Wir befinden uns zwischen den Gebirgszügen von Vaucluse und Luberon. Es weht ständig ein leichter, den Duft provenzalischer Kräuter mitführender Wind und wir stellen uns vor, hier auch und gerade bei heißen Temperaturen im Schatten der Eichen bestens untergebracht zu sein. 

Das örtliche Animationsteam, bestehend aus den bereits erwähnten Hühnern, einigen Ziegen und anderem Bauernhofgetier sowie dem die angrenzende Wiese mähenden Landwirt bietet uns ausreichend Entertainment, mehr brauchen und möchten wir nicht. 

Dies scheint auch für die anderen Campinggäste (Hunde sind erlaubt) zu gelten, wodurch es wunderbar ruhig ist. Straßen sind weit genug entfernt, um Verkehrsgeräusche nicht durchdringen zu lassen. Ein Platz zum entspannten Verweilen mit allem, was nötig ist. WLAN und performante Mobilfunkversorgung gehören nicht dazu. Eine Entleerungsmöglichkeit für die Chemietoilette findet sich aber und Strom steht mit 6A (frz. Stecker) zur Verfügung.

Auf dem Hof kann man Bioeier der Wohnwagenhühner erwerben, eigener Honig wird auch angeboten, aber alles sehr dezent. Am Nachmittag geht es nach den Einkäufen im benachbarten Coustellet (Aldi, Unico, Tankstelle etc.) auf die Veloroute du Calavon.

Wer pures Camping mag, der wird wiederkommen.

Camping Municipal La Clochette

Wildcamping mit Strom und Wasser

Aus nördlicher Richtung über holprige Seitenstraßen anreisend präsentiert das Burgund seine üppigen Reize. Weinberge links und rechts, ein paar kleine Dörfchen und hier und da ein malerisch herrschaftliches Anwesen. Wo sind bloß die Ritter?

Zu Saisonbeginn ist der Platz (etwa 60 Stellplätze, davon ungefähr 2/3 schattig) noch fast leer, wir haben die Auswahl und platzieren uns im Schatten großer Bäume direkt am beschaulichen Flüsschen. Unser Terrain misst ca. 160 qm, ist links und rechts durch Hecken begrenzt und wirkt gefühlt größer. Es ist und es bleibt ruhig und friedlich, das Lauteste ist das Vogelgezwitscher.

Obligatorisch erfolgt nach dem Aufbau die Sanitärinspektion: alt, eng, sehr sauber, heißes Wasser ausreichend, vollkommen ok; Toiletten nach klassischer Geschlechterverteilung, Duschen unisex.

Uns kommt es angesichts des Umstands, dass der Campingplatz quasi leer ist, wie Wildcamping mit Strom und Wasser vor. Die Fantasie des einigermaßen erfahrenen Campers reicht jedoch aus, sich vorzustellen, wie es vor allem bezüglich der dann keinesfalls ausreichenden Sanitärkapazitäten bei Vollbelegung aussieht. Insofern ist die platzeigene 2-Sterne-Bewertung wohl angemessen. Und auch das wirklich niedrige Preisniveau spiegelt dies wider.

Das Büro ist nur sporadisch besetzt, bei Anreise sucht man sich einen Stellplatz aus und meldet sich später an. Es wird empfohlen, kleinere Scheine mitzuführen, Kartenzahlung funktioniert nicht.

Strom 10 Ampere, Wasserzapfstellen gut verteilt, Chemietoiletten-Entleerung in archaischer Art und Weise im Grauwasserabfluss der Wohnmobile. Wifi ist vorhanden und performant, bei steigender Nutzerfrequenz dürfte sich das ändern. Der Bäcker im Dorf hat dauerhaft geschlossen, für die Nahversorgung einschließlich des morgendlichen Brotbedarfs gibt’s einen kleinen Proxi, der ab mittwochs geöffnet hat.

Am Abend tankt man gerne noch etwas Dorfleben, Personal und Gäste der örtlichen Bar spielen Boule, es gibt eine gut besuchte Pizzeria oder das Stück italienisches Nationalgericht vom Wagen auf dem Marktplatz. Idylle Bourbuignon.

Die Gegend bietet zahlreiche empfohlene Fahrrad- und Wanderrouten. Die nächstgrößere Stadt ist das 13 Kilometern entfernte Cluny.

Ein schöner Camping Municipal zum Wiederkommen, aber nur außerhalb der Saison.

Strandcamping Groede

Der Platz liegt unmittelbar vor der Düne, die ihn vom Meer trennt, deshalb ist man fußläufig (über eine Treppe) schnell am Strand; neben dem eigentlichen, großen und weitläufigen Campingplatz gibt es einen gesonderten Wohnmobilstellplatz für Übernachtungsgäste.

Das Preisniveau entspricht der exponierten Lage an der zeeländischen Küste.

Rezeption

Die Rezeption ist professionell und freundlich, je nach Anreisezeit muss man schonmal etwas warten, was man aber vermeiden kann, wenn man die Stellplatzgebühren vorher überweist und die umfangsreiche platzeigene App nutzt. Damit ist es möglich, Online einzuchecken, zudem erhält man viele Informationen über Öffnungszeiten und andere Angebote. Angenehm auch, dass man bei der Abreise nicht mehr zur Rezeption muss, die offene Stromrechnung kommt per E-Mail.

Sanitär

Die Sanitäranlagen sind gut, relativ neu und zahlenmäßig ausreichend, zumal sie über den gesamten Bereich verteilt sind, und entsprechen auch in ihrer Ausstattung den Ansprüchen. Reinigung fand nicht nur regelmäßig, sondern auch gründlich statt.

Gelände

Das Gelände ist weitgehend parzelliert, teilweise sind die Stellplätze offenbar neu angelegt, erkennbar an den noch jungen Hecken. Die wenigsten Plätze haben ganztags Schatten, halbschattige oder auch ganztags besonnte sind jedoch zu finden.

Wohnmobile, Caravan und Zelte kommen sich nicht ins Gehege, da man mit dem Wohnmobil nicht auf eine für Wohnwagen vorgesehene Fläche kommt und umgekehrt auch nicht. Der Grund dürfte darin liegen, dass der unbefestigte Rasen bei Dauerregen wohl das eine oder andere Wohnmobil schon am Wegfahren gehindert hat; es steht deshalb auf dem geschotterten Teil seines Stellplatzes, der Rest ist auch dort Rasen, ab XL ist die verbleibende Fläche als großzügig zu bezeichnen.

Insgesamt befand sich das gesamte Gelände in einem sehr guten Pflegezustand.

Der Platz bietet viel für Familien, unter anderem Kinderanimation, die sich im vorderen Platzbereich konzentriert; die tagsüber ruhigeren Plätze liegen also eher im hinteren Bereich und dort natürlich nicht direkt an den Spielplätzen; nachts ist der gesamte Platzbereich sehr ruhig.

Die Wasserfläche, von der ein großer Teil des Areals umgeben ist, kann auch für SUP genutzt werden.

Hunde sind erlaubt (Hundeduschen gibt es auch), hundefreie Bereiche können aber gebucht werden. Hier sind übrigens, im Gegensatz zu ganz vielen anderen Einrichtungen, mehr als zwei Hunde erlaubt, selbst den einen oder anderen Hundebesitzer können die Rudel stören.

Versorgung

Strom (bis zu 16A/CEE – Abrechnung nach Verbrauch) unmittelbar am Stellplatz, Wasser je nach gewählter Kategorie auch. WLAN ist kostenlos, aber nicht sehr performant, Mobilfunkempfang in Ordnung. Gastronomie und Shop (Brötchen ab 8 Uhr ohne Vorbestellung) im Einfahrtbereich. In unmittelbarer Platznähe auch noch weitere gastronomische Einrichtungen, einschließlich der Strandpavillions. Empfehlenswert ist in Groede auch die dortige kleine Bäckerei und die Biergärten im Zentrum.

Stellplatz Weingut Eberle

Erholung bei einem Glas Sauvignon Blanc

Gefühlt zum 20. Mal suchten wir diesen beschaulichen Womo-Stellplatz in Burrweiler auf, um dort entweder auf unserer Urlaubsreise oder für Besuche Station zu machen. Nun ist es an der Zeit, diesen Ort auch in diesem Blog zu würdigen.

Empfang

Es ist durchaus angebracht, sich einen Platz vorab telefonisch zu reservieren, weil die schwäbischen Durchgangsreisenden, die in der Pfalz „günstisch esse un tringe wolle“ diesen Geheimtipp auch wegen des moderaten Stellplatzpreises in Höhe von nur 10 Euronen „natüürlisch kenne“?. Familie Alexandra und Hermann Eberle sowie der bestens ausgebildete Spross Lukas (Bc. Weinbau und Oenologie) empfangen die Gäste mit Pfälzer Charme und Mundart.

Gelände

Auf dem Weingut gibt es nur wenige Plätze, die den Campierenden praktisch am Winzer- und Familienleben teilhaben lassen. Sie befinden sich auf überwiegend ebener Fläche. Wenn es voll wird, gibt es unterhalb des Hofs weitere Plätze an einem Feldweg mit Blick auf die Weinberge. Eine Ruhebank und 2 Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. Weinverköstigung, Weinverkauf in Kartons oder der Verkauf gekühlter Einzelflaschen sowie der Vertrieb selbst produzierter Brände (!) ist mit Ankündigung möglich.

Sanitär 

NIX – es ist ein günstiger Womo-Stellplatz…

Versorgung

Auf dem Hof gibt es eine Box, die vier bis sechs Schuko-Steckdosen mit einer 16-Ampere-Absicherung enthält. Wasser können die Unvorbereiteten neben dem Tor zum Winzerbetrieb nachzapfen, WIFI, Entsorgung oder sonstige Camper-Services darf man hier nicht erwarten.

Umgebung

Was sollen wir hier lange über die Südpfalz und Burrweiler schreiben: malerisches Dörflein (nichts für eine Besichtigung mit großen Womos oder Gespannen, es sei denn, man möchte jemanden ärgern), Esskastanien-Bäume, Mandelbäume,  Wein, mehr Wein, noch mehr Wein!

Ein Mini-Dorfladen offeriert neben Gebäck einige Lebensmittel. Empfehlung für den etwas gehobeneren Küche-Anspruch: Winzergaststätte Grafen von der Leyen.

Die lokalen Winzer sind alle durchgetestet, viele davon sind qualitativ sehr gut, bei Familie Eberle ist der Riesling vom Schlossgarten, der Rosé in Literflaschen und der Sauvignon Blanc sehr zu empfehlen.

Fazit

Sehr charmanter Platz, verzichtet man auf jegliche Hightech-Ansprüche, gibt man gerne 5 Sterne.

Stellplatz Büchelwiesen

Top-Platz – Punkt!

Auf diesen Top-Platz wurden wir durch einen Stellplatzführer aufmerksam. Nach unserer Auffassung wird hier die Messlatte für etliche Mitbewerber gesetzt.

Empfang/ Bezahlung

Freie Platzwahl, es sei denn, ein Reservierungsschild hängt deutlich am Stellplatz. In einem Häuschen findet man neben Infomaterial und Büchern einen Briefkasten, in den die ausgefüllte Anmeldung und die Gebühr in einem Umschlag eingeworfen wird. Der Pauschalpreis pro Platz beinhaltet die Gebühr für 2 Personen und einen Hund und ist als sehr moderat zu bezeichnen.

Die Platzbetreiber – die auch selbstgebrannten Schnaps verkaufen – sind mehrmals am Tag vor Ort, falls es Fragen oder Wünsche gibt.

Gelände

Die 27 Stellplätze (teilweise terrassiert) sind mit Rasengittersteinen befestigt und verfügen darüberhinaus über eine kleine Grünfläche für Tisch und Stühle. Für Wohnwagen gibt es 5 separate Stellmöglichkeiten. Obstbäume umsäumen das Gelände und grenzen an vielen Stellen auch den Platz zum Nachbarn ab. Alles ist top gepflegt und sauber. Durchdachte asphaltierte und beleuchtete Wege, ein Rondell zum Wenden und eine sehr gut anzufahrende Ver- und Entsorgungsstation runden das Angebot ab.

Wifi existierte zum Zeitpunkt unseres Besuches nicht, allerdings hatten wir einen sehr guten Mobilfunk-Empfang.

Darüber hinaus gibt es einen Brötchenservice.

Der Landgasthof Adler mit leckerem Essen, Biergarten und Schwimmteich lädt zum entspannten Verweilen ein.

Sanitär 

Im unteren Platzbereich stehen 2 behindertengerechte Toiletten-/Duschräume zur Verfügung, die einen sehr sauberen Eindruck machen.

Versorgung

Jedem Fahrzeug steht eine mit 16A abgesicherte CEE-Steckdose zur Verfügung; ein langes Stromkabel wird deshalb nicht benötigt.

Die befahrbare Entsorgungsstation mit Bodeneinlass bietet auch Frischwasserversorgung und eine separate Kassettentoiletten-Entleerung und ist weit genug von den Stellplätzen entfernt.

Für den Abfall gibt es Papier-, Restmüll- und Recyclingtonnen.

Umgebung

Die sanften Ausläufer des Allgäus grenzen an Oberschwaben und laden zu ausführlichen Wanderungen ein. Für Radfahrende empfehlen sich Touren zum etwa 20 KM entfernten Bodensee oder zum nahegelegen Städtchen Wangen.

Etliche Einkaufsmöglichkeiten (Bäcker, Supermarkt, Discounter) existieren in den Ortschaften Geiselharz oder Amtzell (Fahrrad empfohlen).

Fazit

Wir waren sehr beeindruckt und kommen gerne wieder!

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